Befindet sich Ihr neues Passwort im Browserverlauf?

Einige Firmen haben versucht, uns den Login-Prozess zu erleichtern, vor allem wenn es um Mobilgeräte geht. Das aktuellste Beispiel dürfte Yahoo sein: Hier wird vorgeschlagen, die Ohren und Knöchel zum Einloggen zu verwenden. Das hört sich cool an, aber wird man damit das lästige Passwort wirklich ganz los? Wahrscheinlich nicht.

Forscher glauben, dass ein sehr personalisierter Authentifikationsprozess  dabei helfen könnte. Es wäre vielleicht ein klein wenig gruselig, wenn Ihr Smartphone Sie fragen würde „Welches YouTube-Video haben Sie sich gestern Abend angesehen“, aber es wäre gleichzeitig auch recht sicher. Romit Roy Choudhury, ein Professor an der University of Illinois, der an diesem Thema forscht, sagt dazu folgendes: „Immer wenn Sie und Ihr Smartphone eine gemeinsame Information haben, von der niemand anderes etwas weiß, ist das ein Geheimnis. Dieses kann als Schlüssel genutzt werden.“

Es gibt jedoch auch einige Nachteile:

  • Wir haben alle ein schreckliches Gedächtnis. Damit das System überhaupt funktionieren kann, sollte das Ereignis nicht älter als einen Tag und einzigartig genug sein, um uns überhaupt wieder in Erinnerung zu kommen.
  • Sehr gute Freunde könnten eventuell die Antwort erraten (und damit auch das Passwort).

Generell war das Ergebnis allerdings nicht schlecht. Die Studie ergab, dass die Passwort-Abfrage gut funktioniert: Die Teilnehmer der Testgruppe konnten 95% der Zeit alle drei gestellten Fragen richtig beantworten.

Weiterführende Informationen zum Thema können Sie im Artikel der MIT Technology Review (Englisch) finden.

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

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