Sind Ihre PayPal-Privatsphäre-Einstellungen ein Risiko?

PayPal gehört zu den beliebtesten Online-Bezahldiensten. Weltweit wird die Plattform genutzt, um unkompliziert Geld an Familienmitglieder, Freunde und Unternehmen zu überweisen und online zu shoppen. Nichtsdestotrotz sollten Sie sich ein paar Gedanken rund um Ihre PayPal-Privatsphäre-Einstellungen machen.

PayPal legt zwar großen Wert darauf, die Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen und Transaktionen privat und sicher abzuwickeln. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die Sie über den Bezahldienst wissen sollten. Wenn Ihnen unwohl dabei ist, wie PayPal Ihre Daten verarbeitet, können Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen mit unseren Tipps anpassen.

Welche Informationen hat PayPal über Sie?

Wenn Sie Ihr PayPal-Konto schon länger nutzen, wissen Sie vielleicht nicht mehr, welche persönlichen Daten Sie angegeben haben. Um Ihre Informationen einzusehen, melden Sie sich bei Ihrem PayPal-Konto an und klicken Sie das Einstellungssymbol oben rechts.

Anschließend sehen Sie Ihren Namen, das Jahr der Konto-Eröffnung, Ihre PayPal-URL, Ihre Spracheinstellung und Ihre verschiedenen Adressen samt Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Aber auch sensiblere Daten, wie zum Beispiel Ihr Reisepass, können hier aufgeführt sein.

Auf der Hauptseite sehen Sie Ihre Zahlungsmethoden, wie Bankkonten, Kredit- oder Debitkarten. Ein Blick auf diese persönlichen Informationen macht klar, warum das Verwalten Ihrer PayPal-Privatsphäre-Einstellungen so wichtig ist.

Was macht PayPal mit diesen Daten?

PayPal sammelt Informationen, wenn Sie die PayPal-Website besuchen oder die Bezahldienste in Anspruch nehmen. Dies können Informationen zu Ihrem Konto sein, Daten zu Transaktionen oder sogar persönliche Informationen über Ihre Transaktionspartner.

Diese Daten werden auch nach dem Löschen Ihres Kontos beibehalten. Ihre persönlichen Daten können zu Marketingzwecken innerhalb der PayPal-Unternehmensgruppe, mit PayPals Geschäftspartnern und Geldinstituten geteilt werden. Bei Transaktionen können auch Informationen mit anderen Nutzern oder Händlern geteilt werden.

Es ist so gut wie unmöglich, Dienste wie PayPal zu nutzen, ohne Ihren Namen, Ihre Kontoverbindung und andere wichtige Daten anzugeben. Der Grund hierfür ist, dass diese Daten erforderlich sind, um eine Transaktion durchzuführen. Die gute Nachricht: PayPal bietet Ihnen verschiedene Datenschutzoptionen an.

So schützen Sie Ihre Privatsphäre bei PayPal

Laut PayPals Datenschutzerklärung haben Sie folgende Möglichkeiten:

Personenbezogene Daten

Sie können es ablehnen, PayPal bestimmte Daten zur Verfügung zu stellen. Das könnte jedoch bedeuten, dass sie einige Dienste nicht (oder gar keine Dienste) nutzen können.

Standortdaten

Abhängig davon, welches Gerät Sie nutzen, werden bei der Nutzung von PayPal möglicherweise Standortdaten gesammelt und von der App erfasst. Wenn Sie das Teilen Ihrer Standortdaten einschränken wollen, müssen Sie die Einstellungen auf Ihrem Gerät anpassen.

Daten für Werbung

PayPal verfolgt Ihre Daten und nutzt sie für interessenbasierte Werbung. Das beinhaltet Eigenwerbung, aber auch Werbung Dritter. Sie können jedoch Werbe-Cookies von Dritten deaktivieren.

Weitere Tipps für Sicherheit & Datenschutz

Da PayPal Ihre persönlichen Daten benötigt, um finanzielle Transaktionen abzuwickeln, ist das Umsetzen von Datenschutz schwieriger als bei anderen Diensten. Sie können aber weitere Maßnahmen ergreifen, um sich bestmöglich zu schützen.

  • Verwenden Sie ein starkes Passwort und teilen Sie es mit niemandem. Am besten Sie nutzen einen Passwortmanager: Dieser erstellt Ihnen nicht nur ein sicheres Passwort sondern merkt es sich auch noch für Sie.
  • Wickeln Sie Ihre Transaktionen nur in einem sicheren WLAN ab.
  • Wenn Sie verdächtige Aktivitäten beobachten, melden Sie dies sofort. Wenn Sie Guthaben auf Ihrem PayPal-Konto haben, überweisen Sie es schnellstmöglich auf ein externes Bankkonto.

PayPal macht die Welt etwas kleiner und internationale Geschäftsbeziehungen einfacher. Trotzdem müssen Sie die damit verbundenen Gefahren für sich (und Ihr Bankkonto) nicht in Kauf nehmen. Deshalb: Beschränken Sie die Anzahl der Daten, die Sie zur Verfügung stellen, auf ein Minimum. Überprüfen Sie Ihre PayPal-Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig. Und tätigen Sie nur überlegte, sichere Transaktionen.