Ziehen Sie einen (roten) Schlussstrich unter Trackern

Ziehen Sie einen (roten) Schlussstrich unter Trackern

Tracker schwirren um Ihre Aktivitäten in den sozialen Medien wie Bienen um Blüten: Beide sind verrückt auf süße Details und sammeln daher fleißig. Viele Tracker – vor allem die in den sozialen Medien – bleiben dem durchschnittlichen Nutzer verborgen. Anhand ihres Summens hören Sie, dass eine Biene in Ihrer Nähe ist. Viele Tracker hingegen – vor allem die in den sozialen Medien – bleiben dem durchschnittlichen Nutzer verborgen. Tracker sieht man nicht. Aber sie sammeln aktiv Informationen über Sie.

Daten sammeln ohne Interaktion

Die sozialen Medien möchten Ihre Antworten und Kommentare. Sie sollen schließlich „sozial interagieren“. Anhand der vielen Schaltflächen für „Gefällt mir“, „Twittern“ und „Folge mir“ können Sie Ihre Gedanken und Ihre Meinung ausdrücken. Aber auch jemand anderes kann diese Interaktion erfassen und nachverfolgen. Diese kleinen Schaltflächen, die auch Social Widgets genannt werden, sammeln überraschenderweise sogar dann Informationen über Sie, wenn Sie sie gar nicht anklicken. Das ist ziemlich unhöflich! Aber dagegen kann man etwas tun.

Nett oder direkt: Sie haben die Wahl

Die nette, recht höfliche Methode im Umgang mit Trackern ist „Do Not Track“.
Der Nutzer ruft dazu die Browsereinstellungen auf und aktiviert das kleine Kontrollkästchen.

Wenn dann der Nutzer im Internet unterwegs ist, sendet der Browser ein bestimmtes Signal an die besuchten Websites und an Inhalte von Drittanbietern, beispielsweise Karten, dass diese Ihre Aktivität nicht nachverfolgen sollen. Die Schwachstelle dieser Methode ist, dass es an Ihnen liegt, ob Sie das Kontrollkästchen aktivieren. Und dass Sie sich darauf verlassen müssen, ob eine Reihe von webbezogenen Firmen Ihre Bewegung tatsächlich nicht nachverfolgen.

Wenn die nette Methode nicht funktioniert, bietet die Electronic Frontier Foundation (EFF) mit dem Privacy Badger eine zweite, direkte Methode an. Damit werden Tracker und Social Widgets anhand ihrer assoziierten Unternehmen und ihres Verhaltens blockiert. Denn wenn sie versprechen, die „Do Not Track“-Bedingungen einzuhalten, kommen Sie auf eine Whitelist. Diese Funktion ist im Browser Avira Scout selbstverständlich integriert.

Grund genug, rot zu sehen

Wenn der Privacy Badger als Standalone-Plugin oder in Scout vollständig aktiv ist, werden Social-Media-Schaltflächen blockiert. Mehr noch: Um die Schaltflächen wird ein roter Kreis gezogen.


Wenn Sie für einen Beitrag „Gefällt mir“ klicken oder ihn teilen möchten, kein Problem. So lange Sie aber nicht aktiv interagieren, können diese Schaltflächen keine Ihrer Bewegungen im Internet automatisch aufzeichnen. Der kleine, rote Kreis hat zwei Funktionen: Er warnt Nutzer davor, dass seine Aktionen nachverfolgt werden. Und er hält den Facebook-Server davon ab, nachverfolgbare Daten zu sammeln, wenn die Schaltfläche angezeigt wird. Nicht alle Schaltflächen haben einen roten Kreis. Dies ist nur das sichtbarste Zeichen aller Möglichkeiten von Privacy Badger, um Tausende von Trackern und Social Widgets zu erkennen und zu blockieren. Die Nutzung dieser Funktion ist auch vom Design der Website abhängig.

Mit Scout weitere Sicherheitsniveaus nutzen

Das Stoppen von Trackern ist in Scout ein wichtiges, aber optionales Feature. „Es gibt bei Scout einen guten Grund, das zweite Sicherheitsniveau zu nutzen“, erläutert Thorsten Sick, Architekt des Scout-Projekts bei Avira. Denn mit Scout können Sie zwischen drei Sicherheitsniveaus wählen: Sicheres Surfen, Sicher und privat sowie Benutzerdefiniert. Mit „Sicheres Surfen“ können Sie Webtracker mithilfe der ABS-Blackliste blockieren. Wenn es sich um einen Tracker handelt, wird er gestoppt.

Eine Stufe höher und mit „Geschützt und Privat“ können Sie den Privacy Badger hinzufügen. Sie identifizieren Tracker nach ihrem Verhalten und erhalten einen roten Kreis um die betreffenden Schaltflächen. Dies ist der beste Schutz der Privatsphäre für (ganz normale) Computernutzer, den es zurzeit auf dem Markt gibt.

Kein Depeche Mode, sondern Privatsphäre-Modus

Die Suche nach Online-Privatsphäre sollte Musik in Ihren Ohren sein. Das Ziel ist es, dass Sie als Person autonom und privat bleiben und vor unangemessener Verfolgung von Marketing, Behörden und Regierungen geschützt sind. Sie haben die Wahl: Ziehen Sie daher einen roten Schlussstrich.

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As a PR Consultant and journalist, Frink has covered IT security issues for a number of security software firms, as well as provided reviews and insight on the beer and automotive industries (but usually not at the same time). Otherwise, he’s known for making a great bowl of popcorn and extraordinary messes in a kitchen.