Hat die „Islamic State Hacking Division“ das U.S. Militär gehackt?

Da keine der oben gestellten Fragen ohne weiteres beantwortet werden kann, sehen wir uns zunächst an, was passiert ist. Am Dienstag hat eine Gruppe von Hackern, die sich selbst „Islamic State Hacking Division“ nennt, und die behauptet, zur ISIS zu gehören, Informationen über Hunderte von Mitarbeitern der US-Regierung und des Militärs veröffentlicht.

Die Informationen enthielten Namen, E-Mail Adressen, Passwörter (selbstverständlich unverschlüsselt), Telefonnummern usw. Das sieht doch alles nach einem schrecklichen Leak aus, oder? Und während einige der Namen mit denen von Mitarbeitern der US-Regierung übereinstimmen, gab es dennoch auch einige Fragen zur Echtheit der Daten.

Nach Angaben von The Register sind viele der Einträge von Leuten, die nicht wirklich in den USA leben und „die unverschlüsselten Passwörter sind lächerlich schwach – auf dem Niveau von „david8“. Die Art von Kennwort eben, von dem man erwarten würde, dass ein Netzwerk eines Militärs oder einer Regierung es nicht akzeptiert. Eine Quelle aus dem US-Verteidigungsministerium sagte The Register unter der Bedingung, anonym zu bleiben, die aufgelisteten Passwörter seien nicht stark genug, um in offiziellen Systemen verwendet werden zu können.“

Während der Hack eventuell schon echt sein könnte, gibt es sehr wenig Informationen die wirklich darauf hindeuten, dass die US-Regierung von der „Islamic State Hacking Division“ kompromittiert wurde. Die Daten könnten genauso gut im Internet gesammelt worden sein.

Das Verteidigungsministerium kann zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nichts bestätigen.

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