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Update: WhatsApp ändert Nutzungsbedingungen: Das müssen Sie wissen!

UPDATE 17.05.2021

Seit dem 15. Mai ist es soweit – WhatsApp setzt seine neuen Datenschutz-Bestimmungen um. Urspünglich sollten diese bereits Anfang des Jahres in Kraft treten, allerdings wurde der ursprüngliche Termin dann dank heftiger Kritik um drei Monate nach hinten verschoben. Geändert hat sich allerdings nichts – außer dass mittlerweile viele, die sich vor ein paar Monaten noch über das Thema aufgeregt haben, vergessen haben dürften, dass sie WhatsApp den Rücken zukehren wollten.

Was passiert wenn Sie die WhatsApp Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien nicht annehmen?

Zuerst einmal passiert gar nichts. Laut WhatsApp „werden aufgrund der Aktualisierung am 15. Mai weder Accounts gelöscht, noch die Funktionalität von WhatsApp eingeschränkt.“ Doch irgendwann wird die Erinnerung, dass man die neuen Nutzungsbedingungen annehmen soll dann permant angezeigt. Ab diesem Zeitpunkt wird die Nutzung Ihres WhatsApp-Accounts dann stark eingeschränkt werden. Laut der FAQ von WhatsApp wird man dann

  • nicht mehr auf die Chatliste zugreifen können.
  • trotzdem eingehende Sprach- und Videoanrufe entgegennehmen können.
  • bei aktivierten Benachrichtigungen auf diese tippen können, um eine Nachricht zu lesen oder zu beantworten.
  • über die Benachrichtigungen auch zurückrufen können, wenn man einen Sprach- oder Videoanruf verpasst hat

Nachdem die Funktionalität dann einige Wochen so eingeschränkt sein wird, kann man irgendwann keine Anrufe oder Benachrichtigungen mehr erhalten, weil WhatsApp diese einfach nicht mehr ans Handy weiterleitet.  Was der Messenger übrigens nicht tun wird, ist Ihren Account löschen. Wieso auch: die Daten, die dort gesammelt sind, sind für Facebook schließlich Gold wert.

Am besten eine WhatsApp-Alternative suchen

Auch die Verbraucherzentralen haben sich bereits ausführlich mit diesem Thema beschäftigt und empfehlen generell solche Messenger zu verwenden, die weder Nachrichteninhalte noch andere Daten ihrer Nutzer zu Werbezwecken verwenden oder an andere Unternehmen weitergeben. Eine gute Übersicht über aktuelle Messenger und ihre Vor- und Nachteile können Sie hier finden.

 

Eigentlicher Artikel: 

Sie haben es vielleicht bereits bemerkt: Wenn Sie WhatsApp öffnen, erscheint ein Popup, das Sie auf die aktualisierten Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien des Messengers aufmerksam macht. Diesen muss man zustimmen – und zwar bis zum achten Februar, zumindest wenn man WhatsApp weiter benutzen möchte.

Was ändert sich bei WhatsApp?

Das Facebook einen intensiveren Datenaustauch mit WhatsApp möchte war vorauszusehen, dürfte aber bei vielen für ein mulmiges Gefühl sorgen. Schließlich handelt es sich bei den Chats, die man im Messenger führt, oft um sehr private Themen, die man nicht unbedingt mit einem Unternehmen wie Facebook und seinen Werbepartnern teilen möchte – vor allem weil das soziale Netzwerk nicht für seinen sorgsamen Umgang mit Daten bekannt ist.

Deswegen wird das Popup, das seit einigen Tagen im Messenger auftaucht, dem ein oder anderen durchaus Sorgen bereiten: Muss man die App jetzt verlassen, wenn man nicht will, dass seine Daten wer weiß wo landen?

Popup, das zurzeit im Whatsapp-Messenger auftaucht

Zum Glück gibt es vorerst keinen Grund zur Panik: Laut Niamh Sweeney von WhatsApp wird sich in der EU (und Großbritannien) erst einmal nichts ändern. Hier soll lediglich klarer formuliert worden sein, wie und warum Daten verarbeitet werden. Außerdem solle es Informationen darüber geben, wie Unternehmen, die den Messenger nutzen um mit ihren Kunden zu kommunizieren, Chats verwalten und speichern können.

Was bedeutet die Änderung für Sie?

Soweit so gut: Erst mal ändert sich also nichts. Facebook wird über WhatsApp also wie zuvor auch Daten zum folgenden Zweck erheben:

  • Um weltweit schnelle und zuverlässige Messaging- und Telefondienste zur Verfügung zu stellen und nachvollziehen, wie Dienste und Funktionen von den Benutzern angenommen werden,
  • Um Sicherheit und den Schutz für WhatsApp und die Produkte der Facebook-Unternehmen zu gewährleisten, indem Spam-Accounts entfernt und missbräuchliche Aktivitäten unterbunden werden,
  • Um das WhatsApp Erlebnis mit den Produkten der Facebook-Unternehmen zu verbinden.

Mehr ist wegen der DSGVO zumindest momentan auch gar nicht möglich. Wenn Sie also in der EU wohnen, ändert sich für Sie erst mal gar nichts. Anders sieht es für den Rest der Welt aus. Hier sollen Daten unter anderem auch dafür genutzt werden, um Werbeanzeigen im sozialen Netzwerk zu personalisieren.

Doch was bedeutet das jetzt konkret für Sie? Sollen Sie die neuen Richtlinien annehmen? Sie abzulehnen bedeutet schließlich, auch WhatsApp nicht mehr weiter nutzen zu können. Diese Entscheidung wird Ihnen niemand abnehmen können – letzten Endes kommt es darauf an, wie sehr sie WhatsApp und damit auch Facebook vertrauen, denn eine 100%ige Gewissheit was mit den Daten passiert, hat wohl keiner.

Sollten Sie sich übrigens dazu entscheiden, den Messenger zu wechseln, gibt es jede Menge Alternativen. Schauen Sie am besten nach, welche Ihren Ansprüchen am ehesten gerecht wird.

PR & Social Media Manager @ Avira |Gamer. Geek. Tech addict.