coffee, Kaffee

Irgendwer hat meinen Kaffee gehackt!

Sie wollten eigentlich nur Kaffee trinken.

Aber dann entwickelte sich das für Sie als gesundheitsbewusste Person und Kaffeegenießer zum Albtraum:
Nach Ihrer morgendlichen Joggingrunde – bei der Ihre kardiovaskulären und sportlichen Daten in Ihrer Smartphone-App gespeichert werden – haben Sie sich auf den ersten Kaffee gefreut.

Aber nicht irgendeinen Kaffee! Sie haben mit Ihrem Smartphone einen „Cappuccino Barista“ bestellt, bevor Sie das Haus verlassen haben. Der Kaffee wird frisch aufgebrüht, sobald Sie wieder nach Hause kommen, denn Ihr Smartphone sendet rechtzeitig eine Bluetooth-Nachricht an Ihre Espressomaschine.

Draußen ist es nass und kalt und Sie denken beim Laufen bereits an eine dampfende Tasse Kaffee. Aber irgendetwas ist schiefgelaufen.
Statt eines leckeren Cappuccinos erwartet Sie eine Tasse lauwarmes Wasser auf Sie und Ihre Espressomaschine zeigt einen böse lächelnden Totenkopf auf dem Display an.

Ihr Morgen ist dahin. Ohne eine Dosis Koffein sind Sie nur schwer zu ertragen. Sie hoffen, dass die Hacker nicht noch obendrein eine kalte Dusche für Sie vorbereitet haben.

Zunächst zum ersten Problem.

Eine Situation wie diese könnte in naher Zukunft möglich sein. Das Internet der Dinge (IoT; Internet of Things) verlagert seinen Schwerpunkt auf IoC (Internet of Communications) – oder auch bekannt als #InternetofCoffee.

Da braut sich was zusammen – und wir meinen nicht den Kaffee

Ein „Online-Kaffee“ ist heute schon möglich. Die Espressomaschine PrimaDonna Elite von De’Longhi besitzt eine „Coffee Link App“, mit der Sie über Ihr Smartphone bis zu zehn heiße Getränke bestellen können. Sie müssen nur vorher eine leere Tasse in die Maschine stellen.

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De’Longhi ist nicht der einzige Hersteller, der solche Apps auf den Markt bringt. Nespresso Prodigio besitzt ebenfalls eine Bluetooth-App. Diese App lässt Sie sogar wissen, wie viele Kaffeepads noch übrig sind, sodass Sie rechtzeitig nachbestellen können. Dann gibt es noch die Kaffeemaschine Smarter Coffee, die sich direkt mit WLAN-Netzwerken verbindet.  IFTT bietet Ihnen die Möglichkeit, für Ihren Smarter Coffee verschiedene Webanwendungen miteinander zu verknüpfen, um Ihre morgendlichen Routinen zu automatisieren.

Kann sich jeder in meine Kaffeemaschine hacken?

Jede Software ist anfällig. Aber manche Software ist anfälliger als andere. Dieses von George Orwell übertragene Zitat gilt auch für IoT, für Ihre Kaffeemaschine und sogar für Ihre Nike-Schuhe. Ihre De’Longhi-Kaffeemaschine ist theoretisch weniger anfällig als Smarter Coffee. Allerdings nur weil die Bluetooth-Verbindung eine geringere Reichweite hat als das durchschnittliche WLAN-Heimnetzwerk. Eine Recherche zu diesem Thema hat keine Sicherheitslücken in den oben genannten Maschinen ergeben, die Cyberkriminelle ausnutzen könnten. Ihr morgendlicher Wachmacher ist – mit und ohne Internetverbindung – also noch sicher. Denken Sie daran: Wenn Sie Software nutzen und diese verbunden ist, besteht immer ein potenzielles Risiko eines Hacker-Angriffs.

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As a PR Consultant and journalist, Frink has covered IT security issues for a number of security software firms, as well as provided reviews and insight on the beer and automotive industries (but usually not at the same time). Otherwise, he’s known for making a great bowl of popcorn and extraordinary messes in a kitchen.