Schockierend: Lieblingspasswort der westaustralischen Regierung ist Password123

Wenn man an Regierungsinstitutionen denkt stellt man sich oft vor, dass alles strengen Auflagen unterliegt und sehr reglementiert ist. Das gilt besonders für Sicherheit. Schließlich handelt es sich um die Regierung – und Staatsgeheimnisse sowie andere vertrauliche Dinge sollten nicht in die falschen Hände fallen.

Eine Sicherheitsüberprüfung der westaustralischen Regierung hat leider ziemlich genau das Gegenteil ergeben, zumindest wenn es um Passwortsicherheit geht. Warum? Nun, von 234 000 der geprüften Accounts nutzen 26% (60 000) ein schwaches Passwort.

Faulheit bei Passwörtern ist ein Problem

Unsichere Passwörter sind leider keine Seltenheit und überall vorzufinden – selbst wenn es dank Passwortmanagern nie einfacher war, ein sicheres Passwort zu erstellen und zu speichern. Dennoch ist es ein Schock zu sehen, was für Wörter die westaustralische Regierung besonders gerne nutzt: 1500 Angestellte verwendeten „Password123“, um ihren PC und alle Daten darauf zu schützen, 813 „Password1“ und ganze 184 das simple „Password“.

Derartige Passwörter für den privaten Gebrauch zu verwenden ist bereits nicht empfehlenswert. Sie für die Arbeit zu nutzen, besonders in einer Regierungsposition, kann zu ungeahnten Konsequenzen führen. Man muss sich dazu nur vorstellen, was Cyberkriminelle mit den Daten machen könnten, wenn sie sich erst einmal Zugriff verschafft haben. Besonders schlimm: Einige der Angestellten speicherten weitere Passwörter in Word-Dokumenten und Tabellen ab.

Was ist so schlimm an einem schwachen Passwort?

Wie bereits erwähnt, bedeutet ein schwaches Passwort, dass Kriminelle einfacher Zugriff auf sensible Daten erlangen können. Je nachdem wie oft das gleiche Passwort verwendet wird und was für Daten gespeichert werden steht viel auf dem Spiel: Von ein paar persönlichen Informationen bis hin zu den Kontodaten kann alles abhandenkommen. Für Regierungsinstitutionen ist das Risiko ungleich größer.

Hilfe dringend benötigt

Es dürfte mittlerweile ziemlich offensichtlich sein, dass viele Menschen damit überfordert sind ein sicheres Passwort zu finden. Für die Angestellten der westaustralischen Regierung wurde Hilfe versprochen. Letzten Endes ist das aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn das Problem ist nicht nur auf Australien beschränkt. In Verizons „Data Breach Investigatsion“-Report wurde festgestellt, dass an 81% der Datenlecks die mit Hacks zu tun haben, gestohlene oder schwache Passwörter Schuld sind.

Während Aufklärung im Bereich der Passwortsicherheit dringend nötig ist, gibt es zumindest eine Möglichkeit auf die jeder zurückgreifen kann – selbst wenn man keine Ahnung davon hat, wie ein sicheres Passwort auszusehen hat. Passwortmanager können heutzutage nicht nur sichere Passwörter generieren, sie speichern sie auch ab und verschlüsseln sie in ihrer Datenbank. Wenn Sie bisher darauf verzichtet haben, legen Sie sich jetzt einen zu und sorgen Sie dafür, dass Ihre Familie und Freunde es Ihnen gleichtun.

 

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