Scareware: Die falsche Virenwarnung im Browser

Beim Surfen tauchen im Browser immer wieder Virenwarnungen auf. Angeblich sei der Computer virenverseucht. Avira Free Security findet jedoch keinen Schädling. Zusammen mit den Meldungen wird angeboten, die Viren mit einem Spezialtool entfernen zu können. Das hört sich super an, aber: Sind solche Angebot seriös?

Die Antwort auf diese Frage ist ein simples: nein. Diese Meldungen stammen weder von Ihrem installierten Antiviren-Programm noch von Windows selbst. Es handelt sich schlicht und ergreifend um Scareware, also Falschmeldungen, die Sie zum Herunterladen und Kauf der beworbenen Software verleiten soll. Tatsächlich können diese oft teuren Programme aber meist nicht mehr als Gratis-Alternativen. Das bedeutet: Fallen Sie auf das Angebot herein, schmeißen Sie Ihr Geld zum Fenster hinaus. In einigen Fällen versuchen Ihnen die Betrüger darüber hinaus, Sie zusätzlich übers Ohr zu hauen.

„Gut“ gemachte Scareware produziert Meldungen, die auch von Windows stammen könnte.
„Gut“ gemachte Scareware produziert Meldungen, die auch von Windows stammen könnte.

Bei Scareware schaffen die „Helfer“ oft selbst die Probleme

Im Internet gibt es Unmengen ähnlicher scheinbar hilfreicher Webseiten und Programme, die Ihnen bei Windows-Fehlern, Sicherheitsproblemen oder fehlenden Treiber angeblich aus der Patsche helfen. Der Haken daran: Es handelt sich überwiegend um Betrugsmaschen. Die Rede ist in solchen Fällen von Scareware-Programmen. Die Kriminellen schüren erst Angst und bieten dann zur Lösung seriös wirkende Virenschutz-, Optimierungs- oder Anti-Spionage-Programme an. Diese werden auf Internet-Seiten mit gefälschten Testsieger-Logos oder über Werbebanner beworben, machen die Nutzer auf diese Weise neugierig und landen so auf dem PC. Sie erhalten im besten Fall die Testversion eines kostenpflichtigen Programms, das Sie nach der Installation mit Kaufangeboten nervt. Im schlechtesten Fall führt die Installation des „Rettungs-Programm“ aber zu schweren Windows-Fehlern oder zu einer echten Vireninfektion, zum Beispiel mit Ransomware. Diese spuckt dann weitere Warnungen aus, verschlüsselt Ihre Daten, sperrt Windows und verlangt Lösegeld für Ihre Dateien. Oft sammeln die Programme auch im Hintergrund Daten oder nutzen Ihren Rechner für kriminelle Taten.

Scareware: Von derartigen Warnmeldungen im Browser sollten Sie sich nicht verunsichern lassen.
Von derartigen Warnmeldungen im Browser sollten Sie sich nicht verunsichern lassen.

Verlassen Sie sich auf Ihren Virenscanner

Lassen Sie sich also von angeblichen Virus- und Fehlermeldungen aus dem Browser, die Ihren Computer betreffen, nicht verunsichern. Was das Thema Viren angeht, können Sie sich auf den Schutz von Avira Free Security verlassen. Ergibt ein ausführlicher Systemscan, dass keine Schädlinge vorhanden sind, ist ein Virenbefall nahezu hundertprozentig ausgeschlossen.

Programme schnell entfernen

Wenn Sie bereits auf Scareware reingefallen sind und so ein Programm heruntergeladen und installiert haben, sollten Sie es schnellstmöglich wieder löschen. Unter Windows 10 erledigen Sie das über die „Einstellungen“ (Windows-Taste + i), „App“s und „Apps & Features“. Klicken Sie hier in der Liste auf den Namen des Programms und wählen Sie Deinstallieren“. Untersuchen Sie Ihren Computer anschließend gründlich auf Schädlinge.