Is your home infested by smart devices? - smarte Geräte, objets connectés, dispositivi intelligenti

Ist Ihr Zuhause von smarten Geräten befallen?

Ebenso, wie sich in manchen Hausmauern unerwünschterweise Mäuse tummeln und vermehren, können sich Smart Devices unbemerkt in Ihrem Heimnetzwerk einnisten, ohne dass Sie es bemerken.

Als ich zum ersten Mal Geräusche aus meiner Wand kommen hörte, drängten sich mir drei Fragen auf:

  1. Was ist das? – Es gibt verschiedene kleine Nager, die sich gern im Mauerwerk einnisten, Kabel durchknabbern und auch durchaus mal Krach machen.
  2. Wie ist es da hingekommen? – Die Tiere stammten definitiv nicht aus der Wohnung. Also müssen sie von draußen reingekommen sein – durch ein Loch, die Garage, ein Fenster, im Rucksack eines Kindes – und jetzt trieben Sie ihr Unwesen in meiner Wand.
  3. Und wie werde ich es wieder los? – Ganz oben auf meiner Liste: die klassische Mausefalle und die Katze.

Genau diese drei Fragen sollten Sie sich auch zu den Smart Devices in Ihrem Haushalt stellen, wenn auch die Antworten in diesem Fall etwas anders ausfallen. Smarte Geräte sind überall und absolut im Kommen. Und obwohl sie unseren Alltag eigentlich vereinfachen und bereichern sollen, würde ich darauf wetten, dass in manchen Haushalten genau das Gegenteil der Fall ist und die Anhäufung von smarten Geräten eher einer Mäuseplage gleichkommt: Sie vermehren sich unkontrolliert, finden jedes Schlupfloch und nehmen es mit der Privatsphäre nicht so genau.

Wissen Sie, wie viele smarte Geräte sich in Ihrem Heimnetzwerk befinden?

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Sie nicht alle smarten Geräte in Ihrem Heimnetzwerk auflisten können.

Erstens können smarte Geräte, ähnlich wie Mäuse, ein recht flüchtiges Phänomen sein: Manchmal erhascht man nur einen kurzen Blick auf sie, bevor sie auch schon wieder verschwinden. Diese Geräte tauchen irgendwann im Haus auf, verbinden sich mit dem Netzwerk, werden vergessen und enden als Dateileichen. In der Regel hat zwar nur eine Person die Administratorenrechte für das Smart Home, aber rein theoretisch kann jeder sein eigenes Gerät bei einem Besuch mitbringen und sich mit dem Heimnetzwerk verbinden. Ein geradezu anarchischer Zustand ohne ausreichende Sicherheitspraxis.

Zweitens ist es oft nicht eindeutig erkennbar, wie intelligent die Geräte (oder die Mäuse) wirklich sind. Immer mehr Haushaltsgeräte werden mit smarten, internetfähigen Funktionen ausgestattet: Fernseher, Glühbirnen, Thermostate, Kaffeemaschinen, Kühlschränke, sogar Sexspielzeuge. In Zukunft wird es schwierig sein, einen Fernseher ohne Ethernet-Schnittstelle oder eine Glühbirne zu finden, die man einfach nur an- und ausschalten kann. Diese rasante Verbreitung von smarten Funktionen führt zum zweiten großen Sicherheitsproblem: Von Statista erhobene Daten zeigen, dass die tatsächliche Marktdurchdringung von Smart-TVs deutlich höher ist, als die subjektive Einschätzung der Nutzer vermuten lässt. Viele Menschen sind sich schlichtweg nicht darüber im Klaren, dass ihr Zuhause bereits smarter ist, als sie vermuten.

Wo liegt die Schnittstelle nach außen?

Ähnlich wie bei Mäusen kommt es auch im Smart Home darauf an, wo genau sich die Schlupflöcher befinden. Wenn Sie wissen, dass Sie Mäuse im Haus haben, werden Sie vermutlich überall danach Ausschau halten. Um die Plage jedoch nachhaltig loszuwerden, müssen Sie wissen, wie die Tiere in Ihr Haus gelangt sind. Ist das Mauseloch immer noch offen, werden sich die Mäuse mit großer Wahrscheinlichkeit vermehren und Sie vor ein noch größeres Problem stellen.

Smart Homes werden oft als hell erleuchtetes Haus mit einem Netzwerk aus miteinander verbundenen Geräten dargestellt, die kompetent den Alltag managen. Ganz realistisch ist das jedoch (noch) nicht. Solche Darstellungen täuschen darüber hinweg, dass die Konnektivität einzig und allein über einen kleinen Router und ein Ethernetkabel hergestellt wird. Bisher hat kaum ein Smart Device seine eigene SIM-Karte für einen direkten Internetzugang. Stattdessen verbinden sich die Geräte zunächst mit dem Heimnetzwerk, in der Regel über WLAN.

Bei dieser Art der Konnektivität ist der Router das digitale Mauseloch: Trennen Sie den Router vom Stromnetz, bieten auch die verbundenen Geräte keine Angriffsfläche mehr für Kriminelle und Ihr digitaler Mausbefall wäre gelöst.

Auf der Suche nach einer smarten Verbindung?

Ein smartes Gerät ohne Stromzufuhr ist jedoch nicht ganz so smart. Schlussendlich geht es darum, wie der Endnutzer von den intelligenten Funktionen profitieren kann, ohne seine Privatsphäre zu gefährden oder zu Sicherheitsproblemen im Internet wie DDoS-Angriffe beizutragen, die ganze Webseiten lahmlegen.

Da der Router im Heimnetzwerk die einzige Schnittstelle ist, über die Daten hinein- und hinausfließen, sollte auch genau hier der Netzwerkverkehr überwacht und kontrolliert werden. Die meisten Router haben aber noch keine Funktion, die das ermöglicht. Da Router verhältnismäßig schnell veralten und gleichzeitig ständig neue Schwachstellen und Malware wie VPNFilter auftauchen, ist ein Upgrade des klassischen Routers unausweichlich. Auf dem Markt werden daher in nächster Zeit verstärkt neue und verbesserte Router in den Vordergrund treten.

Die erweiterten Funktionen dieser Router-Sicherheitsplattformen klären genau die drei Fragen, die sich mir ganz zu Beginn meiner Mäusejagd gestellt haben:

  1. Was für eine Art Gerät ist es genau? – Ein intelligenter Router identifiziert alle smarten Geräte im Haushalt und kategorisiert sie nach Typ und Aktivität. Durch das Speichern aller verbundenen Geräte führt der intelligente Router eine deutlich präzisere Liste der Geräte im Heimnetzwerk als Router, die nur punktuelle Bestandsaufnahmen machen.
  2. Was macht das Gerät? – Ein intelligenter Router wie der neue Safe Things erfasst sowohl die Aktivitäten eines jeden Geräts im Netzwerk als auch die gesendeten und empfangenen Daten. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz erkennt der Router, wenn ein Gerät plötzlich deutlich mehr Daten verbraucht als normal.
  3. Wie werde ich das Gerät los? – Dank KI, einer cloudbasierten Liste von Malware und verdächtigen Webseiten erledigt ein intelligenter Router diese Aufgabe automatisch. Er legt Grenzen für Ihre Konnektivität fest und verteidigt diese. Kommuniziert ein Gerät mit einer für die Verteilung von Malware bekannten Webseite, beendet der Router diese Interaktion. Da genaue Vorgaben und Regeln für die Netzwerkaktivität hinterlegt werden können, erfolgt das Beenden schädlicher Verbindungen automatisch, ohne dass der Nutzer selbst aktiv werden muss.

Wenn Sie den Überblick über die Smart Devices in Ihrem Haushalt verloren haben: Hilfe ist auf dem Weg. Bis dahin sollten Sie voreingestellte Passwörter ändern, Ihre Geräte auf dem aktuellsten Stand halten und gegebenenfalls den Router komplett ausschalten.

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As a PR Consultant and journalist, Frink has covered IT security issues for a number of security software firms, as well as provided reviews and insight on the beer and automotive industries (but usually not at the same time). Otherwise, he’s known for making a great bowl of popcorn and extraordinary messes in a kitchen.