Top 10 der aktuellen Web-Gefahren: So schützen Sie sich (Teil 2)

Im digitalen Zeitalter sind ausgebuffte Diebe nicht mehr auf Handtaschen oder Autos scharf: Sie haben die Daten und das Geld von Internet-Nutzern im Visier. Um sich zu schützen, beachten Sie folgende Tipps.

Gefahr 6: Sie sind nicht misstrauisch genug

Wenn Ihnen jemand im Internet etwas gratis anbietet oder besondere Gewinne verspricht, sollten bei Ihnen stets die Alarmglocken schellen.

Tipp: Vertrauen Sie nicht Internetseiten und Anbietern, sondern nur überprüfbaren Fakten, Sicherheiten und Garantien. Insbesondere bei diesen drei Angeboten sind Viele oft nicht kritisch genug:

  1. Gewinnspiele und Gutscheine: Statt zu gewinnen, erhalten Sie häufig große Mengen an unerwünschten Werbe-Mails und Werbeanrufen.
  2. Programme: Viele Programme sind nicht das, wonach sie aussehen. Die meisten sind Werbe- und Spionageprogramme, manche auch schlimme Schadprogramme (siehe Teil 1).
  3. Investitionen: Tagesgeldkonten, Rentenpapiere und Versicherungen bringen aktuell kaum noch Rendite. Doch wenn Sie auf Betrüger im Internet und deren hohe Renditeversprechen hereinfallen, verlieren Sie nicht nur den Inflationsausgleich, sondern Ihr ganzes eingesetztes Geld.
Gutscheine wie dieser sind zu gut um wahr zu sein. Fallen Sie nicht auf solche Tricks herein.

Gefahr 7: Ihre Webcam ist gehackt

Nur wenigen ist bewusst, dass Hacker sie über die Webcams am Desktop-PC, im Notebook und anderen Geräten wie Smartphones, Smart-TVs und Tablets beobachten können. Einbrecher könnten erfahren, wann Sie aus dem Haus gehen oder wo Sie Ihre Wertgegenstände aufbewahren. Über die Webcam lassen sich zudem Ihre Kontodaten und Passwörter ausspähen.

Tipp: Ziehen Sie Webcams mit USB-Anschluss einfach ab, wenn Sie diese nicht benötigen, oder drehen Sie die Kameras zur Zimmerdecke. Für fest eingebaute Kameras in Notebooks, Smartphones und Tablets verwenden Sie eine Webcam-Abdeckung (siehe Bild) oder kleben diese mit blickdichtem Klebeband einfach ab.

Mit so einer Webcam schützen Sie sich vor neugierigen Hackern, die Ihre Internet-Kamera kapern.

 Gefahr 8: Verkürzte Internetadressen

Kurze Webadressen (URLs), die zum Beispiel mit bit.ly, goo.gl oder t.co beginnen, trifft man im Internet immer häufiger an. Dahinter stecken Online-Dienste, die Ihren Browser beim Aufruf einer kurzen URL automatisch auf die dafür hinterlegte, lange Web-Adresse umleiten. Das erspart dem Nutze das Eintippen von ellenlangen Internet-Adressen. Die Kurz-URLs lassen sich aber auch missbrauchen, denn die dahinterstehende Adresse ist nicht erkennbar. So könnten Sie Online-Kriminelle etwa auf Phishing-Seiten lotsen, um dort Zugangsdaten und Passwörter abzugreifen.

Tipp: Überprüfen Sie unbedingt die Adressen, bevor Sie diese aufrufen. Kopieren Sie die kurze URL einfach mit der Tastenkombination STRG + C in die Zwischenablage, öffnen Sie die Seite www.checkshorturl.com, klicken Sie ins Eingabefeld und fügen die Adresse mit STRG + V ein. Klicken Sie dann auf Expand, sehen Sie die vollständige Adresse. Gut zu wissen: Offizielle Adressen enden (!) immer mit der offiziellen Domain des jeweiligen Unternehmens, also zum Beispiel auf „paypal.com“ und nicht auf „paypal-sicher.to“. Wichtig ist, dass die offizielle Domain das Ende der Adresse bildet und nicht zwischendrin oder am Anfang.

Prüfen Sie verkürzte Adressen aus unsicheren Quellen erst, bevor Sie die dahinterstehenden Seiten öffnen.

Gefahr 9: Ihre mobilen Geräte sind nicht ausreichend geschützt

Ihr Smartphone schützen nur rund die Hälfte aller PC-Nutzer mit einem Antiviren-Programm. Dabei gibt es für Smartphones mit Android-Betriebssystem mittlerweile viel mehr Schadprogramme, als für Windows-PCs.

Tipp: Schützen Sie auch Ihr Smartphone mit Android-Betriebssystem durch ein Antiviren-Programm. Zum Bespiel mit „Avira Total Security-Free Antivirus & Protection“, dass Sie gratis im Google Play Store finden. Ohne Antiviren-Schutz besteht nicht nur die Gefahr, dass Ihr Smartphone verseucht wird, sondern darüber auch Ihr Windows-PC. Zum Beispiel wenn Sie Ihr Smartphone zum Übertragen von Daten an den PC aschließen oder sich per WLAN mit ihm verbinden.

Schützen Sie Ihr Smartphone vor Viren, profifiert auch Ihr Computer davon.

Gefahr 10: Veralteter Browser

Neue Funktionen, die den Surf-Alltag spürbar verbessern, gibt es durch Browser-Updates zwar nur noch selten. Aber fast jede Aktualisierung beseitigt Fehler und schließt Sicherheitslücken. Achten Sie also auf Update-Hinweise. Ein Browser auf dem neusten Stand ist der beste Schutz vor windigen Internetseiten, die Ihren Computer mit Schadprogrammen infizieren wollen. Das müssen Sie wissen:

  • Microsoft Internet Explorer und Edge aktualisiert Microsoft automatisch über die Update-Funktion von Microsoft. Den Internet-Explorer sollten Sie aber nicht mehr einsetzen, er ist technisch veraltet.
  • Chrome aktualisiert sich von alleine. Zur Kontrolle klicken Sie oben rechts auf die „Drei Punkte“. Anschließend folgen Klicks auf „Hilfe“ und „Über Google Chrome“, um eine manuelle Suche nach Updates anzustoßen.
  • Firefox bringt sich ebenfalls automatisch auf den neusten Stand. Check: Klicken Sie oben rechts auf die „drei waagerechten Striche“, dann im Aufklappmenü auf Hilfe und auf Über Firefox.
Meldet Ihr Browser ein Update, sollten Sie diese unverzüglich installieren.