Ratgeber: So retten Sie kaputte Word- und Excel-Dateien

Der Alptraum schlechthin: Sie arbeiten Stunden oder sogar tagelang an einem Dokument und bei der nächsten Sitzung lässt sich das Dokument nicht mehr öffnen. Entweder weil das Programm sofort abstürzt oder eine schnöde Fehlermeldung erscheint. Doch das ist kein Grund zu verzweifeln: Denn in der Regel ist die Arbeit nicht verloren und das Dokument lässt sich noch retten. In der folgenden Tippstrecke finden Sie erprobte Methoden, die meist zum Erfolg führen.

Tipp 1: Programm mit Wordpad oder LibreOffice öffnen

Handelt es sich um einen Text, sollten Sie zunächst versuchen, die Datei mit einer anderen Textverarbeitung zu öffnen. Auf jedem Windows-PC ist zum Beispiel die rudimentäre Textverabeitung „Wordpad“ vorinstalliert. Alternativ können Sie auch das kostenlose Büropaket „Libre Office“ https://de.libreoffice.org/ ausprobieren. Klicken Sie dazu die störrische Datei mit der rechten Maustaste an, wählen Öffnen mit und dann das Alternativprogramm aus der Liste. Lässt sich die Datei auf diese Weise öffnen, speichern Sie sie unter einem anderen Namen ab und arbeiten damit weiter.

Tipp 2:  Word oder Excel reparieren

Öffnen Sie mit der Tastenkombination Windows + r das „Ausführen-Fenster“. Tippen Sie dann winword /safe für Word beziehungsweise excel /safe für Excel ein und drücken Sie die Eingabetaste. Stürzt Word oder Excel weiter ab, versuchen Sie die Programme zu reparieren.

Das geht so: Öffnen Sie mit der Tastenkombination Windows + r erneut das Ausführen-Fenster. Diesmal tippen Sie control ein und drücken die Eingabetaste. Stellen Sie Anzeige auf Große Symbole und klicken auf Programme und Features (Windows 10) beziehungsweise Programme und Funktionen (Windows 7). Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf Microsoft Office und wählen ggfs. Ändern und anschließend Reparieren. Folgen Sie dann den Anweisungen des Assistenten.

Tipp 3: Dateiendung ändern

Ab Office 2007 speichert Office Dateien im sogenannten XML-Format (Extensible Markup Language, erweiterte Auszeichnungssprache). Versuchen Sie Folgendes:

  1. Öffnen Sie mit der Tastenkombination Windows + E den Windows-Explorer. Unter Windows 10 klicken Sie auf den Reiter Ansicht und markieren oben rechts Datennamenerweiterungen.  Als Windows 7-Nutzer öffnen Sie stattdessen im Menü Extras den Punkt Ordneroptionen. Auf der  Registerkarte Ansicht entfernen Sie dann den Haken vor der Option Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden bei Erweiterte Einstellungen. Bestätigen Sie die Änderung mit OK.
  2. Navigieren Sie dann in den Ordner, in dem sich das defekte Dokument befindet. Klicken Sie dann einmal auf den Dateinamen, so dass Sie den Dateinamen ändern können. Benennen Sie die Dateiendung „.docx“ (Texte) beziehungsweise „.xlsx“ (Tabellen) in „.zip“ um, drücken Enter und bestätigen mit Ja.
  3. Anschließend entpacken Sie die neue Zip-Datei. Klicken Sie sie dazu mit der rechten Maustaste an und wählen Alle extrahieren. Wählen Sie einen Zielordner für das Archiv aus und bestätigen mit Extrahieren.
  4. Sie finden nun Word-Dokumente im Ordner „word“ und Excel-Tabellen im Ordner „xl“. Öffnen Sie den entsprechenden Ordner per Doppelklick. Die Datei namens „Document.xml“ beinhaltet den Text Ihres Dokuments, in „sharedStrings.xml“ finden Sie die Tabellen. Mit dabei sind allerdings diverse Formatierungsinformationen.

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