Schlauer sucht Frau: Online-Dating liegt im Trend – Ist es auch sicher?

Das Internet soll Neuland sein? Vielleicht für die Regierung, nicht aber für Partnersuchende. Nach einer Studie entstehen heute 30 % der Beziehungen online[1]. Und nicht wenige davon halten auch: 2013 hatten 16,4 % aller neu geschlossenen Ehen in Deutschland ihren Ursprung in einem Online-Flirt[2]. Schön wenn es klappt, mit dem Nachbarn oder einer netten Dame aus der Umgebung. Aber so wie die Partnersuche in Supermarkt, Bar oder Schwimmbad nicht ohne Risiken ist, hat auch die Online-Welt ihre Tücken. Schöngelogene Profile beispielsweise. „Männer machen sich größer, Frauen machen sich jünger“, so fasst eine ehemalige Produktmanagerin von Yahoo-Dating ihre Erfahrungen zusammen. Dabei sind solche Schummeleien noch relativ harmlos, beim ersten Treffen fallen sie meistens sowieso auf. Schwieriger wird es, wenn der Beruf nicht stimmt und der Auserwählte kein Arzt sondern arbeitslos, verschuldet und auf der Suche nach weiblichem Sponsoring ist.

Cyber-Betrüger haben einen ganzen Industriezweig aus dem Wunsch nach Zweisamkeit geschaffen. Die „Romance Scammers“ suchen in Partnerbörsen gezielt nach Frauen, mit denen sie erst in wochenlangen E-Mail- und Telefon-Konversationen ein Vertrauensverhältnis aufbauen, um dann Geld zu fordern – für die Behandlung nach einem Unfall, die Medikamente für die Mutter, eine Reise ins Land der angeblich Angebeteten, was auch immer. Auch das Treffen selbst ist nicht ohne Risiko, Erpressungen durch heimliche oder offen gedrehte Sexfilme sollen schon vorgekommen sein, ebenso angebliche Schwangerschaften, von denen nur dann niemand etwas erfährt, wenn sich das Opfer an den Abtreibungskosten beteiligt. Das klingt dramatisch und ist es auch – aber in aller Regel müssen Online-Flirter maximal fürchten, einen gefühlt endlos drögen Abend beim ersten Date zu verbringen.

Gegen beide Gefahren – Kriminalität als auch Langeweile – helfen ein paar einfache Tipps. Wenn es das erste Date ist, treffen Sie sich an einem öffentlichen Ort und niemals in den jeweiligen Privatwohnungen. Sagen Sie einem Bekannten oder den Eltern Bescheid wo Sie sein werden und vereinbaren Sie einen Anruf zu einer bestimmten Zeit, um Entwarnung zu geben. Übrigens, den Anruf kann man auch gut nutzen, um einen Notfall vorzutäuschen und einem oder einer langweiligen Verabredung vorzeitig zu entkommen.

Spam-Nachrichten von Liebeswilligen können auch ohne eigenes Zutun in der Mailbox landen, aber wer gerade Online datet, öffnet leichter aus Versehen den falschen Anhang. Nicht jedes jpg-Bild ist tatsächlich das, was es vorgibt zu sein und ominöse Word-, PDF- oder Powerpoint-Anhänge von romantiksuchenden Nataschas aus Weißrussland landen ebenfalls am besten sofort im Papierkorb. Eine aktuelle und umfassende Schutzsoftware wie Avira Antivirus Pro, Avira Internet Security Suite oder Avira Free Antivirus blockt Viren, Würmer und Trojaner ab und bewertet im besten Fall auch Webseiten, bevor sie angeklickt werden. So werden digitale Gefahren auf ein Minimum beschränkt und die Partnersuche im Internet führt nicht zu zusätzlichen Risiken.

Besonders achten sollten Sie hingegen auf potenzielle Gefahren durch persönliche Informationen. Auch wenn endlos lange Mail-Konversationen über viele Wochen eher kontraproduktiv sind, sollten Sie mit persönlichen Daten zurückhaltend sein. Bevor das Gegenüber Adresse und Telefonnummer bekommt, sollten sie sich sehr sicher sein, dass sie das nicht bereuen werden. Eine Wegwerf-Mailadresse, nur für das Daten ist eine gute Idee. Oder Sie bleiben komplett innerhalb der Web-Umgebung des Dating-Providers, die lässt in der Regel keine Rückschlüsse auf reale Identitäten zu. Überhaupt sollte der Dating-Anbieter mit Bedacht gewählt werden. Kostenpflichtige Dienste sortieren zumindest einen Teil der Spreu in Form von Spaß- und Fake-Profilen aus. Viel Erfolg beim nächsten Date 😉

 

[1]Kurzstudie „Online-Dating-Marktreport 2013/2014“ von singleboersen-vergleich.de, 2014

[2]“Vom Online-Dating zum Traualtar”, Umfrage bei 827 dt. Standesämtern, singleboersen-Vergleich.de, 2013

 

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

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