Top 10 der aktuellen Web-Gefahren: So schützen Sie sich (Teil 1)

Die Gefahren des Internets sind Ihnen bewusst und Sie bewegen sich im Internet entsprechend vorsichtig? Trotzdem sind Sie nicht sicher und es drohen Gefahren wie Schädlingsbefall und Betrug. Ändern Sie Ihr Verhalten und Sie sind sicher. Beachten Sie besonders folgende Tipps.

Viele Menschen fühlen sich im Internet unsicher und tappen in die eine oder andere Falle. Sie werden häufig Opfer von Cyberkriminellen und verlieren Daten oder Geld, oder gleich beides. Dieser Artikel zeigt Ihnen die 10 größten Gefahren, die auf Sie im Internet lauern – und wie Sie sich dafür schützen.

Gefahr 1: Sie denken, Sie sind kein lohnendes Ziel

Viele Nutzer denken „Ich bin doch kein interessantes Ziel für Kriminelle. Doch Cybergangster entscheiden nicht nach Wichtigkeit oder der Höhe des Bankkontos, sondern suchen gezielt nach Opfern, deren PCs Sicherheitslücken aufweisen. Halten Sie einen Angriff für ausgeschlossen, unterlassen Sie wichtige Schutzmaßnahmen und werden unvorbereitet getroffen.

Tipp: Sie mögen zwar Recht haben, dass sich Kriminelle nicht für Sie persönlich interessieren, aber sie interessieren sich definitiv für Ihre Daten und Ihr Geld.

Gefahr 2: Unsichere Internetseiten

Streng genommen müssen bereits seit 2003 in Deutschland Internetseiten, auf denen Besucher personenbezogene und sensible Daten eintippen können, den Datenverkehr verschlüsseln und so abgesichert sein. Achten Sie also auf das „https“ in der Adresszeile des Browsers (zum Beispiel https://www.amazon.de). In modernen Browsern signalisieren Sicherheitssymbole wie Schlösser oder grüne Punkte die sichere Verschlüsselung.

Tipp: Wenn Sie die Echtheit einer Internetseite überprüfen möchten, bevor Sie beispielsweise eine Bestellung durchführen, klicken Sie links von der Adresszeile auf die Schloss-Schaltfläche (siehe Bild). Anschließend signalisiert Ihnen der Browser, ob die Seite sicher ist oder nicht. Sollte das nicht der Fall sein, geben Sie auf der keine vertraulichen Informationen wie Zahlungsdaten oder Kennwörter ein.

Wenn Ihr Broser eine Internetseite als „sicher“ kennzeichnet, wie im Beispiel das Avira-Blog, ist das ein gutes Zeichen.

Gefahr 3: Verlockende Gratisprogramme

Fast alle Gratis-Tools kommen heutzutage entweder mit eingebauter Werbung oder versuchen mehr oder minder heimlich, weitere Programme aufzuspielen. Durch diese sogenannten Referals verdienen die Entwickler gutes Geld. Viele Anwender haben sich durch Gratisprogramme aber auch schon Schädlinge eingefangen.

Tipp: Installieren Sie nur unbedingt notwendige Programme. Je weniger Programme Sie installieren, umso geringer ist die Gefahr, sich einen Schädling einzufangen. Denken Sie auch daran, dass Windows umso langsamer wird, je mehr Programme Sie installieren.

Selbst für Experten ist es nicht einfach, seriöse von dubiosen Download-Seiten zu unterscheiden.

Gefahr 4: Sie passen beim Shoppen nicht auf

Nicht wenige Nutzer zahlen beim Online-Shopping immer noch per Vorauskasse oder Kreditkarte. Zudem werden betrügerische Angebote wie gefälschte Online-Shops oft nicht erkannt.

Tipp: Kaufen Sie nur bei zertifizierten Online-Shops mit einem der Prüfsiegel „EHI Online-Shop“, „Trusted Shop“ oder „TÜV Süd Safer Shopping“. Klicken Sie auf das jeweilige Logo, um sicherzugehen, dass es „echt“ ist. Zahlen Sie zudem nach Möglichkeit per Rechnung, Lastschrift oder PayPal.

Achten Sie beim Online-Shopping auf Gütesiegel wie „Trusted Shop“.

Gefahr 5: Sie sind zu freizügig mit persönlichen Informationen

Viele Anwender veröffentlichen im Web persönliche Informationen Daten wie Anschrift, Mail-Adresse, Telefonnummer oder selbst Informationen zu Krankheiten und Beziehungsstatus. Verbrecher verwenden diese Infos für diverse Betrügereien, beispielsweise den sogenannten Enkeltrick. Bei dem geben sich Betrüger als Verwandte aus und bitten um Geld. Obendrein durchstöbern Crawler-Programme das Netzt nach E-Mail-Adressen, um diese dann mit Werbe- und Betrugs Mails zu bombardieren. Nicht zuletzt nutzen Datensammler die Informationen zum Anlegen von persönlichen Datenprofilen.

Tipp: Geben Sie tunlichst keine bis wenig private Informationen im Internet preis. Ihre Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer sollten Sie niemals in einem Forum oder in sozialen Medien wie Facebook veröffentlichen.

Im zweiten Teil lesen Sie 5 weitere wertvolle Tipps, die die Sicherheit im Web verbessern.