Erst denken, dann posten – sicheres Social Media mit wenigen Klicks

Zu Facebook kann man stehen wie man will, aber es ist nun mal nach wie vor eines der Top 3 Social Media-Angebote im Internet. Halb Europa verwendet Facebook, im Schnitt sind es 55 Prozent. Deutschland liegt mit 42 Prozent am unteren Ende der Skala, die Türkei führt sie mit 79 Prozent an. Wie alle sozialen Netzwerke lebt Facebook von der Interaktion: Je mehr Sie posten, desto interessanter wird es. Das gilt für Ihre Freunde und Bekannten aber natürlich auch für die Werbeindustrie und den Datensammler Facebook selbst. In der Vergangenheit geriet gerade Facebook deshalb oft in die Kritik. Das Unternehmen wurde beschuldigt, zu viele Informationen zu fordern und die Kontrolle der Nutzer über ihre Daten zu kompliziert zu gestalten oder gar nicht zu ermöglichen.

Geläutert aber nicht perfekt

Zuckerberg, der allmächtige Facebook-Chef, hat sich die Vorwürfe anscheinend zu Herzen genommen. Mittlerweile ist es leichter geworden festzulegen, wer wie viel des Online-Lebens sehen darf. Ein Datenschutz-Musterknabe ist Facebook jedoch immer noch nicht. Viele der Einstellungen sind von Haus aus deaktiviert und nach wie vor sammelt das Unternehmen alles, was die geschätzt 1,3 Milliarden Nutzer täglich von sich preisgeben. Die oberste Sicherheitsregel schlechthin lautet also wie so oft: Erst denken, dann posten. Darüber hinaus sollten Sie Ihren Account zumindest mit den wichtigsten Sicherheitseinstellungen schützen. Die folgenden Punkte dürften Ihnen auf jeden Fall dabei helfen, ein angenehm sicheres Social Media-Erlebnis im Netz genießen zu können. Außerdem könnte sich auch ein Blick auf diese beiden Seiten hier und hier lohnen, die recht gute Einzelaufstellungen bieten.

Doch kommen wir zur Sache: Den Anfang macht, wie so oft üblich, der Login-Vorgang. Lassen Sie sich unbedingt benachrichtigen, wenn von einem unbekannten Gerät aus auf Ihren Account zugegriffen wird. Stellen Sie zudem sicher, dass Einträge alter Geräte, die Sie in grauer Vorzeit einmal genutzt haben, gelöscht sind. Sehr wirkungsvoll ist es auch einen Sicherheitscode zu nutzen, um das Konto im Fall des Falles zu entsperren.

Dreh- und Angelpunkt bei Facebook ist selbstverständlich die Timeline mit den darauf veröffentlichten Einträgen, Bildern, Links und Videos. Für Einträge, die man selbst veröffentlicht ist man selbstverständlich auch selbst verantwortlich. Einträge Dritter sollten am besten zuerst moderiert werden, bevor sie auf der Timeline erscheinen. Der zweite große Datenschutzpunkt ist, wer welche Posts sehen darf ist. Facebook bietet eine praktische Aufteilung in Gruppen an, um beispielsweise berufliche Kontakte von privaten zu trennen. Wenn man sich ein wenig Zeit nimmt und sinnvolle Einteilungen vornimmt, ist auch die gefürchtete Freundschaftsanfrage von Lehrern oder Eltern kein Problem mehr: Die landen nämlich in einer Gruppe, die ohnehin nur sieht, was für alle sichtbar gepostet wird.

Vorsicht beim „Gefällt mir“ drücken

Sie sollten auch der Werbeindustrie nicht alles durchgehen lassen. Ohne die richtigen Einstellungen kann diese nämlich ihr Foto als Werbeträger nutzen. Dazu müssen Sie lediglich eine Seite geliked haben, die für das entsprechende Produkt Werbung macht. So sind schon ahnungslose, glücklich verheiratete Hausfrauen und -männer zu Klickfutter auf Online-Dating-Seiten geworden. Aber auch dafür hat Facebook mittlerweile einen kleinen Haken eingebaut, der wirkungsvoll Abhilfe schafft. Und falls Sie in den letzten fünf Jahren unzählige Posts, Likes und andere Aktivitäten angehäuft haben, die Sie jetzt vielleicht bereuen, gibt es Dienste wie SimpleWa.sh, die beim Aufräumen helfen.

Einige nützliche Einstellungen haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Anmeldebestätigung: Sinnvoll, wenn zum ersten Mal mit einem unbekannten Endgerät auf das Konto zugegriffen wird.

Anmeldebestätigung

 

App-Passwörter: Auch Unternehmen werden Passwörter gestohlen – dann ist es gut, wenn nicht alle Apps das gleiche Passwort nutzen.

App Passwörter

 

Registrierte Geräte: Wenn hier alte (ungenutzte) Endgeräte auftauchen, sollten Sie sie sicherheitshalber löschen.

Registrierte Geräte

 

Markierungen moderieren: Bin ich das? Und will ich da überhaupt erkannt werden? Mit dieser Einstellung werden Markierungen erst nach Ihrer Bestätigung freigegeben.

Markierungen moderieren

 

Werbung: Wer lieber nicht per Produktanzeige auf den Timelines seiner Freunde auftauchen möchte, sollte hier „Niemand“ einstellen.

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Avira ist mit rund 100 Millionen Kunden und 500 Mitarbeitern ein weltweit führender Anbieter selbst entwickelter Sicherheitslösungen für den professionellen und privaten Einsatz. Das Unternehmen gehört mit mehr als 25-jähriger Erfahrung zu den Pionieren in diesem Bereich.