Technische Probleme bei Amazon sorgen für Email-Datenleck

Die Cyberwoche läuft auf vollen Touren und der Black Friday steht unmittelbar bevor – so gut wie jeder ist in Kauflaune und bereit Geld auszugeben. Zu den großen Gewinnern werden auf jeden Fall Amazon und ähnliche Online-Shops gehören. Doch wo Sonne ist, ist auch Schatten: Cybergauner nutzen die Einkaufs-Hochzeit gezielt aus.

Wie Sie wahrscheinlich schon wissen, gibt es zum Glück einiges, was Sie tun können, um sicher zu bleiben. Schwieriger wird es, wenn große Firmen aufgrund von Datenlecks plötzlich Kundeninformationen ins Netz stellen – und genau das ist vor Kurzem bei Amazon passiert.

E-Mailadressen durchgesickert, kein weiterer Kommentar

Wenn Sie einen Account bei Amazon haben, kann es sein, dass Sie eine Mail bekommen haben in denen der E-Kommerz-Gigant davon in Kenntnis setzt, dass einige Emailadressen von Kunden frei einsehbar waren. Die Mail erklärt, dass dies auf einen technischen Fehler zurückzuführen sei, geht aber nicht weiter ins Detail. Laut Amazon ist das Problem bereits behoben. Das wars – es gibt keine weiteren Informationen.

Es scheint als ob alle Betroffenen kontaktiert wurden und auch, dass man sein Passwort nicht ändern muss. Aufgrund der mangelnden Informationen sind einige mit dieser Aussage aber nicht so wirklich zufrieden gestellt, was absolut verständlich ist.

  • Wer hatte Zugriff auf die frei einsehbaren Emailadressen?
  • Wie lange waren sie einsehbar?
  • Wieso waren sie überhaupt einsehbar (abgesehen davon, dass es sich um einen technischen Fehler gehandelt hat)?

Das sind nur einige der Fragen, die beantwortet werden sollten.

Nehmen Sie sich vor Phising-Mails in Acht

Technische Probleme die zu solchen Datenlecks führen, sind für Cyberkriminelle natürlich ein gefundenes Fressen. Sie haben nun Ihre Mailadresse, wissen wo Sie sie angegeben haben und es ist DIE Shoppingzeit des Jahres – es kann kaum einfacher sein, ahnungslose Nutzer auszunutzen.

Die folgenden Schritte können Ihnen jedoch helfen, nicht auf solche Maschen hereinzufallen:

  • Seien Sie skeptisch: Wenn ein Angebot zu gut erscheint, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.
  • Öffnen Sie keine verdächtigen Dateien: Anhänge von verdächtigen E-Mails können alles von Ransomware bis hin zu den neuesten Zero-Day-Bedrohungen enthalten.
  • Sperren Sie Gefahren aus: Schützten Sie sich vor gefährlichen Webinhalten, die als Phishing, Malware, Spam oder Betrug eingestuft werden.

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PR & Social Media Manager @ Avira |Gamer. Geek. Tech addict.