The Giveaway / Werbegeschenke

Werbegeschenke: Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Werbegeschenke sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen – ob nun absichtlich oder aus Versehen. Auch hier kommt der Spruch „Es ist nicht alles Gold, was glänzt.“ zum Tragen. Wie in einem Fall des Mobilfunkanbieters O2 nun bekannt wurde, befanden sich in den zuletzt an britische Firmenkunden verschickten USB-Stiften ein Windows-spezifischer Virus.

Werbegeschenke – und ihre möglichen Auswirkungen

Im Fall von O2 traf es nun vor allem ihre Businesskunden, die den Schaden haben, auch wenn O2 diese bereits einen Tag später per E-Mail über den Vorfall informiert hat. Dennoch müssen sie dafür Sorge tragen, dass die Mitarbeiter besagte USB-Stifte nicht einsetzen und – falls es schon geschehen ist – die Rechner entsprechend vom Netz nehmen, Daten sichern und die PCs bereinigen. Auch für Mitarbeiter, die den Stift in Ruhe ausprobieren wollten und ihn auf den heimischen Rechnern eingesetzt haben, ist jede Menge „Spaß“ vorprogrammiert. Doch es muss nicht nur einen selbst betreffen. Im Fall von O2 geht der Virus noch perfider vor: Sollte er auf Computern landen, die als Webserver genutzt werden, kann der Virus laut theregister.co.uk auch die Besucher der Webseite angreifen.

Das Angebot von mehr oder weniger attraktiven Werbegeschenken ist nur eine weitere Masche von Cyberkriminellen, um sowohl an private wie auch geschäftliche Daten heran zu kommen. Hierbei kann durch elektronische Artikel alles Mögliche übertragen werden: Keylogger, Malware, Trojaner oder gar Ransomware sind nur einige Beispiele, mit denen sich Unternehmen wie auch Privatpersonen dann herumschlagen müssen.

In einem Beitrag von 2011 beschreibt der Microsoft TechNet-Blog einen Test, wie so etwas funktionieren kann. Hier wurde als Werbegeschenk eine ‚trojanische Maus‘ genutzt.

Elie Bursztein, Team Lead für Anti-Fraud und Abuse Research bei Google, hat in einer kürzlich durchgeführten Studie auch herausgefunden, dass nicht nur Werbegeschenke gefährlich für Unternehmen werden können. Im Test wurden USB-Sticks „verloren“ um zu prüfen, wie viele von ihnen tatsächlich aufgehoben wurden – und bei wie vielen der USB-Sticks Dateien angeklickt wurden. Ca. 98% aller „verlorenen“ USB-Sticks wurden aufgehoben und erschreckende 45% dieser USB-Sticks telefonierten nach Hause – sprich wurden angeklickt. Das ist gefährlich für Unternehmen wie auch Privatpersonen gleichermaßen.

Also Obacht: Es ist nicht alles Gold, was glänzt!

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

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