Spielergier beschert Fortnite-Betrügern fast eine Million Dollar

Computerspielen kann ein ganz schön teures Hobby sein – selbst dann, wenn man kostenlose Games spielt. Letzten Endes müssen eben auch die Studios hinter solchen Spielen irgendwie an Geld kommen. Fortnite, eines der zurzeit beliebtesten Spiele, tut das indem es „V-Bucks“ verkauft. V-Bucks ist die Währung, mit der man Charakteranpassungen und kosmetische Accessoires für seine Spielfigur erstehen kann.

Diese Bucks sind normalerweise ab €10 in diversen Online-Shops für Computerspiele erhältlich. Aber was, wenn man kostenlos an sie rankommen könnte? Das klingt sehr verlockend und ist der Grund, warum viele auf den Scam reinfallen.

Außer der Werbung ist hier nichts kostenlos

Fortnite ist ein kostenloses Battle Royale-Spiel – also im Prinzip ein Shooter, in dem man alleine oder mit einem Team gegen sehr viele Gegner spielt und zum Schluss als einziger Überlebender hervorgehen sollte wenn man gewinnen will – das einen sehr ansprechenden Comic-Grafikstil hat und Millionen Spieler weltweit anspricht. Dass da ein paar naivere Menschen dabei sind, dürfte niemanden wundern.

Natürlich ist es nicht schlimm wenn man ein wenig naiv ist, allerdings ist das neben Gier und Geldnot eine der Eigenschaften, auf die die Kampagne der Cyberkriminellen abzielt: Sie erstellen eine professionell und gut aussehende Seite, die den Opfern verspricht die Spiel-Währung aus dem Nichts zu erschaffen.

Bild: Imperva

Nachdem ein kurzes Formular ausgefüllt wurde wird mit cleveren Animationen der Anschein erweckt, als ob wirklich etwas passiert. Dann erscheint plötzlich eine Verfikationsabfrage. Laut Imperva wird man auf eine Umfrageseite weitergeleitet, sobald man versucht sich zu verifizieren. Die Umfragen sind aber letzten Endes nichts anderes als Werbung – einige von ihnen leiten den unbedarften Spieler sogar auf zwielichtige Seiten weiter. Keine ermöglicht es aber, den Prozess zu beenden und die ersehnte Fortnite-Währung kostenlos in Empfang zu nehmen.

93.000 Dollar in einem Monat

Passieren tut natürlich schon etwas: Die Werbung, auf die fleißig geklickt wird, macht die Cyberkriminellen die hinter der Masche stehen reich. Laut den Sicherheitsforschern wurden so im letzten Monat mehr als 93.000 Dollar eingenommen.

Was ist daran so schlimm?

Eigentlich klingt es gar nicht so dramatisch, schließlich verliert man nur ein bisschen Zeit und ärgert sich. Während das für diese Betrugsmasche wahr sein mag, kann es ähnliche Betrugsversuche geben, bei denen man nicht so glimpflich davon kommt. Was, wenn die Betrüger nach dem Nutzernamen und Passwort fragen würden, um so die ersehnten V-Bucks direkt auf den Spieleraccount  transferieren zu können? Damit wäre im Nu der ganze Account verloren.

Cybergaunern fallen immer neue Wege ein, ihre Opfer auszutricksen und auszunehmen. Letzten Endes kann man deswegen nur eins sagen: Wenn einem Dinge, die normalerweise Geld kosten, plötzlich kostenlos versprochen werden, ist es höchstwahrscheinlich zu schön um wahr zu sein. Fallen Sie nicht darauf herein.

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