Your smart TV is spying on you, Smart-TV

Euer Smart-TV bespitzelt euch

Die Wahrscheinlichkeit, dass euer Fernseher (Smart-TV) ein Spion ist, liegt bei eins zu vier – und er verbreitet zahllose Informationen über euch im Internet. Es kommt noch schlimmer: Ihr wisst nicht, welche Informationen er erfasst, wer eure Daten erhält und was dann damit geschehen wird.

Was kann ein Smart-TV?

Ein Smart-TV ist im Prinzip ein ständig eingeschalteter, immer mit dem Internet verbundener Computer mit einem großen Monitor. Unter anderem ermöglicht er es dem Nutzer, über eine Breitbandverbindung auf Medien-Streamingdienste zuzugreifen. Dank dieser Verbindung können Nutzer im Internet surfen, Video-on-demand-Dienste nutzen und ihre Lieblingsmusik hören. Da Tools zur Spracherkennung, wie z.B. Alexa, integriert sind, müssen Nutzer noch nicht einmal die Fernbedienung in die Hand nehmen, wenn sie hin und her schalten möchten.

Euer Fernseher wird immer schlauer

Dank diesem Potenzial, wird der durchschnittliche Haushalt immer schlauer, zumindest was den Fernseher angeht. Laut Statista schauten 2016 in Deutschland bereits mehr als ein Viertel aller Haushalte mit Fernseher (27,6%) ihre Programme auf einem Smart-TV. Da Hersteller immer mehr smarte Funktionen hinzufügen und Verbraucher auf das Streaming ihrer Lieblingsinhalte umsteigen, hat sich die Beliebtheit von Smart-TVs seit ihrer Marktdurchdringung mit 11% im Jahr 2013 beinahe verdreifacht. Es gibt einen eindeutigen Trend dahingehend, dass bald alle Fernseher einige smarte Funktionen haben werden, wie z.B. integriertes Streaming oder KI-betriebene persönliche Assistenten.

Ausblick in die Zukunft

Mit dem Internet verbundene Fernseher sind bereits eines der am häufigsten genutzten IoT-Geräte (IoT: Internet of Things – Internet der Dinge). Aber dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Hersteller arbeiten daran, sie in eine Verwaltungszentrale für den gesamten Haushalt zu verwandeln, und integrieren alles, von Thermostaten und den Lampen bis hin zu Türschlössern. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Die weltweiten Umsätze für Smart-TVs werden Schätzungen zufolge in diesem Jahr 300 Milliarden US-Dollar erreichen und bis 2027 explosionsartig auf unfassbare 1.500 Milliarden US-Dollar ansteigen.

Big Brother is watching you?

Die Angst davor, dass ein mit dem Internet verbundener Fernseher zu einem in Orwells Dystopie „1984“ beschriebenem Teleschirm werden könnte, kommt nur selten zur Sprache. „DU DA! Tiefer bücken, bitte! Das kannst du doch besser!‟, rief der Fitness-Trainer aus dem Fernsehen Winston Smith zu, jener Hauptfigur aus „1984“. Hier und heute gibt es noch keine Berichte über Fernseher, die ihre Zuschauer beobachten und ihnen befehlen, mehr Sport zu treiben. Auf den ersten Blick erscheint es offensichtlich, dass wir kein Gerät akzeptieren – und ganz bestimmt nicht kaufen – würden, dass sich so stark in unsere täglichen Aktivitäten einmischt.

Eine Stunde mit einem Smart-TV

Aber in Wahrheit kaufen wir solche Geräte – denn IoT-Geräte wissen viel über ihre Besitzer. Avira SafeThings™ erkannte, dass ein Smart-TV innerhalb von einer Stunde den Haushalt erheblich ausspionierte und Informationen sammelte:

  • Es öffnete drei unsichere Ports zum Internet.
  • Es scannte das Heimnetzwerk nach anderen Geräten, die damit verbunden sind.
  • Es erfasste 750 Textseiten an Informationen über die Person, die das Gerät verwendet und darüber, wie sie es verwendet.
  • Es sendete diese Informationen an 13 Server – viele davon waren unbekannt.
  • Es gab Informationen an Dienste weiter, die nicht aktiviert waren und keine Benutzerkonto-Registrierung hatten.

Und am schlimmsten war, dass der Fernseher das alles machte, als niemand im Haushalt das Gerät aktiv verwendete.

Eine Frage des Vertrauens

Nicht nur euer IoT-Fernseher verhält sich so – auch andere smarte Geräte glänzen durch Fehlverhalten. Während ein Teil des Trackings gerechtfertigt ist – der Hersteller möchte schließlich wissen, wie gut sein Gerät funktioniert, und der Inhaltsanbieter möchte euer Fernsehverhalten analysieren – bleibt dennoch unklar, was erfasst wird und wo diese Daten hingehen. Auch bleibt die Frage offen, ob ihr als Besitzer des Fernsehers zugestimmt habt, dass diese Daten erfasst werden. Die einfachste Rechtfertigung ist, dass ihr dem Hersteller und seiner Armee von Trackern vertraut und glaubt, dass sie nichts Unrechtes tun würden.

Aggressives Tracking ohne Erlaubnis ist Malware

Vertrauen ohne eine Überprüfung ist allerdings gefährlich. Avira spricht sich seit jeher mit Nachdruck gegen Apps wie SilverPush aus, die ohne Erlaubnis Daten von Nutzern erfassten und stuft sie als Malware ein.


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https://blog.avira.com/de/silverpush-malware/


Smart-TVs sind im Internet der Dinge zwar unter den sichereren Geräten, aber Forscher haben dennoch festgestellt, dass sie gehackt und von einem Angreifer aus der Ferne (remote) gesteuert werden können. Aufgrund dieser Sicherheitsbedenken muss ein Weg gefunden werden, um die Vertrauenswürdigkeit dieser smarten Geräte zu überwachen und zu kontrollieren.

Sichert euer Smart Home mit Avira SafeThings™

Avira SafeThings™ kontrolliert, wie vertrauenswürdig eure Smart-TVs und anderen Geräte sind – und reguliert deren Aktivitäten. Aviras fortschrittliche Techniken der KI und des maschinellen Lernens haben sich seit etwa zehn Jahren bei der Erkennung und Blockierung von Malware bewährt. Avira SafeThings™ weitet diese Expertise auf das Internet der Dinge aus und kann smarte Geräte im Haushalt identifizieren, normale Verhaltensmuster feststellen und dann automatisch einen Schutzwall für Sicherheit und Privatsphäre am Gateway errichten.

SafeThings™ bietet euch Transparenz hinsichtlich dessen, was in eurem Heimnetzwerk geschieht. Es kann vollständig autonom laufen, gibt aber euch auch die Möglichkeit, Geräteaktivitäten feinabzustimmen. SafeThings™ wird vom Internetanbieter direkt auf die bestehende Infrastruktur (Router oder Internet-Gateway) installiert, sodass euch die aufwendige Installation erspart bleibt und ihr keine weiteren Geräte kaufen müsst.

Ja, euer Fernseher bespitzelt euch, aber mit Avira SafeThings™ habt ihr das richtige Tool, um dieses Tracking zu stoppen.

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Avira ist mit rund 100 Millionen Kunden und 500 Mitarbeitern ein weltweit führender Anbieter selbst entwickelter Sicherheitslösungen für den professionellen und privaten Einsatz. Das Unternehmen gehört mit mehr als 25-jähriger Erfahrung zu den Pionieren in diesem Bereich.