Google-Kalender-Spam: So werden Sie ihn los

Viele Nutzer des Google-Kalender werden seit Mai von Spam-Einträgen geplagt, die sie daran erinnern „Jetzt das iPhone X abholen“ oder ähnlichen Tricksereien. Das Problem ist global und Google ist sich dessen bewußt – laut einem Blog-Eintrag arbeiten sie an einer Lösung. 

Dieser Betrugsversuch basiert darauf, dass die meisten Kalender-Nutzer die App so konfiguriert haben, dass Einladungen automatisch hinzugefügt und ausgeführt werden. Da die Benachrichtigungen auch Links beinhalten, können Angreifer die Nutzer so auf eine Phishing-Webseite locken. 

Der Trick umgeht den Spamfilter 

Eigentlich hat Google mittlerweile einen guten Spam-Filter im Einsatz. Ist der Kalender aber mit der Gmail-Adresse verbunden dann können auch Mails, die im „Spam-Ordner“ landen einen Termin im Kalender eintragen – der Spam-Filter wird dann umgangen.

 Für Anwender haben Benachrichtigungen aus dem Kalender einen höheren Stellenwert als eine Spam-Mail. Das kann dazu führen, dass der User schließlich den Link klickt und auf den Phishing-Versuch reinfällt.

 So wird man den Google-Kalender-Spam wieder los

Bis Google eine offizielle Lösung bezüglich des Google-Kalender-Spam bietet, sind die Nutzer auf sich gestellt. Eine Möglichkeit ist es, das Gmail-Konto vom Kalender zu trennen – dann gehen aber alle Einträge verloren, die vom Mail-Konto angelegt wurden.

Weniger unangenehm aber ebenfalls wirksam ist die Änderung der Kalender-Einstellungen. Dazu geht man auf die Webseite in einem Desktop-Browser und öffnet die Einstellungen. Im Eintrag „Termineinstellungen“ ändert man die Option „Automatisch Einladungen hinzufügen“ von „Ja“ auf „Nein, nur Einladungen anzeigen auf die ich geantwortet habe“.

Weiter unten sollte man zudem den Eintrag „Automatisch Termine aus Gmail zu meinem Kalender hinzufügen“ deaktivieren. Damit bootet man die Spammer zuverlässig aus, allerdings muss man auch auf einige Komfort-Funktionen verzichten. Dieses Prozedere ist aber nur notwendig, bis Google das Problem gefixt hat.