Go no more a roaming, itinérance

Ich packe meinen Koffer… und nehme keine Roaming-Gebühren mit

Das Ende der Roaming-Gebühren ist da, zumindest für EU-Bürger, denn die Europäische Kommission hat am 15. Juni die neueste Version des Digitalen Binnenmarktes auf den Weg gebracht. Die Frage ist, ob und wie niedrigere Gebühren für Daten, Textnachrichten und Anrufe den Reiz von kostenlosen WLAN-Hotspots mindern werden.

Einen freien Markt zu haben, bedeutet mehr, als einfach nur problemlos Gemüse von Griechenland nach Schweden bringen zu können, nämlich auch, dass man die Kosten für bestimmte Dienstleistungen, wie z. B. Telekommunikation, nicht mehr in die Höhe treiben kann. Das Streben der Europäischen Kommission nach einem Technologie-Binnenmarkt hat den doppelten Vorteil, dass Marktbarrieren wegfallen und dass Verbrauchern gezeigt wird, dass EU-Politik nicht nur bürokratisches Chaos bedeutet: Sie kann das Leben auch günstiger und unkomplizierter machen.

Roaming-Gebühren? Was ist das eigentlich?

Roaming-Gebühren bedeuten, dass nationale Telekommunikationsunternehmen höhere Gebühren für alles verlangen, was im Ausland genutzt wird, und sie sind daher ein großes Ärgernis für Smartphone-Nutzer in der EU und im Rest der Welt. Sobald die Grenze eines EU-Landes überquert wurde, schnellten die Kosten für Anrufe und SMS in die Höhe. Telekommunikationsunternehmen liebten Roaming-Gebühren allerdings.

Zusammen mit den hohen Datenkosten haben sie dazu beigetragen, dass kostenloses WLAN und die damit zusammenhängende Infrastruktur entstanden sind. Man kann es immer wieder beobachten: Scharen von Touristen steigen aus dem Flugzeug und suchen sofort nach kostenlosen oder ungeschützten WLAN-Verbindungen. Und ja, der Wunsch nach kostenlosem WLAN hat auch zu Cyberkriminalität geführt, denn die bösen Jungs richteten falsche WLAN-Verbindungen ein, um unvorsichtige Personen zu betrügen und private Daten zu stehlen.

Fühlt euch wie zuhause

Nach der Überquerung einer Grenze innerhalb der EU ist für die meisten Menschen das erste Anzeichen dafür, dass sie sich nun in einem anderen Land befinden, eine SMS mit etwa folgendem Text:

„Willkommen in _____, hier können Sie zum gleichen Preis wie zuhause telefonieren sowie SMS und MMS versenden.‟

Die erste Reaktion ist klar: Man ruft zuhause an und sagt Bescheid, dass man gut angekommen ist. Das mache ich zumindest immer so.

Und was passiert nun?

Die interessante Frage ist: Wie wird diese Neuerung langfristig das Verhalten der Menschen und die Kosten beeinflussen? Bedeutet das Wegfallen der Roaming-Gebühren etwa, dass kostenloses WLAN nicht mehr ausreicht, um Touristen in überteuerte Cafés zu locken? Werden wir im Urlaub mehr SMS und MMS verschicken oder weiter soziale Medien nutzen? Werden wir weniger Zeit damit verbringen, nach (unsicheren) kostenlosen WLAN-Hotspots zu suchen?

Die Sommerurlaubszeit hat gerade erst angefangen, also ist es noch zu früh, um Ergebnisse zu erwarten. Ich gehe davon aus, dass Reisende im Ausland weiterhin kostenloses WLAN nutzen werden, wenn dies möglich ist, damit sie bei der Rechnung nicht der Schlag trifft, weil sie zu viele Fotos auf Facebook und Instagram gepostet haben. Wenn ihr also öffentliches WLAN nutzt, denkt dabei an zwei Dinge:

  1. Es ist per se unsicher und nicht privat.
  2. Sichert es, indem ihr ein VPN wie zum Beispiel Phantom VPN verwendet, um eure Online-Inhalte und auch die Orte, die ihr besucht, zu verbergen.

Schließlich sollte der Urlaub die schönste Zeit des Jahres sein und keine unnötigen Ärgernisse mit sich bringen.

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As a PR Consultant and journalist, Frink has covered IT security issues for a number of security software firms, as well as provided reviews and insight on the beer and automotive industries (but usually not at the same time). Otherwise, he’s known for making a great bowl of popcorn and extraordinary messes in a kitchen.