Dienstag, 17. Februar 2009

Illegaler Datenhandel: 63 Prozent glauben laut Avira-Umfrage nicht an Einzelfälle

Nur fünf Prozent der Befragten sorgen sich nicht um die Sicherheit ihrer Daten, jeder Vierte fordert die gesetzliche Informationspflicht vonseiten der Unternehmen bei Datenverlusten

Tettnang, 17. Februar 2009 – "Hiermit stimme ich zu, dass meine Daten an Partnerunternehmen weitergegeben werden" - ein gängiger Satz, der häufig in Gewinnspielen, Verträgen für Fitnesscenter oder für Kundenkarten von Kaufhäusern und Tankstellen auftaucht. Einmal unterschrieben kann so ein Vertrag folgenreich sein: Unerbetene Werbeanrufe, Prospekte oder im schlimmsten Fall sogar illegale Kontoabbuchungen.

In den letzten Monaten häuften sich die Hiobsbotschaften über den illegalen Handel mit privaten Adressen. Die Kontodaten von schätzungsweise 20 Millionen Deutschen wurden illegal gehandelt, zahlreiche Callcenter gerieten ins Visier der Ermittler, Verbraucherschützer schlugen Alarm. So fordern 25 Prozent der Internetnutzer schärfere Gesetze gegen den Datenhandel, lediglich fünf Prozent der Verbraucher sorgen sich nicht um ihre persönlichen Angaben und meinen, dass derartige Vorfälle die Ausnahme darstellen. Fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) glauben, dass das illegale Geschäft mit personenbezogenen Daten kein neues ist und bereits in der Vergangenheit florierte – mit dem einzigen Unterschied, dass die Vorfälle bisher nicht an die Öffentlichkeit gerieten. Dies ergab eine aktuelle Avira-Befragung von 4.756 Besuchern der Webseite www.free-av.de.

Doch was sind nun personenbezogenen Daten, wo entstehen sie und wie werden sie verwertet? „Laut EU-Datenschutz-Richtlinie sind personenbezogene Daten alle Informationen über eine bestimmte oder bestimmbare natürliche Person“, erklärt Rainer Witzgall, Executive Vice President bei Avira. „Fast alle elektronischen und nicht-elektronischen Datenspuren, die wir im täglichen Leben hinterlassen, zählen zu diesen geschützten personenbezogenen Daten.“ In der digitalen Welt wird es immer schwieriger, keine Spuren zu hinterlassen – sei es mit dem Mobiltelefon, der Kundenkarte oder allgemein beim Surfen im World Wide Web. Der Datenhandel ist ein sensibler Bereich, der oft tief in die Privatsphäre von Bürgern eindringt und gleichzeitig von fehlender Transparenz geprägt ist. Der sensible Umgang mit Daten ist ein firmeninterner Prozess mit wenig Sichtbarkeit nach außen und entsprechend eingeschränkter Kontrollierbarkeit.

Optimistische sieben Prozent der Nutzer bleiben jedoch weiterhin gutgläubig und halten die Datenskandale für Einzelfälle, die in Zukunft durch schärfere Gesetze unterbunden werden sollten. „Angesichts der immer größer werdenden Möglichkeiten der Datensammlung und –analyse sind abgestimmte Vorgehen vonnöten, damit die Privatsphäre nicht zum Opfer technischer Entwicklungen und wirtschaftlicher Interessen wird“, fordert Witzgall. „Eine Kombination aus rechtlichem Schutz, aufgeklärten Konsumenten und sich selbst beschränkender Unternehmen wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

Über Avira

Avira schützt Menschen in der vernetzten Welt ‒ und gibt allen die Möglichkeit, ihr digitales Leben zu verwalten, zu schützen und zu optimieren. Aviras Angebot erstreckt sich auf ein Portfolio aus Sicherheits- und Leistungsanwendungen für Windows, Android, Mac und iOS. Unsere Schutztechnologien ergänzen wir außerdem durch OEM-Partnerschaften. Immer wieder stehen unsere Sicherheitslösungen an der Spitze von unabhängigen Tests zur Erkennung, Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Avira ist ein Unternehmen in Familienbesitz mit 500 Mitarbeitern. Hauptsitz ist Tettnang am Bodensee mit weiteren Niederlassungen in Rumänien, Indien, Singapur, China, Japan und den USA. Ein Teil der Einnahmen von Avira kommt der Auerbach Stiftung zugute, die Bildungsinitiativen sowie Kinder und Familien in Not unterstützt. Weitere Informationen zu Avira finden Sie unter www.avira.de