Allgemeine Geschäftsbedingungen der Avira AG – Stand: Oktober 2011

  1. Geltungsbereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
    1. Die nachfolgenden allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „Bedingungen“ genannt) gelten für alle Verträge der Avira AG, Niederhaslistrasse 54, 8105 Watt, Schweiz (nachfolgend „Avira“ genannt) mit ihren Kunden über die Lieferung ihrer Produkte und/oder die Erbringung ihrer Services, insbesondere die Bereitstellung von Produkten und deren Updates/Upgrades und die Erbringung damit verbundener Dienstleistungen.
    2. Diese Bedingungen gelten für Unternehmer und für Verbraucher gleichermaßen.
    3. Ist der Kunde ein Unternehmer, gelten diese Bedingungen für alle zukünftigen Verträge zwischen Avira und dem Kunden ohne weitere Bezugnahme darauf.
    4. Zusätzlich zu diesen Bedingungen finden das EULA für die Nutzung aller Produkte und das SLA für die Nutzung der Services Anwendung, welche dem Kunden mit der Lieferung solcher Produkte bzw. Services zur Verfügung gestellt werden. Im Falle des Konflikts zwischen diesen Bedingungen und des EULA und/oder des SLA haben diese Bedingungen Vorrang.
    5. Diese Bedingungen gelten ausschließlich. Diesen Bedingungen widersprechende oder von diesen Bedingungen abweichende allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden von Avira nicht anerkannt, ausgenommen in Fällen, in denen Avira dies schriftlich bestätigt hat. Diese Bedingungen gelten auch in Fällen, in denen Avira dem Kunden ihre Produkte oder Services ohne Vorbehalt und in Kenntnis der widersprechenden oder abweichenden Bedingungen des Kunden liefert oder erbringt.
    6. Avira kann diese Bedingungen jederzeit ändern, aktualisieren oder ergänzen. Der Kunde wird von solchen Änderungen schriftlich in Kenntnis gesetzt (E-Mail ist ausreichend). Der Kunde ist berechtigt, den ihm mitgeteilten Änderungen zu widersprechen. Widerspricht der Kunde allen oder einigen mitgeteilten Änderungen nicht innerhalb von vier (4) Wochen nach Eingang der Mitteilung (nachfolgend „Widerspruchsfrist“ genannt), gelten die mitgeteilten Änderungen, als durch den Kunden anerkannt. Widerspricht der Kunde den mitgeteilten Änderungen innerhalb der Widerspruchsfrist, besteht der Vertrag zu diesen Bedingungen fort. Widersprüche, Mitteilungen und sonstige Hinweise des Kunden an Avira kann der Kunde an die am Ende der Bedingungen angegebene Adresse richten.
  2. Begriffsbestimmungen
    Die folgenden Begriffsbestimmungen gelten für den Geltungsbereich dieser Bedingungen:
    1. Automatische Verlängerung - bezeichnet die Erneuerung einer Lizenz am Ende der Lizenzdauer ohne, dass ein weiterer Hinweis erfolgt.
    2. Avira Freeware - bezeichnet alle dem Kunden kostenlos zur Verfügung gestellten Avira Produkte und Services.
    3. Avira Shareware - bezeichnet alle dem Kunden kostenlos für einen begrenzten oder unbegrenzten Zeitraum zu Testzwecken zur Verfügung gestellten Avira Produkte und Services.
    4. Computer - bezeichnet jedes Gerät, welches Daten mit Hilfe einer programmierbaren Rechenvorschrift verarbeiten kann.
    5. Computerprogramm - bezeichnet das jeweilige Avira Produkt im Objekt-Code, inklusive aller Updates und Upgrades, das Avira zur Verfügung stellt und für das Avira dem Kunden eine Lizenz erteilt hat.
    6. Entgelt - bezeichnet den Preis oder die Lizenzgebühr für die Avira Produkte und Services.
    7. EULA - bezeichnet das End User License Agreement der jeweiligen Avira Gesellschaft, dem der Kunde vor Verwendung eines Produkts zustimmen muss. Es legt die Nutzungsrechte des Kunden für das jeweilige Produkt nach dem jeweiligen Vertrag fest und steht als Download auf der Internetseite www.avira.com zur Verfügung.
    8. Kunde - bezeichnet einen Verbraucher und/oder Unternehmer.
    9. Lizenz - bezeichnet das Recht des Kunden zur Nutzung der Produkte und/oder Services nach diesen Bedingungen und gemäß dem zum Zeitpunkt des Abschlusses des betreffenden Vertrags gültigen EULA bzw. SLA. Die Lizenz legt die Art und den Umfang des Rechts zur Nutzung der Produkte oder Services fest. Für Avira-Produkte, für die ein Update-Service zur Verfügung gestellt wird, umfaßt die Lizenz außerdem das Recht des Kunden auf den Erhalt regelmäßiger Updates/Upgrades für das bereitgestellte Produkt während der Lizenzdauer.
    10. Lizenzdauer - bezeichnet den Zeitraum, für den die Lizenz für ein Produkt oder Service gewährt wird. Die Lizenzdauer beginnt sobald der Kunde den Software-Schlüssel oder die Zugangsdaten erhalten hat.
    11. Malware - bezeichnet eine Software und alle anderen Datenbestände, die Schäden oder unerwünschte Funktionen im Computer oder System eines Nutzers verursachen.
    12. Managed Service - bezeichnet eine durch Avira betriebene Software Applikation, die dem Kunden über das Internet (mit Hilfe von Zugangsdaten) zur Verfügung gestellt wird.
    13. Mehrfachnutzung - bezeichnet die zeitgleiche Speicherung, das zeitgleiche Vorrätighalten und jede sonstige zeitgleiche Nutzung von Avira-Produkten auf mehreren Computern sowie jede Nutzung solcher Produkte, für die gemäß den jeweiligen Produktinformationen besondere Lizenzen für Mehrfachnutzung erteilt werden.
    14. One-Time-Code (OTC) - bezeichnet eine Folge von Zahlen, Buchstaben und/oder sonstigen Zeichen, die für einige Computerprogramme von Avira während der ersten Installation in den Computer eingegeben werden müssen. In solchen Fällen wird die jeweilige Lizenz durch Avira anhand des OTC erteilt. Bei Eingabe des gültigen OTC erhält der Kunde den Software-Schlüssel und die Lizenzdauer beginnt.
    15. Produkt - bezeichnetdas Avira Computerprogramm inklusive seiner Updates/Upgrades und Handbücher oder andere Waren von Avira.
    16. Service - bezeichnet die Managed Services oder andere Dienstleistungen von Avira.
    17. SLA - bezeichnet das Service Level Agreement der jeweiligen Avira Gesellschaft, dem der Kunde vor Nutzung von Services zustimmen muss. Es legt die Nutzungsrechte des Kunden für den jeweiligen Service nach dem jeweiligen Vertrag fest und steht als Download auf der Internetseite www.avira.com zur Verfügung.
    18. Software-Schlüssel - bezeichnet einen verschlüsselten Code, der das zur Verfügung gestellte Computerprogramm identifiziert und für das Installieren von und den Zugang zu Updates/Upgrades erforderlich ist. Der Software-Schlüssel ist wesentlicher Bestandteil des Computerprogramms. Durch Übermittlung des jeweiligen Software-Schlüssels erteilt Avira dem Kunden die Lizenz.
    19. Support - bezeichnet eine Dienstleistung von Avira für Kunden, die Help Desk Support für Produkte oder Services enthält.
    20. Unternehmer - bezeichnet eine natürliche Person, juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei der Bestellung oder dem Erhalt der Produkte oder Services von Avira in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen oder sonstigen Tätigkeit außerhalb des persönlichen oder familiären Gebrauchs handelt.
    21. Updates und Upgrades - bezeichnet die Aktualisierung des Computerprogramms. Die Klassifizierung der Aktualisierung als Update oder Upgrade erfolgt nach eigenem Ermessen von Avira.
    22. Update-Service - bezeichnet die laufende Aktualisierung eines Computerprogramms von Avira durch Updates und/oder Upgrades und die Zurverfügungstellung dieser an ihre Kunden. Einige Computerprogramme erfordern den Update-Service zur funktionalen Nutzung. Avira kann Leistungen im Rahmen ihrer Update-Services nach eigenem Ermessen als Update oder Upgrade zur Verfügung stellen.
    23. Verbraucher - bezeichnet eine natürliche Person, der von Avira Produkte oder Services zur persönlichen Nutzung oder zur Nutzung in der Familie zur Verfügung gestellt werden.
    24. Vertriebspartner - bezeichnet einen Kunden, dem Produkte oder Services ausdrücklich zum Zweck des Weiterverkaufs zur Verfügung gestellt werden.
    25. Zugang - bezeichnet den Zugang zu einem Service durch die Nutzung eines Browsers und mit Hilfe von Zugangsdaten.
    26. Zugangsdaten - bezeichnet die Eingabe von Identifizierungsdaten für einen Managed Service durch den Kunden, um Zugang zu diesem Managed Service zu erhalten. Durch Übermittlung der jeweiligen Zugangsdaten erteilt Avira dem Kunden die Lizenz.
  3. Angebot und Vertragsschluss
    1. Die Präsentation von Avira Produkten oder Services im Internet und in Prospekten, Katalogen und Broschüren dient lediglich der Information des Kunden. Sie stellt kein verbindliches Angebot durch Avira dar, sondern vielmehr eine Möglichkeit für den Kunden, ein verbindliches Vertragsangebot in Form einer Bestellung abzugeben.
    2. Ein rechtlich bindender Vertrag zwischen Avira und dem Kunden wird geschlossen, wenn der Kunde eine Bestellung abgibt und Avira diese Bestellung durch eine schriftliche Auftragsbestätigung (E-Mail ist ausreichend) oder durch die Bereitstellung der Produkte und/oder Services an den Kunden, z. B. per Download oder Zusendung von Zugangsdaten, annimmt.
    3. Alle von Avira angenommenen Bestellungen unterliegen den Bestimmungen dieser Bedingungen und des EULA und/oder SLA.
    4. Ist der Kunde berechtigt, auf der Grundlage eines gesetzlichen Rücktrittsrechts vom Vertrag zurückzutreten, und macht der Kunde innerhalb der jeweiligen gesetzlichen Frist von diesem Recht Gebrauch, tritt er gleichzeitig vom EULA und/oder SLA zurück. Im Falle eines solchen Rücktritts erstattet Avira dem Kunden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen das bereits für das jeweilige Produkt oder den jeweiligen Service gezahlte Entgelt. In diesem Zusammenhang ist der Kunde nicht berechtigt, eine Rücklastschrift bei seiner Bank zu beantragen oder zu veranlassen. Im Falle der Nichteinhaltung fordert Avira die von der Bank des Kunden berechneten zusätzlichen Kosten für eine solche Rücklastschrift vom Kunden zurück.
    5. Abweichungen oder Änderungen zu diesen Bedingungen müssen ausdrücklich und schriftlich zwischen den Parteien vereinbart werden. Seitens Avira kann eine solche Vereinbarung nur durch autorisierte Mitarbeiter per Unterschrift zu zweien oder per Einzelunterschrift von hierzu gemäß Handelsregister berechtigter Personen geschlossen werden.
  4. Vertragsgegenstand
    1. Gegenstand von Verträgen, die nach diesen Bedingungen zwischen dem Kunden und Avira geschlossen werden, ist das Recht des Kunden zur Nutzung der Produkte und Services von Avira gemäß diesen Bedingungen sowie dem EULA und/oder dem SLA. Bei Zahlung des vereinbarten Entgeltes werden dem Kunden die Nutzungsrechte erteilt.
    2. Bei Computerprogrammen, für die ein Update-Service erhältlich ist, beinhaltet die Lizenz:
      1. ein nicht-ausschließliches, nicht übertragbares Recht (mit Ausnahme von Punkt 5. dieser Bedingungen) zur kostenlosen Nutzung des Computerprogramms für die Lizenzdauer und
      2. ein Recht auf Zugriff auf den Update-Service während der Lizenzdauer gegen Zahlung.
    3. Bei Managed Services und Computerprogrammen, für die kein Update-Service zur Verfügung steht, umfasst die Lizenz ein nicht-ausschließliches, nicht übertragbares Recht (mit Ausnahme von Punkt 5. dieser Bedingungen) zur Nutzung der Managed Services oder des Computerprogramms gegen Zahlung für die Lizenzdauer.
    4. Alle übrigen Rechte an den Produkten und Services, insbesondere das Eigentumsrecht (ausgenommen, wenn die Produkte dauerhaft und gegen Zahlung bereitgestellt werden) sowie alle Veröffentlichungs-, Vervielfältigungs-, Bearbeitungs-, Übersetzungs- und sonstigen Verwertungsrechte bleiben Avira vorbehalten.
    5. Nach einem Rücktritt vom Vertrag bzw. dessen Aufhebung oder Beendigung endet die Lizenz des Kunden für die Produkte und/oder Services. Der Kunde erhält von Avira keine weiteren Updates/Upgrades und/oder keinen weiteren Zugang zu Systemen oder Services. Der Kunde muss das Produkt vollständig löschen, insbesondere die Originaldatenträger, alle Sicherungskopien und die in seinem Computersystem gespeicherten Dateien des Produkts. Avira kann vom Kunden eine schriftliche Bestätigung der Löschung dieser Daten verlangen.
    6. Jedes Computerprogramm hat einen bestimmten Produktlebenszyklus. Dieser legt verbindlich die Betriebssysteme fest, mit denen die Computerprogramme jeweils bis zu welchem Zeitpunkt kompatibel sind. Die Computerprogramme sind möglicherweise nicht mit Betriebssystemen kompatibel, die nicht im Produktlebenszyklus genannt werden oder deren Supportzeitraum abgelaufen ist. Der Produktlebenszyklus ist daher wesentlicher Bestandteil des jeweiligen Vertrags und auf www.avira.com veröffentlicht.
    7. Bestimmungen für die Nutzung des Computerprogramms und von Managed Services:
      1. Der Kunde ist verpflichtet, bei der Nutzung des Computerprogramms und/oder Managed Services immer diese Bedingungen sowie die Nutzungsbedingungen des zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses jeweils gültigen EULA und/oder SLA zu beachten. Das Computerprogramm darf insbesondere nicht vervielfältigt, weitergegeben oder dekompiliert werden (d. h. in den Quellcode rückübersetzt), sofern dies nicht ausdrücklich durch das EULA oder gemäß §§ 69 c Nr. 3, 69 d Absatz 2 und 3 und 69 e des deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG) erlaubt ist. Für den Fall, dass der Kunde das Computerprogramm zurückentwickeln, dekompilieren oder disassemblieren (nachfolgend „Dekompilierung“ genannt) darf, um eine Interoperabilität mit anderen Computerprogrammen gemäß § 69 e UrhG zu erreichen, muss der Kunde Avira vor der Dekompilierung des Computerprogramms kontaktieren und die Bereitstellung der für das Erreichen einer solchen Interoperabilität erforderlichen Informationen verlangen. Stellt Avira diese Informationen ohne unangemessene Verzögerung zur Verfügung, ist der Kunde nicht zur Dekompilierung des Computerprogramms berechtigt.
      2. Die Nutzung eines Computerprogramms durch den Kunden, für das nach den jeweiligen Produktinformationen keine besonderen Lizenzen für eine Mehrfachnutzung erhältlich sind, ist auf einen Computer beschränkt. Zu diesem Zweck kann der Kunde jeden verfügbaren Computer nutzen, der die Systemanforderungen erfüllt und für den die Lizenz erteilt wurde. Wechselt der Kunde den Computer, muss das Computerprogramm von dem zuvor genutzten Computer entfernt werden. Für Computerprogramme, deren Produktinformationen besondere Lizenzen für eine Mehrfachnutzung vorsehen, ist die Mehrfachnutzung nur in dem Umfang zulässig, in dem Avira dem Kunden die entsprechende Art und Anzahl von Lizenzen erteilt hat.
      3. Der Kunde ist nicht berechtigt, dieselben Zugangsdaten gleichzeitig oder mehrfach für den Zugang zu den Managed Services zu nutzen, wenn dem Kunden dieses Recht nicht ausdrücklich in der Lizenz eingeräumt worden ist.
      4. Avira behält sich alle Ansprüche aus unbefugter Nutzung von Produkten und/oder Services durch den Kunden vor, insbesondere urheberrechtliche Ansprüche und Schadenersatzansprüche. Es wird ausdrücklich auf eine mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeit für die vorgenannten Handlungen hingewiesen. Die Bestimmungen dieses Punktes 4.7.4. über die Vervielfältigung und Offenlegung gilt entsprechend für die Handbücher und alle anderen Unterlagen, die die von Avira zur Verfügung gestellten Produkte betreffen. Es wird außerdem auf die ergänzenden Nutzungsbedingungen des EULA und/oder SLA verwiesen.
  5. Sonderbestimmungen für Vertriebspartner
    1. Werden Computerprogramme und/oder Managed Services einem Vertriebspartner zur Verfügung gestellt, kann der Vertriebspartner die Lizenz an einen Dritten weitergeben. Im Falle eines Weiterverkaufs müssen die von Avira vergebenen Seriennummern (z. B. Lizenznummern, OTCs oder Zugangsdaten) in der Rechnung angegeben werden.
    2. Dem Vertriebspartner ist es nicht gestattet, seinen Kunden andere oder weitere Rechte an den Produkten und/oder Services zu gewähren, als die Rechte, die nach diesen Bedingungen, dem EULA und dem SLA zulässig sind.
    3. Der Vertriebspartner darf die Produkte und/oder Services nicht ganz oder teilweise reproduzieren, auch nicht zum Zwecke der Datensicherung.
    4. Avira ist berechtigt, bei jeder schuldhaften Verletzung der vorgenannten Bestimmungen dieses Punktes 5. durch den Kunden - unter Ausschluss der Annahme eines Fortsetzungszusammenhangs - eine Vertragsstrafe in Höhe von 22.500 CHF von diesem zu fordern. Weitere Ansprüche seitens Avira infolge einer Verletzung dieser Bestimmungen bleiben unberührt. Die Vertragsstrafe wird mit Schadenersatzansprüchen von Avira aus der jeweiligen Vertragsverletzung verrechnet.
  6. Lieferung
    1. Die Lieferverpflichtung von Avira wird nur durch (i) die Auftragsbestätigung von Avira, (ii) diese Bedingungen und (iii) das EULA und/oder das SLA (je nach Anwendbarkeit) geregelt, sofern nicht zwischen den Parteien etwas anderes schriftlich vereinbart worden ist. Avira kann Teillieferungen erbringen, wenn eine Teillieferung für den Kunden zumutbar ist und nicht die Interessen des Kunden erheblich beeinträchtigt.
    2. Abweichungen der gelieferten Produkte und/oder Services von der Dokumentation sind zulässig, sofern sie für den Kunden angemessen und annehmbar sind und die nach dem entsprechenden Vertrag vorausgesetzten wesentlichen Leistungen des Produktes oder Services vollständig erfüllt werden. Avira behält sich das Recht vor, technische Änderungen an den Produkten und/oder Services durchzuführen, die ihre Funktionsfähigkeit und Leistung erhöhen oder für die Funktionsfähigkeit der Produkte und/oder Services erforderlich sind.
    3. Werden die bestellten Produkte und/oder Services durch neue Produkte und/oder Services im Produktsortiment von Avira ersetzt und erfüllen die neuen Produkte und/oder Services die nach dem entsprechenden Vertrag geforderten Eigenschaften ebenso gut oder besser, kann Avira solche neuen Produkte und/oder Services anstelle der bestellten Produkte und/oder Services liefern oder erbringen.
    4. Werden Produkte und/oder Services von Avira auf Wunsch des Kunden versandt, geht die Gefahr für Schäden und Verlust mit der Aufgabe zum Versand durch Avira auf den Kunden über. Wird ein Computerprogramm heruntergeladen, geht die Gefahr auf den Kunden über, sobald er den erforderlichen Software-Schlüssel erhalten hat.
    5. Verzögert sich eine Leistung über den von Avira bestätigten Zeitpunkt hinaus, können Ansprüche hieraus nur nach Ablauf einer vom Kunden festgesetzten angemessenen Nachfrist von mindestens drei Wochen geltend gemacht werden, sofern nicht der Kunde nachweist, dass sein Interesse durch die Fristüberschreitung vollständig erloschen ist. Im Falle einer Nichtlieferung durch Avira oder der Unmöglichkeit einer Lieferung haftet Avira nur nach den Punkten 10. und 11. dieser Bedingungen. Wird eine fristgerechte Lieferung nicht nur vorübergehend und durch von Avira nicht zu vertretende Umstände verhindert (insbesondere im Falle von Streik, Aussperrung, Nichtverfügbarkeit von Material, höherer Gewalt, Transportbehinderungen, Werksschließungen oder Nichtverfügbarkeit einer Internetverbindung), können Avira oder der Kunde vom Vertrag zurücktreten, ohne dass eine Schadenersatzpflicht gegenüber der anderen Partei eintritt, wenn eine weitere Bindung an den Vertrag nicht erwartet werden kann.
  7. Automatische Verlängerung
    Der Zugang zu den Managed Services wird für die Lizenzdauer gewährt. Die Lizenzdauer verlängert sich automatisch zum jeweils gültigen Listenpreis, sollte sie nicht von einer der Parteien mindestens 30 Tage vor Ablauf der gegenwärtigen Lizenzdauer gekündigt werden. Die neue Lizenzdauer hat dieselbe Laufzeit wie die vorherige Lizenzdauer.
  8. Vergütung und Zahlungsbedingungen
    1. Sofern nicht ausdrücklich anderweitig vereinbart, verstehen sich die Entgelte von Avira netto frei Versandstelle und der Kunde zahlt alle Versandkosten, insbesondere Verpackung, Transportkosten und Transportversicherung, sowie die - falls zutreffend - geltende gesetzliche Mehrwertsteuer.
    2. Zahlungen sind sofort ohne Abzüge fällig. Wechsel und Schecks werden nur im Falle einer Sondervereinbarung akzeptiert und nur unter der Bedingung, dass Avira daraus keine Kosten oder Gebühren entstehen.
    3. Im Falle eines Zahlungsverzugs durch den Kunden kann Avira ohne Ankündigung gesetzliche oder vereinbarte Verzugszinsen verlangen.
    4. Während eines Zahlungsverzugs durch den Kunden kann Avira ihre Lieferungen an den Kunden, die auf derselben Rechtsbeziehung basieren, zurückhalten; darin eingeschlossen sind Updates und Upgrades.Auf die Folgen der Nichtinstallierung von Updates/Upgrades wird hiermit verwiesen, insbesondere auf Beeinträchtigungen der Schutzfunktion der Computerprogramme (siehe in dieser Hinsicht auch Punkt 9.1. dieser Bedingungen).
    5. Der Kunde kann Forderungen von Avira nur aufrechnen, wenn die jeweiligen Gegenforderungen des Kunden unbestritten oder rechtskräftig festgestellt sind. Der Kunde hat nur ein Zurückbehaltungsrecht, sofern seine Gegenforderungen auf derselben Rechtsbeziehung basieren.
  9. Pflichten des Kunden
    1. Die funktionsgerechte Nutzung des Computerprogramms setzt den Erhalt eines Software-Schlüssels von Avira oder einem ihrer autorisierten Vertriebspartner sowie die Installation aller Updates/Upgrades für das jeweilige Computerprogramm durch den Kunden voraus. Hat der Kunde die jeweils aktuellen Updates/Upgrades von Avira nicht installiert, kann dies den Schutz des Computerprogramms gegen Computerviren und andere Malware erheblich reduzieren. Die Installation des Computerprogramms und seiner Updates/Upgrades sowie regelmäßiges Herunterladen der vollständigen und aktuellen Updates/Upgrades liegen in der alleinigen Verantwortung des Kunden.
    2. Der Kunde ist verpflichtet, sich über die wesentlichen Funktionen des Computerprogramms oder der Services selbst zu informieren. Der Kunde trägt das Risiko, ob das Computerprogramm oder der Service seinen individuellen Anforderungen und Bedürfnissen entspricht. Die Einrichtung einer funktionsfähigen Hardware- und Softwareumgebung für das vertragsgegenständliche Computerprogramm oder den vertragsgegenständlichen Service liegt allein in der Verantwortung des Kunden. Dasselbe gilt für regelmäßige Datensicherungen im EDV-System des Kunden.
    3. Der Kunde ist verpflichtet, die Hinweise von Avira für die Installation des Computerprogramms, die Aktualisierung durch Updates/Upgrades und dessen Betrieb zu beachten. Der Kunde informiert sich selbst regelmäßig über die Internetseite von Avira (www.avira.com) über die aktuellen Hinweise von Avira und berücksichtigt diese beim Betrieb des Computerprogramms.
    4. Der Kunde installiert das Computerprogramm auf eigene Verantwortung und Kosten. Das gilt auch, wenn bestimmte Updates/Upgrades und Releases eine Neuinstallation des Computerprogramms während der vereinbarten Lizenzdauer erforderlich machen.
    5. Der Kunde teilt Avira unverzüglich etwaige Änderungen seiner E-Mail-Adresse mit, um es Avira zu ermöglichen, ihm sicherheitsrelevante Informationen für die Nutzung des Computerprogramms oder der Services zuzusenden. Avira haftet nicht für Schäden, die infolge einer nicht erfolgten Mitteilung durch den Kunden entstehen.
  10. Gewährleistung und Beschränkungen
    1. Sofern nicht ausdrücklich anderweitig vereinbart, entsprechen die von Avira zur Verfügung gestellten Produkte sowie die Services von Avira dem aktuellen Stand der Technik und stimmen mit den jeweils von Avira zur Verfügung gestellten Produktinformationen und -spezifikationen überein, inklusive etwaiger Informationen in den betreffenden Handbüchern. Avira gewährleistet nicht, dass die Produkte und/oder Services von Avira nach diesem Vertrag für Zwecke geeignet sind, die über die Erfüllung der Vertragspflichten von Avira hinausgehen.

      Der Kunde ist darüber unterrichtet, dass sich nach dem aktuellen Stand der Technik Programmfehler trotz größter Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt nicht sicher ausschließen lassen und dass es nicht möglich ist, Software oder Services zu entwickeln, die jeden vorhandenen Virus oder jede Malware entdecken.
    2. Das Produkt darf nicht in speziellen Risikobereichen genutzt werden, die einen fehlerfreien Dauerbetrieb entsprechender Systeme erfordern und in denen ein Ausfall des Produkts zu einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Gesundheit oder zu erheblichen Schäden an Eigentum oder der Umgebung führen kann (hochgefährliche Tätigkeiten und Tätigkeiten mit hoher Verfügbarkeit, wie beispielsweise der Betrieb von Kernkraft-Einrichtungen, Waffensystemen, Luftfahrtnavigations- oder -kommunikationssystemen, Lebenserhaltungssystemen und -geräten sowie Maschinen- und Herstellungsprozessen der Pharmazie und Lebensmittelproduktion). Avira gewährleistet nicht, dass das Produkt für den Einsatz in speziellen Risikobereichen geeignet ist.
    3. Der Kunde wird die Qualität des von Avira zur Verfügung gestellten Produkts schnellstmöglich untersuchen und Avira etwaige Mängel, für die Avira zu gewährleisten hat, unverzüglich anzeigen.
    4. Kommt der Kunde dieser Mängelanzeige nicht nach, gilt das von Avira zur Verfügung gestellte Produkt als abgenommen. Dies gilt nicht, soweit die Mängel im Zeitpunkt der Zurverfügungstellung trotz ordentlicher Prüfung nicht erkennbar waren.
    5. Werden solche Mängel später entdeckt, sind diese unverzüglich nach deren Entdeckung anzuzeigen. Ansonsten gilt auch für diese Mängel das von Avira zur Verfügung gestellte Produkt als abgenommen.
    6. Mängel am Produkt werden durch Avira innerhalb einer angemessenen Frist nach Anzeige des Mangels behoben. Die Mängelbeseitigung erfolgt, nach Wahl von Avira, durch kostenlose Nachbesserung oder Ersatzlieferung.
    7. Nur wenn die Mängel nicht innerhalb einer angemessenen Frist behoben werden können oder Nachbesserung und Ersatzlieferung aus anderen Gründen als fehlgeschlagen gelten, kann der Kunde nach seiner Wahl die Lizenzgebühr mindern oder – wenn die Mängel nicht unerheblich sind – vom Vertrag zurücktreten.
    8. Die Nachbesserung oder Ersatzlieferung gilt nur als fehlgeschlagen, wenn Avira ausreichend Gelegenheit zur Durchführung der Nachbesserung oder Ersatzlieferung gegeben wurde, ohne dass diese das gewünschte Ergebnis erzielt hat, oder wenn die Nachbesserung oder Ersatzlieferung ungerechtfertigterweise von Avira verweigert wurde. Ist die Mängelbeseitigung durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung für Avira mit unangemessen hohen Kosten verbunden, kann Avira die Mängelbeseitigung verweigern und den Kunden auf sein Recht zum Rücktritt vom Vertrag oder Kündigung des Vertrags verweisen.
    9. In keinem Fall ist der Kunde berechtigt, in Bezug auf irgendwelche Mängel den Quellcode für das Computerprogramm und/oder die Managed Services zu verlangen.
    10. Der Kunde teilt Avira unverzüglich mit, wenn ein Dritter Ansprüche aus einer Verletzung von geistigen Eigentumsrechten durch das Produkt und/oder die Managed Services („Rechtsmangel“) gegen den Kunden geltend macht. Gibt es in dieser Hinsicht schriftliche Dokumente oder Korrespondenz, stellt der Kunde Avira diese unverzüglich zur Verfügung.
    11. Gewährleistungsansprüche des Kunden für Mängel des von Avira zur Verfügung gestellten Produkts verjähren ein Jahr nach Lieferung des von Avira zur Verfügung gestellten Produkts an den Kunden. Dies gilt auch, wenn der Mangel vom Kunden erst zu einem späteren Zeitpunkt entdeckt wurde.
  11. Schadenersatzpflicht
    1. Avira haftet nur für direkte und/oder indirekte Schäden des Kunden, die aus einem grob fahrlässigen oder vorsätzlichen Fehlverhalten von Avira entstehen.
    2. Avira haftet nicht für Handlungen und/oder Unterlassungen seiner Erfüllungsgehilfen.
  12. Eigentumsvorbehalt, Sicherungsübereignung
    Wird dem Kunden ein Produkt von Avira gegen Zahlung und dauerhaft zur Verfügung gestellt, gelten die folgenden Bedingungen:
    1. Avira behält bis zur vollständigen Bezahlung das Eigentum an den gelieferten Produkten und Sachen, die Bestandteil der Services sind, vor. Die Bestimmungen dieser Bedingungen, nach denen der Kunde kein Eigentum erwirbt, bleiben hiervon unberührt.
    2. Veräußert der Kunde die von Avira bereitgestellten Produkte und Services vor Zahlung des Entgeltes durch den Kunden an Avira, sind sich der Kunde und Avira darüber einig, dass die auf der Weiterveräußerung beruhenden Forderungen an Avira zur Sicherung des Anspruchs auf Zahlung des Entgeltes abgetreten sind. Werden die Produkte und Services zusammen mit anderen Gegenständen überlassen, so beschränkt sich die Abtretung der mit dem Entgelt verbundenen Forderungen auf den Wert der Avira Produkte und Services. Avira kann die Abtretung offenlegen oder fordern, dass der Kunde den Schuldner von dieser Abtretung in Kenntnis setzt. Der Kunde wird die Forderungen – sofern noch immer erforderlich – jederzeit auf Wunsch von Avira formgültig abtreten.
    3. Die Geltendmachung des Eigentumsvorbehalts durch Avira bedeutet keinen Rücktritt vom Vertrag, es sei denn, Avira teilt dies dem Kunden ausdrücklich mit.
    4. Das Recht des Kunden auf weitere Nutzung der Produkte und Services erlischt bei der Geltendmachung des Eigentumsvorbehalts durch Avira. Alle vom Kunden für den eigenen Gebrauch hergestellten Sicherungskopien müssen Avira übergeben oder durch den Kunden gelöscht werden.
  13. Verschiedenes
    1. Sind oder werden einzelne Bestimmungen dieser Bedingungen unwirksam oder undurchsetzbar, berührt dies nicht die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen.
    2. Handelt es sich bei dem Kunden um einen Unternehmer, ist der eingetragene Sitz von Avira Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag und diesen Bedingungen. Avira behält sich das Recht vor, den Kunden an seinem Geschäftssitz zu verklagen.
    3. Diese Bedingungen und alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang damit unterliegen ausschließlich dem Recht der Schweiz, unter Ausschluss der Bestimmungen des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf vom 11. April 1980 (CISG).
    4. Der Kunde erwirbt in eigener Verantwortung und auf eigene Kosten alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen für Transport, Erwerb und Nutzung der Produkte und/oder Services im Bestimmungsland.
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