Unechte Filme von Torrentseiten infizieren PCs, injizieren gefälschte Inhalte

Es gibt kaum etwas entspannenderes als an einem verschneiten Winternachmittag auf der Couch zu sitzen, einen warmen Kakao zu schlürfen und sich einen Film anzusehen. Aber halt – der Streifen den man sehen will ist weder auf Amazon Prime noch auf Netflix verfügbar? Mist, was nun? Die Lösung liegt für viele auf der Hand: Man kann ihn ja noch per Torrent herunterladen.

Das illegale Herunterladen von Filmen von großen Torrenseiten ist trotz ausreichender legaler Alternativen immer noch sehr gebräuchlich. Man vergisst gut und gerne, dass man dafür richtig Ärger bekommen kann und dass es mit Risiken für den eigenen PC und die Onlinesicherheit verbunden ist. Ein einfacher Moviedownload kann eine Vielzahl an Problemen mit sich bringen – zum Beispiel einen infizierten PC mit Werbeinjektionen und mehr.

Gefälschte Suchergebisse und Spendebanner

Laut einem Artikel von BleepingComputer startet die Misere, wenn man einen Film von einer Torrentseite herunterlädt. Hat man Pech, befindet sich im Download nämlich gar kein Film sondern eine .LNK-Verknüpfung die, wenn man sie unvorsichtigerweise öffnen möchte, einen PowerShell-Befehl ausführt. Danach geht es aber erst so richtig los.

Zuerst einmal verändert die Malware Registry-Keys die dann dafür sorgen, dass der Windows Defender ausgeschaltet wird. Außerdem installiert sie eine Firefox-Erweiterung namens „Firefox Protection“ (denn wer würde jemals etwas deinstallieren, das Protection – also Schutz – im Namen hat) und übernimmt eine Chrome-Erweiterung namens „Chrome Media Router“.

Sobald Sie nun den Browser starten, macht sich die Malware an die Arbeit. Nachdem sie sich mit einer Online-Datenbank ausgetauscht hat, fängt sie unter anderem damit an eigene Suchergebnisse in Google-Suchen einzubinden und gefälschte Spendebanner auf Wikipedia anzuzeigen.

Bild: BleepingComputer

Generell ist das etwas, von dem Sie wirklich nicht wollen, dass es passiert: Wie sollen man schließlich die echten Suchergebnisse und Spendelinks von den gefälschten unterscheiden?

Was Sie tun können, um sich zu schützen

Nun – wenn Sie sich jetzt fragen, wie Sie sich vor dieser Malware schützen können ist die Antwort eigentlich relativ einfach: Laden Sie am besten keine Filme auf illegalem Weg herunter. Zusätzlich dazu ist es auch immer von Vorteil, wenn man ein gutes und auf dem neusten Stand gehaltenes Antivirusprogramm installiert hat.

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

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