Mehr Leistung und Tempo mit neuen Treibern

Gut funktionierende Treiber sind das „Schmieröl“ Ihres Computers. Zu den regelmäßigen Wartungsarbeiten gehört daher das Überprüfen des Systems nach neuen Treibern beziehungsweise der Aktualisierung installierter Treiber. Dabei lauern einige Fallen. Erfahren Sie, wie Sie problematische Treiber aufspüren und ersetzen.

Geräte-Manager auf fehlerhafte Komponenten checken

Überprüfen Sie zunächst, ob alle PC-Komponenten ordnungsgemäß funktionieren. Dazu tippen Sie ins Windows-Suchfenster „Geräte-Manager“ ein und klicken in der Trefferliste auf Geräte-Manager (Systemsteuerung). Kontrollieren Sie hier die Geräteliste, ob dort Einträge mit fehlenden Treibern oder deaktivierten Geräten auftauchen. Das erkennen Sie an den Markierungen:

  • Ein gelbes Dreieck mit Ausrufezeichen weist darauf hin, dass kein Treiber für das
    betreffende Gerät gefunden beziehungsweise installiert wurde oder dass der Treiber Probleme verursacht.
  • Ein nach unten zeigender Pfeil im Gerätesymbol steht für abgeschaltete Geräte, die
    dann logischerweise nicht funktionieren. Diese Geräte sind zwar im Computer eingebaut, der Treiber wird aber nicht geladen.

Wird hier vor einem Gerät ein gelbes Ausrufezeichen angezeigt, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Gerät und wählen Treibersoftware aktualisieren und Automatisch nach aktueller Treibersoftware suchen. Folgen Sie den Anweisungen. Erscheint die Meldung „XXX konnte nicht installiert werden“, suchen Sie auf der Internetseite des Herstellers nach passenden Windows-Treibern und installieren diese. Den Geräte-Manager können Sie jetzt schließen.

Das gelbe Ausrufezeichen signalisiert: Hier stimmt etwas nicht mit dem Grafikkartentreiber.

Fehlerhafte Hardware über die Systeminformationen aufspüren

Tippen Sie ins Windows-Suchfenster „Systeminformationen“ ein, und drücken Sie Enter. Es öffnet sich ein neues Fenster. Fehlerhaft arbeitende Hardware-Komponenten finden Sie in der Rubrik Komponenten/Problemgeräte. Hier finden Sie (hoffentlich nicht) eine Auflistung von Geräten, bei denen Probleme auftreten. Falls hier Einträge vorhanden sind, versuchen Sie ebenfalls einen neuen Treiber zu installieren.

Das Fenster „Problemgeräte“ bleibt leer? Umso besser.

Wie Sie bremsende Treiberleichen aufspüren und entfernen

Wenn Sie Bauteile austauschen oder externe Geräte entfernen (etwa Maus oder USB-Stick), bleiben meist verwaiste Treiber übrig. Diese sind dann nicht nur überflüssig, sondern bremsen Ihren Computer aus. Der Geräte-Manager zeigt standardmäßig aber nur die Geräte an, die aktuell an den Computer angeschlossen sind, die Geräte lassen sich deshalb nicht entfernen. Mit diesem Trick werden Sie die Treiber-Leichen trotzdem los.

  1. Drücken Sie gleichzeitig Windows + R, tippen „sysdm.cpl“ ein und drücken Enter.
  2. Klicken Sie auf der Registerkarte „Erweitert“ auf die Schaltfläche „Umgebungsvariablen“. Klicken Sie oben auf „Neu“. Ins obere Feld tippen Sie dann „devmgr_show_nonpresent_devices“ und ins untere Feld „1“ ein. Klicken Sie dann auf „OK“ und schließen das Fenster.
  3. Öffnen Sie nun den Geräte-Manager per Rechtsklick aufs „Windows-Symbol“ und per Klick auf „Geräte-Manager“. Entdecken Sie nun ein Gerät, das nicht mehr im Einsatz ist, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Gerät deinstallieren.

    Durch diesen Eintrag erreichen Sie, dass Ihnen der Geräte-Manager von Windows auch die Bauteile anzeigt, die nicht mehr im Einsatz sind.

Wo gibt’s neue Treiber?

Idealerweise liefert der Hardware-Hersteller ein Update-Tool mit, das automatisch nach neuen Treiberversionen im Internet fahndet und gegebenenfalls gleich installiert. Ansonsten finden Sie die neusten Treiber oder Firmware-Aktualisierungen für ein Gerät auf der Internetseite des jeweiligen Herstellers. Oft finden Sie hier auch Informationen, welche Änderungen enthalten sind. So können Sie schon vor der Installation abschätzen, ob Ihnen der neue Treiber überhaupt Vorteile bringt. Bei Treiberaktualisierungen, die mithilfe eines Online-Update-Tools installiert werden, gibt es entsprechende Hinweise meist im Tool selbst.

Darauf müssen Sie beim Herunterladen und Installieren von Treibern achten

  1. Der Treiber muss zum Bauteil passen: Das Wichtigste ist, dass Sie den richtigen Treiber für Ihre Gerät auswählen. Andernfalls wird die Software nicht installiert oder funktioniert nicht korrekt. Achten Sie deshalb auf die genaue Gerätebezeichnung. Wenn Sie die nicht wissen, hilft ein Blick ins PC-Handbuch oder der Einsatz eines Diagnose-Programms wie Sandra Lite. Diese Software listet alle eingebauten Bauteile auf.
  2. Haben Sie die genaue Produktbezeichnung zur Hand, suchen Sie auf der Geräthersteller-Internetseite nach einem neueren Treiber. Die passende Rubrik dafür finden Sie in der Regel unter Bezeichnungen wie Support, Service oder Download. Meist gibt es ein Suchformular, in das Sie die Typenbezeichnung eintippen können. Überprüfen Sie anhand der Gerätebezeichnung, dass Sie den richtigen Treiber gewählt haben, und laden Sie die Treiberdatei herunter.
  3. Windows-Version: Achten Sie grundsätzlich immer darauf, dass der Treiber fürs jeweilige Betriebssystem geeignet ist. Ebenfalls wichtig ist, ob es sich um eine 32-Bit- oder 64-Bit-Version von Windows 10 handelt. Falls Sie nicht sicher sind: Diese Infos finden Sie ebenfalls in den „Systeminformationen“ unter „Systemtyp“.
  4. Installation: Zur Installation eines Hersteller-Treibers, schließen Sie alle Programme und klicken doppelt auf die heruntergeladene Treiber-Datei. Folgen Sie dann den Anweisungen auf dem Bildschirm. Danach sollten Sie den PC in der Regel neu starten, falls das nicht automatisch erfolgt.