Virenattacke? So erstellen Sie eine Rettungs-CD für den Notfall

Trojaner, Drive-By-Downloads, Ransomware: Selbst wenn Sie Ihren Windows-PC mit einem guten Antivirenprogramm schützen, sind Sie nicht hundertprozentig vor Attacken gefeit. Für den Fall der Fälle brauchen Sie eine Rettungs-DVD. Wie Sie die anfertigen und einsetzen, erfahren Sie in diesem Artikel.

So erstellen Sie Ihre Antiviren-Rettungs-CD

Laden Sie das „Avira Rescue System“ (EXE) von der Internetseite.  Anschließend starten Sie heruntergeladene Anwendung per Doppelklick.  Dadurch starten Sie das im Paket enthaltene Brennprogramm. Legen Sie einen leeren Rohling ein, und klicken Sie Brenne CD um die Rettungs-CD zu erstellen. Ist das erledigt, klicken Sie auf OK. beschriften und bewahren Sie den Datenträger so auf, dass Sie ihn stets griffbereit haben.

So nutzen Sie Ihre Antiviren-Rettungs-CD

1. Damit der Computer von der DVD bootet (startet), müssen Sie gegebenenfalls die Bootreihenfolge im BIOS/UEFI ändern. Das machen Sie so: Kurz nach dem Einschalten zeigt der PC auf dem Monitor Infos zum Arbeitsspeicher, Laufwerken und zum BIOS beziehungsweise UEFI an. Hier erscheint auch eine Meldung wie „Press DEL to Enter BIOS“. Drücken Sie also kurz nach dem Einschalten auf die Entf-Taste (oder „F1“ oder „F2“ – achten Sie auf die Hinweise auf dem Bildschirm: „Press XX to Enter BIOS“ oder noch besser: „Press XXX to Enter Boot Options“ o.Ä ), ruhig kurz mehrmals hintereinander. Nachdem das BIOS-Menü geladen wurde, navigieren Sie mit den Pfeiltasten ins Menü „Advanced BIOS Features“ oder „Boot“-Menü und suchen nach einem Eintrag wie „Boot Sequence“. Hier stellen Sie als „First Boot Device“ „DVD“ (oder „USB“) ein. Speichern Sie die Einstellungen mit Save & Exit. Hinweis: Wenn in Zukunft eine DVD oder ein USB-Stick beim Einschalten im Computer steckt, wird der PC immer versuchen, von diesem zu starten. Entfernen Sie die DVD oder den USB-Stift, startet Windows ganz normal.

2. Es erscheint dann die Avira-Oberfläche. Stellen Sie gegebenenfalls die Sprache auf „Deustch“. Anschließend klicken Sie auf Avira Rescue System starten. Warten Sie einen Moment, bis das System startet. Im neuen Fenster akzeptieren Sie zunächst die Lizenzbedingungen und klicken im nächsten Schritt auf Assistent starten. Zunächst wählen Sie die Partition, die untersucht werden soll, in der Regel ist das „C:“.

Nachdem Sie die Rettungs-CD gebrannt haben, können Sie sich auf die Suche nach Infektionen machen.

3. Nach einem Klick auf Weiter fängt Avira an die Festplatte auf Viren und andere Schädlinge zu prüfen. Das dauert eine Weile. Vorab erneuert das Programm bei bestehender Internetverbindung die Virensignaturen. Nach der Untersuchung präsentiert Avira nach einem Klick auf Weiter die Ergebnisse des Scans. In der Zeile „Funde“ sehen Sie, wie viele Schädlinge das Programm unschädlich gemacht hat. Klicken Sie auf Neu starten und überprüfen Sie, ob Ihr System wieder ordnungsgemäß funktioniert.

In diesem Fall hat die Rettungs-CD einen Virus erkannt und unschädlich gemacht.

4. Ist das der Fall, setzen Sie Windows idealer Weise anschließend noch in einen Zustand vor dem Virenbefall zurück. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Sie setzen Windows auf einen als sauber bekannten Zeitpunkt vor dem Virenbefall zurück. Dazu tippen Sie unter Windows 10 ins Suchfeld „Systemwiederherstellung“ ein und drücken Enter. Im neuen Fenster klicken Sie dann erneut auf Systemwiederherstellung.
    Im Assistenten klicken Sie dann auf Weiter bis zu dem Punkt, wenn Windows die Auswahl der Wiederherstellungspunkte erlaubt. Wählen Sie hier einen aus, und klicken Sie auf Fertig stellen und Ja. Es erscheint Fenster, das Sie über den Fortschritt der Systemwiederherstellung informiert. Anschließend wird der PC neu gestartet und Windows zeigt die Meldung, dass das System erfolgreich zurückgesetzt wurde.
  2. Backup aufspielen: Wenn Sie regelmäßig Systembackups erstellen, können Sie stattdessen auch einfach eine aktuelle Sicherung aufspielen, die vor der Attacke erstellt wurde.

Ihr Computer ist nun wieder vollkommen virenfrei und einsatzbereit.

 

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: FranzösischSpanischItalienischPortugiesisch, Brasilien