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QR-Codes auf dem Grabstein

Beim Gang über den Familienfriedhof fielen mir auf den Grabmälern der Verstorbenen viele verschiedene Symbole auf: Kreuze, Rehe, Blumen, Angelgeräte, sogar Appaloosa-Pferde. Dann fiel mir ein schwarz-weißes Quadrat ins Auge. Am Grabdenkmal eines entfernten Verwandten war unten rechts ein QR-Code angebracht.

Mit einem QR-Scanner haben wir den Code mal schnell eingescannt und wir wurden auf eine Online-Gedenkseite weitergeleitet. Leider war zu dieser Person nichts weiter eingetragen. Keine detaillierten Informationen, aber zumindest erschien auch keine 404-Seite.

QR-Codes entschlüsseln

QR-Codes kommen ursprünglich aus der Automobilindustrie und können mehr Daten als ein Barcode oder ein simpler Grabstein beinhalten. In einer Zeit, in der jeder ein Smartphone zu besitzen scheint, ist das doch ein toller Weg den Trauernden die Möglichkeit zu mehr Informationen über den Verstorbenen zu geben. Museen nutzen QR-Codes, Zoos nutzen QR-Codes. Warum also nicht auch Friedhöfe?

Eine Frage von Platz und Informationen

Wenn es um die Zurschaustellung von Informationen auf einem Grabstein geht, dann ist der Platz doch stark limitiert. Auf vielen Grabstätten ist nur der Familienname der verheirateten Frau zu lesen, was eine Ahnenforschung ohne den Mädchennamen nahezu unmöglich macht. Nur wenige Grabmale enthielten Hinweise auf den Beruf oder die Interessen der Verstorbenen. Nur auf einem Grabstein waren die wichtigsten Lebensleistungen zu lesen. Dies sah allerdings etwas überladen und protzig aus. Da der Platz auf einem Grabstein beschränkt ist: Warum nicht die Technologie zur Hilfe nehmen?

Tote Links und andere Probleme mit QR-Grabsteinen

Bei der Verwendung von QR-Codes treten ein paar Probleme auf. Drei dieser Schwierigkeiten seien hier genannt.

Technologische Veralterung: Denken Sie beispielsweise an das Magnetophon. Es war früher das coolste Aufzeichnungs- und Wiedergabegerät, das es gab. Das Magnetophon wurde erst von den Kassettenrekordern, den CD-Playern und dann von der Cloud abgelöst. Ich habe von einem Verwandten einige Magnetbänder über Abenteuer im Wilden Westen. Ob sie interessant sind, weiß ich nicht, denn ich kann sie nicht abspielen. Diese Bänder sind nur 60 Jahre alt, was in der Menschheitsgeschichte gerade mal einen Wimpernschlag darstellt.

Vergänglichkeit von Unternehmen: Die Webseite hinter den QR-Codes wurde von einem Unternehmen bereitgestellt. Das Tempo von Innovationen ist hoch und Unternehmensstrukturen ändern sich schnell. Daher ist es keine gute Idee, solche Daten von der Existenz eines Unternehmens abhängig zu machen.

Sicherheitsbedenken: Wenn Technologie und das Internet ins Spiel kommen, gibt es immer Sicherheitsbedenken: Sind der QR-Code oder der Link, auf den der QR-Code verweist, sicher? Die Antwort auf diese Frage beantwortet glücklicherweise eine kostenlose Software: den Avira QR Scanner.

Grave errors with QR codes

Digitale Friedhöfe und QR-Codes

Auf meinem Familienfriedhof sind 90% der Verstorbenen entweder am falschen Ort begraben, oder ihre Grabsteine sind falsch beschriftet. Ich würde wirklich gern mehr über einige der Verstorbenen erfahren. Aber mit einem QR-Code? Wohl eher nicht. Ein kleines Schild mit einem QR-Code neben dem Grab wäre vielleicht die bessere Idee. Diese Daten sollten jedoch auch als Klartext, auf Papier und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Und nehmt das Risiko aus dem Scannen von QR Codes heraus.

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As a PR Consultant and journalist, Frink has covered IT security issues for a number of security software firms, as well as provided reviews and insight on the beer and automotive industries (but usually not at the same time). Otherwise, he’s known for making a great bowl of popcorn and extraordinary messes in a kitchen.