6 Jugendliche wegen Nutzung von Lizard Stresser festgenommen

Sie erinnern sich sicher noch an das Lizard Squad, richtig? Falls nicht frische ich Ihre Erinnerung gerne nochmal auf. Das Lizard Squad ist eine Gruppe von Hackern, die im vergangenen Jahr über Weihnachten die Netzwerke von Microsoft Xbox und Sony Playstation gehackt und zum Zusammensturz gebracht haben. Als ob das noch nicht genug gewesen wäre, veröffentlichten sie außerdem einen Service, den sie Lizard Stresser nannten. Dieser Service ermöglicht DDoS Angriffe gegen, nunja, wen auch immer man so auf dem Kieker hat. Der Nachteil: Eine interne Lizard Stresser Datenbank wurde geleakt und mit ihr auch unverschlüsselte Benutzernamen und Passwörter von Kunden.

So, nun aber zum eigentlichen Thema. Wie es aussieht hat die National Crime Agency (NCA) sechs Anwender des besagten Tools verhaftet, die den Service anscheinend genutzt haben, um „eine führende nationale Zeitung, eine Schule, Spielefirmen und eine Reihe von Online-Händlern“ ins Visier zu nehmen.

Laut der NCA Seite mit Details über die Operation, waren von den Verhaftungen letzte Woche folgende Personen betroffen:

  • Ein 17-jähriger aus Manchester. Seine Computerausstattung wurde beschlagnahmt und er wurde unter Aufsicht der NCA National Cyber Unit (NCCU) am 27. August verhört.
  • Ein 18-jähriger aus Huddersfield wurde am 27. August von der Polizei Yorkshire und Humberside festgenommen und gegen Kaution freigelassen.
  • Ein 18-jähriger aus Milton Keynes wurde unter Aufsicht der South East ROCU am 26. August verhört.
  • Ein 18-jähriger aus Manchester wurde von der North West ROCU und der Greater Manchester Police am 26. August verhaftet und gegen Kaution freigelassen.
  • Ein 16-jähriger aus Northampton wurde von der East Midlands ROCU am 26. August verhaftet und gegen Kaution freigelassen.
  • Ein 15-jähriger aus Stockport wurde von der North West ROCU und Greater Manchester Police am 24. August verhaftet.

Zusätzlich dazu werden 50 weitere Adressen, die (dank der geleakten Datenbank) mit dem Tool in Verbindung gebracht werden von Beamten aufgesucht, die dann über die Gefahren von Cyberkriminalität informieren werden.

Hoffen wir, dass sie mit der Aktion Erfolg haben werden!

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

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