Vermeintlicher Ad-Blocker bombardiert User mit Werbung

Absolute Vorsicht ist vor der Android-App „Ads Blocker“ geboten, die über Dritt-Stores installiert werden kann. Dahinter verbirgt sich eine Malware. Die nimmt sich viele Freiheiten und überschüttet den Nutzer mit pornografischer Werbung – los wird man die App nur schwer.

Ad Blocker machen das Leben eigentlich einfacher: Sie entfernen aufdringliche Werbung und verhindern das Tracking zu Marketing-Zwecken auf Webseiten und in Apps.

Bei „Ads Blocker“ – der nur in Dritt-Stores erhältlich ist – sieht die Sache aber anders aus: Sobald die Malware installiert ist, wird der Nutzer praktisch mit Werbung bombardiert. Damit steht die App nicht alleine da, denn es gibt mittlerweile einige Malware, die betrügerische Werbung anzigen.

Ads Blocker gibt sich besonders hartnäckig

Was Ads Blocker so besonders macht: Das Programm benutzt verschiedene Tricks um dem Nutzer soviel Werbung wie möglich zu zeigen. Zum einen fragt die App etwa nach der Erlaubnis die Inhalte auch über anderen Apps anzuzeigen.

Als nächstes versucht die Malware ein Widget auf dem Homescreen einzurichten. Zu guter letzt wird auch noch eine VPN-Verbindung eingerichtet, mit der die Malware den Netzwerk-Traffic überwachen kann.

Durch die VPN-Verbindung ist Ads Blocker im Hintergrund immer geöffnet. Mit der Fähigkeit, die Inhalte auch über anderen Apps darzustellen, sind der Malware praktisch keine Grenzen gesetzt, was die Anzeige von Werbung – meist Spam oder Porno – angeht.

Löschen ist nur über Umwege möglich

Da Ads Blocker kein App-Icon besitzt, lässt sich die Malware nur schwer entfernen. Bei den App-Einstellungen und der Benachrichtigung tarnt sich die App durch einen weißen Kasten über dem „Ads Blocker“-Eintrag.

Momentan weiß noch keiner genau, wer die Malware vertreibt. Bislang ist die App vor allem in Nordemerika und Europa aufgetreten. Sicherheitsexperten haben bislang mehr als 1.800 Infizierungen entdeckt – die tatsächliche Anzahl dürfte deutlich höher liegen.