Weiteres Google+-Datenleck – 52,5 Millionen Nutzeraccounts gefährdet

Google+ – Googles Versuch Facebook mit einem eigenen Netzwerk zu schlagen, ging ziemlich in die Hose. Es hatte im Oktober dann allerdings doch seinen Facebook-Moment – auch wenn dieser wahrscheinlich nicht ganz so glorreich ausfiel wie erhofft: Es ging schließlich um ein Datenleck mit 500 000 betroffenen Accounts. Dieses Leck führte auch dazu, dass Google sich kurzfristig dazu entschloss die Pforten des Netzwerks im August 2019 zu schließen.

Nun macht ein neuer Bug die Situation noch schlimmer: Die Privatsphäre von 52 Millionen Nutzern war gefährdet.

52,5 Millionen Google+-Profile einsehbar

Genau wie der letzte Bug findet auch der neue seinen Ursprung in der Google+-API. Laut einem Blogeintrag wird der Vorfall noch untersucht, einige Informationen wurden aber dennoch bereits preisgegeben.

Der Bug sorgte dafür, dass App-Entwickler über die API mehr Nutzerinformationen anfordern konnten als eigentlich freigegeben waren. Das bedeutet, selbst wenn der Nutzer Angaben als privat bzw. nicht öffentlich markiert hatte, waren sie abgreifbar. Das beinhaltete Daten wie Namen, Email-Adresse, Beruf und Alter (die vollständige Liste kann hier eingesehen werden). Zum Glück waren Infos wie die Nationale Identifikationsnummer, Passwörter, finanzielle Daten und ähnlich sensible Daten nicht betroffen.

Keine Daten missbraucht

Die Informationen waren für sechs Tage abrufbar, bevor Google den Fehler letzten Endes patchte. Nichtsdestotrotz scheint es, als ob das Leck keinem Entwickler aufgefallen ist und so auch keine Informationen missbraucht wurden.

Das Ganze hatte dennoch Konsequenzen: Google entschloss sich dazu, alle Google+-Schnittstellen in den nächsten 90 Tagen aus dem Verkehrt zu ziehen. Es wurde zudem angekündigt, dass die Schließung von Google+ von August auf April 2019 vorgezogen werden soll.

 

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