MacOS „Mojave“: Tolle Sicherheitsfunktionen, aber nicht für alle

Software war das Motto der zweistündigen Apple-Keynote, die den Start der WWDC einläutete und Software gab es mehr als genug. Während der Schwerpunkt zwar eindeutig auf iOS 12 lag, wurde auch macOS, in seiner neusten Version „Mojave“ genannt, nicht vernachlässigt – vor allem die neuen Sicherheitsfeatures können hier punkten.

Die drei wichtigen neuen Sicherheitsfeatures

„Wir lieben Mac,“ sagt Craig Federighi und legt dann mit den Neuerungen für macOS los. Wenn man auf die neuen Verbesserungen rund um die Nutzersicherheit und Privatsphäre schaut, glaubt man ihm diesen Satz auch gleich.

1. Fingerprinting ade

Wer online ist, kann sich sicher sein, dass man getrackt wird. Sei es über Cookies oder über das sogenannte „Fingerprinting“, den digitalen Fingerabdruck. Hier werden so viele Informationen wie möglich abgefangen – unter anderem Browsertyp, IP-Adresse, Handyhersteller und Typenbezeichnung, usw. – damit man den Nutzer auch erkennt, wenn er zum Beispiel mit einem anderen Browser online unterwegs ist.

Weil es schwer ist zu wissen wann und wo man getrackt wird und viele nicht mal von ihrem „Glück“ ahnen, hilft Apple den Anwendern nun mit dem neuen Safari dabei, dies besser zu verhindern.

2. Kampfansage an Facebook

Man kennt sie, die kleinen „Gefällt mir“-Schaltflächen die man auf vielen Webseiten finden kann. Was nicht so viele wissen: Damit spioniert Facebook nicht nur angemeldete Nutzer aus, sondern auch solche, die nicht mal einen Facebook-Account haben! Deswegen wird die Datenweitergabe über die „Gefällt mir“- Schaltfläche jetzt von Apple ganz einfach abgeschaltet. Damit der Nutzer auch weiß, wie ihm geschieht, wird man sogar explizit per Warnhinweis gefragt, ob man seine Daten wirklich an Facebook weitersenden möchte. Wenn das keine Ansage ist, was dann?

3. Neue Einschränkungen für Apps

Apps hätten gerne auf alles Zugriff – auch dann wenn sie es nicht brauchen. Dazu gehören oft auch die Kamera und das Mikrofon. Damit die Anwender hier sicherer sind, dürfen diese beiden Features nur noch dann von Apps verwendet werden, wenn  der Anwender das definitiv autorisiert. Das gleiche gilt übrigens auch für persönliche Daten, zu denen zum Beispiel der Email-Verlauf oder die Nachrichten-App beziehungsweise der Nachrichtenverlauf der App gehören.

Tolle Neuerungen mit einem Wermutstropfen

Eigentlich sind das ja phantastische News – wenn da nicht ein klitzekleines Manko wäre: Während iOS 12 alle Geräte unterstützt die auch schon unter iOS 11 liefen, geht macOS Mojave einen anderen Weg und wird nur auf neueren Macs funktionieren. Wirklich Schade, denn gerade von den Sicherheitsfunktionen sollte eigentlich jeder profitieren können.

PR & Social Media Manager @ Avira |Gamer. Geek. Tech addict.