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So brauen Sie das perfekte Nano-Bier

Sie brauchen für Ihre Party am Wochenende ein unvergesslich gutes Bier – und haben nicht mehr wirklich viel Zeit. Und obwohl Sie ja auch gerne Ihre Freunde mit Ihrem technischen und kulinarischen Können beeindrucken würden, sind die Brauoptionen doch sehr eingeschränkt.

Uncool wäre es, einfach ein Standard-Sixpack aus dem Regal zu nehmen. Insbesondere da Anheuser-Busch InBev mittlerweile ein Drittel aller Biermarken weltweit geschluckt hat. Da müssen Sie schon origineller werden.

Andererseits haben Sie aber keine Zeit und nicht genug technisches Interesse, um selbst ein traditionelles Hausbier herzustellen. Und Sie wollen auch keine 2.000 Euro für das automatisierte Brausystem, wie z. B. das Vessi, Ihrer Männerhöhle ausgeben.

Craft Beer und Mikrobrauereien sind zwar gerade im Trend, aber würden Sie nicht manchmal gern etwas Originelleres tun, als nur das am verrücktesten aussehende India Pale Ale (IPA) im Supermarkt zu kaufen?

Bevor Sie aus lauter Verzweiflung in Ihr Bier heulen, habe ich gute Nachrichten für Sie: Sie haben verschiedene Optionen, die sogar recht erschwinglich sind. Die Mikrobrauereien können Sie gleich vergessen und stattdessen selbst ein Nanobier herstellen — fast ganz allein. Es folgen drei Optionen, die Sie sich durch den Kopf gehen lassen sollten.

Bier von SodaStream

SodaStream hat seine Nische gefunden und bietet Verbrauchern das Zubehör, um zuhause eigene Softdrinks ganz einfach zuzubereiten. Statt schwere Flaschen und Kisten aus dem Supermarkt nach Hause schleppen zu müssen und die leeren Flaschen dem weltweiten Müllkreislauf zuzuführen, können Sie kleinere Flaschen mit Konzentrat kaufen und damit Ihr selbst mit Kohlensäure versetztes Wasser in einen Softdrink verwandeln.

Das gleiche ist mithilfe von SodaStream nun auch für Bier möglich. Mit der SodaStream Beer Bar bekommen Sie einen Liter Bierkonzentrat mit Pilsgeschmack und müssen für ein frisch gemischtes Bier nur zwei Drittel sprudelndes Wasser hinzufügen. Bier aus Konzentrat herzustellen mag zwar furchtbar unüblich erscheinen, besonders für ein Getränk mit solch einer historischen Bedeutung wie Bier, ist aber eine bewährte Technik. In Brauerkreisen nennt man sie „High-Density“-Brauen, und sie ermöglicht es Brauern, mit wenig Equipment mehr Bier herzustellen.

Die SodaStream Beer Bar ist noch nicht überall erhältlich. Um sie finden und kaufen zu können, muss man im richtigen Land leben. „Bisher verkaufen wir das Bierkonzentrat nur in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien“, erklärte mir Brand Manager Martin Plothe per E-Mail. „Weitere Länder sind zurzeit nicht geplant. Und auch keine weiteren Geschmacksvarianten.“

US-amerikanische Kunden, die gerne so etwas wie die SodaStream Beer Bar für ihr Bier hätten, sollten sich über Pat’s Backcountry Beverages aus Colorado informieren.

Fizzics setzt dem Bier die Krone auf

Fizzics ist ein kleines Gerät, das Schallwellen nutzt, um Bier eine schönere Krone zu verleihen. Und es ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man Crowdsourcing und soziale Medien nutzen kann, um es von einer Idee bis zur gut vermarkteten Realität zu schaffen.

Da ist zunächst einmal das Gerät selbst. Man stellt ein Bier in das Fizzics-Gerät – in einer Dose, Flasche oder einem Growler (große Bierflasche aus den USA) – und dann betätigt man den Hahn, sodass ein modifiziertes Getränk entsteht. Der sorgfältige Einsatz von Schallwellen sorgt für eine Schaumkrone mit kleineren, stabileren Bläschen. Dadurch entsteht auch eine positive Veränderung im Geschmack des Biers und die Krone bleibt länger erhalten.

Im Großen und Ganzen sind die Kommentare zu Fizzics auf Amazon und in den sozialen Medien ziemlich positiv. Die wenigen negativen Stimmen betrafen den negativen Einfluss auf den Geschmack bei extrem hopfigen Bieren und manche bemängelten auch Schwächen bei der Herstellungsqualität des Geräts.

Fizzics wird als Möglichkeit vermarktet, Craft Beer noch besser zu machen. Das Produkt wurde über eine Kickstart-Kampagne auf den Markt gebracht und das Unternehmen pflegt seine Präsenz in den sozialen Medien besonders sorgfältig. Auf ihrem Videokanal besuchen sie Mikrobrauereien und sprechen mit den Braumeistern über … Bier.

Für Verbraucher aus den USA könnte die Anschaffung eines Fizzics-Geräts nicht einfacher sein: Sie müssen nur die Webseite des Unternehmens, Amazon oder eine von mehreren anderen Seiten besuchen. In Europa ist es schwieriger und teurer an Fizzics heranzukommen – zumindest für den deutschen Markt. Der Kundenservice gibt zwar an, „Wir liefern weltweit über Fizzics.com“, aber als ich es versuchte, wurden zusätzliche Gebühren erhoben. Die gute Nachricht ist, dass diese zusätzlichen Gebühren das Gerät immer noch nicht so teuer machen wie das Fizzics-Gerät, das für etwa 960 Euro bei Amazon.de angeboten wird.

Bier ist ein umkämpfter Markt

Der Wettbewerb zur Ausstattung Ihrer Männerhöhle geht in die heiße Phase – auch wenn es dabei um kaltes Bier geht. Im Januar verkündete das weltgrößte Brauereiunternehmen Anheuser-Bush InBev die Gründung eines Joint Venture mit Keurig Green Mountain. Keurig wurde durch seine Kaffeemaschinen bekannt, doch im letzten Jahr brachte das Unternehmen Keurig Kold auf den Markt. Dabei handelt es sich um ein Gerät zur Herstellung von kohlensäurehaltigen Getränken – ähnlich wie bei SodaStream. Allerdings war Keurig Kold ein Flop, vielleicht wegen des etwas happigen Preises von 350 Dollar.

Aber dieser Flop war im letzten Jahr. Das neue Joint Venture ist ein Zeichen dafür, dass jemand mehr Potenzial in zuhause gemischten alkoholischen Getränken sieht als in Softdrinks. „Der nächste logische Schritt in der globalen Konsolidierung der Getränkeindustrie ist, dass AB InBev ein Unternehmen wie Coca Cola oder Pepsi übernimmt“ sagt Ina Verstl, Editor von Brauwelt International, in ihrem Buch The Beer Monopoly. Alternativ könnten diese Hersteller natürlich auch einfach eine Maschine verkaufen, die Bier und Softdrinks für den Endverbraucher zuhause herstellen kann.

Aber wie auch immer die globalen Ziele für AB InBev, Fizzics oder SodaStream aussehen – diese Unternehmen helfen Ihnen in Ihrer Biernot. Sie bieten Ihnen vernünftige und erschwingliche Optionen, um ein einmaliges Bier herzustellen, ohne dass Sie von der Technik gleich Kopfschmerzen bekommen. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen.

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As a PR Consultant and journalist, Frink has covered IT security issues for a number of security software firms, as well as provided reviews and insight on the beer and automotive industries (but usually not at the same time). Otherwise, he’s known for making a great bowl of popcorn and extraordinary messes in a kitchen.