Mittwoch, 23. April 2008

Internet am Arbeitsplatz: Jeder Sechste surft trotz Verbotes

Avira-Umfrage: 70 Prozent der befragten Mitarbeiter erledigt private Dinge über den Internetzugang am Arbeitsplatz, 15 Prozent widersetzen sich damit dem ausdrücklichen Verbot des Arbeitgebers

Tettnang, 23. April 2008 – Private Emails an die Freundin, die Planung des Sommerurlaubs, Online-Shopping: Und das alles während der Arbeitszeit. „Was ist schon dabei?” scheinen sich 70 Prozent der deutschen Arbeitnehmer zu denken und nutzen das Internet im Büro für private Zwecke. 36 Prozent erklären: „Klar, das darf bei uns jeder!” Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Sicherheitsumfrage von Avira. Der deutsche IT-Sicherheitsexperte hat im Februar 2.918 Besuchern seiner Webseite www.free-av.de die „Gewissensfrage des Monats“ gestellt: „Hand aufs Herz, surfen Sie privat am Arbeitsplatz?“

Internet und Email sind aus dem Arbeitsalltag vieler Mitarbeiter nicht mehr wegzudenken. Von Recherchen bis hin zu dienstlichem Briefverkehr ersetzen die Möglichkeiten des Internets zunehmend die herkömmliche Kommunikation. Da ist die Verlockung groß, das World Wide Web auch für private Zwecke zu nutzen. So surft laut Avira-Umfrage jeder Fünfte am Arbeitsplatz „hin und wieder, aber maximal 30 Minuten am Tag”, um beispielsweise Emails an Freunde zu schreiben, oder persönliche Dinge zu recherchieren. Private Internetnutzung im Büroalltag ist durchaus verbreitet und weitgehend geduldet. „Für die Unternehmen gestaltet es sich schwierig, das private Surf-Verhalten zu unterbinden”, erläutert Tjark Auerbach, Gründer und Geschäftsführer von Avira. „Viele Arbeitsschritte werden mittlerweile via Internet erledigt. Ein Surf-Verbot würde sich darüber hinaus negativ auf das Betriebsklima auswirken.” Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Arbeitgeber relevante Seiten wie die der Email-Provider gesperrt habe. Fast ein Viertel der Befragten akzeptiert jedoch das Verbot des Arbeitgebers und unterlassen die private Internetnutzung am Arbeitsplatz.

Das Internet stellt inzwischen die größte Ablenkung am Arbeitsplatz dar – nach den jüngsten Forschungsergebnissen von Mind Lab International kann die private Internetnutzung wider Erwarten jedoch die Produktivität von weiblichen Arbeitnehmern erhöhen:  Demnach brauchen Frauen während eines Arbeitstages nur zehn Minuten private Internetnutzung, um sich kurz zu erholen und die geistige Leistungsfähigkeit wieder herzustellen.

„Um das Spannungsfeld Arbeitnehmer contra Arbeitgeberinteresse zu lösen, sollten einheitliche Regelungen getroffen werden”, schlägt Auerbach daher vor. „Dabei muss vor allem geklärt werden, ob die private Nutzung von Web und Email generell zulässig ist, und wenn ja, in welchem Rahmen. Hier bietet sich das Abschließen einer Betriebsvereinbarung oder Internetrichtlinie an.“

Über Avira

Avira schützt Menschen in der vernetzten Welt ‒ und gibt allen die Möglichkeit, ihr digitales Leben zu verwalten, zu schützen und zu optimieren. Aviras Angebot erstreckt sich auf ein Portfolio aus Sicherheits- und Leistungsanwendungen für Windows, Android, Mac und iOS. Unsere Schutztechnologien ergänzen wir außerdem durch OEM-Partnerschaften. Immer wieder stehen unsere Sicherheitslösungen an der Spitze von unabhängigen Tests zur Erkennung, Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Avira ist ein Unternehmen in Familienbesitz mit 500 Mitarbeitern. Hauptsitz ist Tettnang am Bodensee mit weiteren Niederlassungen in Rumänien, Indien, Singapur, China, Japan und den USA. Ein Teil der Einnahmen von Avira kommt der Auerbach Stiftung zugute, die Bildungsinitiativen sowie Kinder und Familien in Not unterstützt. Weitere Informationen zu Avira finden Sie unter www.avira.de