Donnerstag, 2. November 2006

Neue Spam-Welle: Geldwäscher locken mit lukrativen Jobangeboten

Avira warnt vor deutschsprachigen Spams, mit denen Mittelsmänner für dubiose Geldtransaktionen gesucht werden

Tettnang, 2. November 2006 - Die Sicherheitsexperten von Avira melden, dass seit kurzem wieder vermehrt gefälschte Jobangebote per Email im Umlauf sind. Die getürkten Stellenausschreibungen tauchen neben Englisch nun auch in sehr gutem Deutsch auf. Zu erkennen sind die Spam-Emails an Betreffzeilen wie „Bis zu 4000 Euro Nebenverdienst“ und an Texthinweisen auf Heimarbeit, die einen Email- nebst Internetzugang und ein Girokonto erfordern. Computeranwender sollten beim Erhalt dieser Emails besonders vorsichtig sein und nicht darauf reagieren. Denn hinter den lukrativ klingenden Verdienstmöglichkeiten stecken nicht etwa Nebenjobs oder ein Ausweg aus Hartz 4, sondern organisierte Kriminelle, die hauptsächlich Helfer zur Geldwäsche suchen.

Das Konzept der Betrüger ist einfach: Damit der Weg des Geldes für Polizei und Behörden nicht nachvollziehbar ist, werden über authentisch wirkende Jobanzeigen per Email unwissende Mittäter gesucht. Diese Angebote versprechen attraktive Karrierechancen und ködern Jobsuchende mit geringem Zeitaufwand bei sehr guter Bezahlung. Hinter der einfachen Internet-Beschäftigung steckt stattdessen oft eine strafbare Tätigkeit als Mittelsmann: Nach Abzug einer „Vermittlungsprovision“ verschiebt er unwissentlich das Geld abgephishter Bankkonten per Bargeldtransfer an ausländische Empfänger. Hierzu wird das persönliche Girokonto des Arbeitssuchenden benötigt, auf dem das zuvor durch Phishing erbeutete Geld überwiesen wurde.

„Wer dringend Geld braucht, fällt leicht auf derartig lukrative Angebote herein und wird damit nichts ahnend zum Opfer betrügerischer Machenschaften“, weiß Tjark Auerbach, Geschäftsführer und Gründer von Avira, aus seiner langjährigen Erfahrung im Sicherheitsmarkt. „Leider wird es zunehmend schwieriger, seriöse Angebote von betrügerischen zu unterscheiden. Wir raten deshalb dringend, bei Stellenausschreibungen mit utopischen Versprechungen misstrauisch zu werden und Nachrichten, die einen Geldtransfer erfordern, zu ignorieren oder am besten sofort zu löschen.“

„Auch wenn die englischen und deutschen Spam-Emails von verschiedenen Anbietern zu kommen scheinen, ist auffällig, dass sie alle nach dem gleichen Schema aufgebaut sind, auf ähnliche Websites führen und nach Jobinteressierten ab einem Alter von 21 Jahren suchen – nach Bewerber-Qualifikationen wird in den Stellenausschreibungen nicht gefragt“, so der Sicherheitsexperte der deutschen Softwareschmiede weiter. „Während derartige Anzeigen früher noch sehr dilettantisch waren, sehen sie mittlerweile echten Jobangeboten täuschend ähnlich. Auf Stellenangebote per Email sollten Internet-User daher nur reagieren, wenn sie von einer Jobbörse stammen, bei der man sich zuvor registriert hat und deren Links auf den dazugehörigen Website-Stellenmarkt führen. Doch auch dabei sollten Anwender vorsichtig sein, denn selbst die Absender-Adresse einer solchen Email könnte gefälscht sein.“

Beispiele solcher Spam-Emails sind zu finden unter:
http://www.avira.com/images/content/images/spam_german_small.gif

Über Avira

Avira ist ein weltweit führender Anbieter selbst entwickelter Sicherheitslösungen für den professionellen und privaten Gebrauch. Das Unternehmen gehört mit mehr als zwanzigjähriger Erfahrung zu den Pionieren in diesem Bereich.

Der Sicherheitsexperte unterhält mehrere Unternehmensstandorte in Deutschland und pflegt Partnerschaften in Europa, Asien und Amerika. Im Hauptsitz in Tettnang am Bodensee beschäftigt Avira als einer der größten regionalen Arbeitgeber mehr als 180 Mitarbeiter. Weltweit sind über 250 Personen tätig, deren Einsatz immer wieder durch Auszeichnungen bestätigt wird. Ein signifikanter Sicherheitsbeitrag ist Avira AntiVir Personal, das millionenfach bei Privatanwendern im Einsatz ist.

Zu den nationalen und internationalen Kunden zählen namhafte börsennotierte Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen und öffentliche Auftraggeber. Neben dem Schutz der virtuellen Umgebung kümmert sich Avira durch Fördern der Auerbach Stiftung um mehr Schutz und Sicherheit in der realen Welt. Die Auerbach Stiftung des Firmengründers fördert gemeinnützige und soziale Vorhaben sowie Kunst, Kultur und Wissenschaft.


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Über Avira

Avira schützt Menschen in der vernetzten Welt ‒ und gibt allen die Möglichkeit, ihr digitales Leben zu verwalten, zu schützen und zu optimieren. Aviras Angebot erstreckt sich auf ein Portfolio aus Sicherheits- und Leistungsanwendungen für Windows, Android, Mac und iOS. Unsere Schutztechnologien ergänzen wir außerdem durch OEM-Partnerschaften. Immer wieder stehen unsere Sicherheitslösungen an der Spitze von unabhängigen Tests zur Erkennung, Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Avira ist ein Unternehmen in Familienbesitz mit 500 Mitarbeitern. Hauptsitz ist Tettnang am Bodensee mit weiteren Niederlassungen in Rumänien, Indien, Singapur, China, Japan und den USA. Ein Teil der Einnahmen von Avira kommt der Auerbach Stiftung zugute, die Bildungsinitiativen sowie Kinder und Familien in Not unterstützt. Weitere Informationen zu Avira finden Sie unter www.avira.de