Greater privacy: These are the new features in iOS 12

Mehr Datenschutz: Das sind die neuen iOS 12-Features

Für Techies und vor allem Apple-Jünger, ist es jedes Jahr wieder ein Highlight: Das WWDC. Hier stellt Apple-Chef Tim Cook alle Neuigkeiten rund um die Apple-Produktpalette – und so manche Produkterweiterung – vor.

Während in den vergangenen Jahren so gut wie immer zumindest das neuste iPhone präsentiert wurde, steht dieses Mal ganz im Zeichen der Software und fokussiert sich vor allem auf iOS 12. Und das mobile Betriebssystem bekommt im Herbst ein sehr spannendes neues Feature zum Thema Datenschutz.

Hier ein kurzer Überblick über die weiteren neuen Funktionen:

Das wichtigste neue Sicherheits-Feature

Wie jedes Betriebssystem tut auch iOS etwas für den Datenschutz – und manchmal sogar ein wenig mehr als andere. So stellt Apple hervor, dass man schon immer dafür gesorgt hat, dass nur das geteilt wird, von dem der Nutzer es auch will. iOS 12, beziehungsweise der im System integrierte Browser Safari, soll nun noch mehr können:

  • Share-Buttons und Kommentar-Widgets sollen einen nicht mehr unerlaubt tracken können. Das ist vor allem für Facebook unschön, für die Nutzer aber toll!
  • Das sogenannte „Fingerpringting“ soll auch unterbunden oder zumindest erschwert werden. Das heißt, das Werbeanbieter nicht mehr länger die einzigartigen Charakteristiken des Geräts, mit dem man gerade online unterwegs ist, sammeln und nutzen können, um einen damit im gesamten WWW zu identifizieren.

Die coolsten neuen Features

1. Eigentlich ist es ein ganzes Set an Features, die mehr oder weniger lose zusammenhängen. Dazu gehören die Do not Disturb-Funktion, die um einige kluge Dinge erweitert wurde, aber auch eine neue App, die in diesem Zug vorgestellt wurde: App Limits.

Die App-Grundfunktion klingt eher unspektakulär – sie erstellt schicke Statistiken über die Nutzung des Phones. Wie viel Zeit hat man am Handy verbracht. Mit welchen Apps. Zu welchen Zeiten. Wie oft hat man sein Handy hochgenommen um raufzuschauen.

Doch was helfen all diese Funktionen, wenn man daraus keine Konsequenzen ziehen kann? Damit Nutzer sich selbst Grenzen setzen können, kann man nun manche Apps, die man eventuell exzessiv nutzt, für sich selbst zeitlich begrenzen. Wenn man zum Beispiel einfach nicht loskommt von Instagram und seinen wunderschönen Bildern, kann man über App Limits ein Zeitlimit einstellen. Kurz bevor es ausläuft bekommt man einen kleine Erinnerung – und wenn die Zeit dann um ist einen „Sperrbildschirm“.

Natürlich kann man auch weiter auf die App zugreifen, allerdings dürfte das für alle eine sehr gute Erinnerung daran sein, wie viel Zeit man eigentlich in den verschiedenen Anwendungen verbringt ohne es zu merken und so beim Zeitmanagement helfen.

Aber halt – das ist immer noch nicht alles. App Limits kann auch als Kindersicherung genutzt werden! Man hat Kids zu Hause, die bereits ein eigenes iPhone haben? Über App Limits kann man sowohl ihre Nutzerstatistiken einsehen als auch einstellen, wie viel Zeit sie mit welcher App verbringen dürfen. Das kann man entweder pro App einzeln einstellen oder auch für ganze App-Kategorien. Zusätzlich gibt es Dinge wir „Ruhezeiten“ und anderes.

Während es natürlich jede Menge andere App-Kindersicherungen gibt die sicher auch sehr gut funktionieren, ist es schön zu sehen, dass Apple durchaus auch selbst anpackt. Nicht jeder Nutzer ist schließlich versiert genug, um sich im App-Dschungel zurechtzufinden.

2. Augmented Reality

Apple hat sich viele Gedanken darüber gemacht, wie man AR noch weiter unter das Volk bringen kann. Die klugen Köpfe der Firma haben sich dazu letzten Endes mit Pixar zusammengesetzt und ein komplett neues Datei-Format kreiert: USDZ. Dank der Einbindung in die Adobe Creative Cloud und der Möglichkeit Assets in Photoshop und Dimensions zu erstellen, dürfte es für Graphiker und 3D-Artists ziemlich simpel sein, USDZ-Dateien hervorzuzaubern.

Aber genug technisches Fachsimpeln – wie schaut das in der Realität aus? Ein Wort: Phantastisch. USDZ-Dateien können zum Beispiel in Webshops eingebunden werden. Ein Tap auf die Gitarre, die man gerne kaufen will,  und schon steht sie im virtuellen Raum, um sie in voller Größe zu bewundern.

Andere coole Dinge die AR einem ermöglicht:

  • Measure: Damit kann man Gegenstände entspannt in AR abmessen. Außerdem können Dimensionen automatisch erkannt werden. Supernützlich also!
  • Lego: Das Lego-Set allein ist nicht mehr cool genug? Dann einfach die Kamera draufhalten, das Set einscannen, und schon hat man es virtuell auf seinem Phone. Zusammen mit einer halben Stadt, hinzufügbaren NPCs, Quests, Stories und freischaltbaren neuen Objekten!

3. Siri und Shortcuts

Siri kennt jeder. Manche haben sich in den Sprachassistenten verliebt, während andere ihn einfach nur doof finden. Um in Zukunft das meiste aus Siri rauszuholen und die App noch klüger zu machen, stellt Apple nun mit Shortcuts die Möglichkeit vor, endlich eigene Sprachbefehle zu erstellen.

Das ist ganz einfach: Neben hunderten an vordefinierten Makros kann man sich auch eigene Shortcuts erstellen. Man öffnet die Shortcut-App, stellt sich zusammen was der Befehl machen soll und nimmt den Sprachbefehl dazu auf. Einfacher geht’s kaum. Das ganze kann man auch mit einer kompletten Befehlsabfolge machen. Das würde bedeuten, dass der Befehl „Nach Hause“ zum Beispiel die folgende Ereigniskette auslost: Die Fahrzeit nach Hause wird berechnet. Der Ehemann bekommt eine iMessage, damit er weiß wann man ankommt. Das Thermostat wird angeschmissen. Der richtige Radiosender wird herausgesucht und angeschmissen. Praktisch, oder?

Andere nennenswerte Dinge

Neben den Top-Highlights gab es natürlich noch viele andere kleine und größere Dinge, die der ein oder andere sehnlichst erwartet hat oder einfach cool finden wird:

  • Facetime bekommt einen Gruppenchat. Man wird mit bis zu 32 Nutzern gleichzeitig sprechen können.
  • Animojis bekommt neue Tieremotes: Den Geist, Tiger, Koala und T-Rex. Oh ja. Und Mimoji – wo man sich selbst als Emoji erstellen kann.
  • Carplay wird nun auch Navigationsapps von Drittanbietern wie Google Maps erlauben
  • Photos wurde massiv verbessert und mit neuen netten Funktionen ausgestattet.
  • Während ziemlich an der Leistung des Betriebssystems herumgeschraubt wurde und es nun performanter denn je sein soll. Wenn man der Keynote Glauben schenken kann starten iOS-Apps auf dem iPhone 6+ zum Beispiel um 40% und die Tastatur etwa um 50% schneller.

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