Russischer Cyberangriff auf ZDF und WDR

In letzter Zeit hat man des Öfteren mal darüber lesen können: Russische Hacker haben die NATO, Telefonfirmen, Stromhersteller und auch Wahlen ins Visier genommen und angegriffen.  Jetzt wurden auch die deutschen Fernsehsender ZDF und WDR gehackt.

Der Angreifer: Sandworm. Das Opfer: Deutsche Fernsehsender

Hacks gehören schon fast zum Alltag dazu und es passiert so viel, dass es schwer ist den Überblick zu behalten. Die meisten Menschen dürften gerade noch so von den größeren Attacken hören, wenn es aber um kleinere Firmen geht, werden sie entweder gar nicht gemeldet oder einfach überlesen. Das gleiche gilt auch für die Hacker: Es gibt sie wie Sand am Meer.

Sich heutzutage aus dem Wust hervorzuheben ist nicht ganz einfach, da muss man schon ziemlich perfide sein. Es gibt natürlich einige, die es schaffen – unter anderem eine Gruppe namens Sandworm. Sandworm steht mutmaßlich direkt mit dem russischen Geheimdienst in Verbindung und war wahrscheinlich für ziemlich viele Hacks verantwortlich, die medial für Aufmerksamkeit gesorgt haben.  Sollte Ihnen der Name bekannt vorkommen, dann haben Sie ihn ziemlich sicher in Verbindung mit der Wahlbeeinflussung in den USA gelesen.

Nun scheint es, als ob ein weiteres Opfer gefunden wurde: Das ZDF und der WDR. Beide Sender scheinen dabei Opfer sogenannter Spear-Phishing-Angriffe geworden zu sein. Diese Attacke ist ziemlich geläufig und funktioniert ähnlich wie ein normaler Phishing-Versuch. Der einzige Unterschied: Anstatt eine Massenmail  mit vielen Rechtschreibfehlern zu verschicken werden die Ziele gezielt ausgewählt und die Mail sehr genau und individuell angepasst.

Es wurden keine Daten gestohlen – bisher

Laut Spiegel Online soll die Attacke auf die beiden Sender übrigens bereits im Juni stattgefunden haben, allerdings wurde sie frühzeitig entdeckt, so dass man schlimmeres verhindern konnte.

Während das ZDF den Angriff bestätigte und auch gleich erwähnte, dass nicht mehr als 10 Computer betroffen waren und auch keine Daten abhandengekommen sind, schweigt der WDR – angeblich aus Sicherheitsgründen.

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

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