Cinque smartphone dal Mobile World Congress

Fünf Smartphones auf dem Mobile World Congress

Der Mobile World Congress 2018 ist soeben zu Ende gegangen. Wir ziehen Bilanz. Echte Knaller oder neue Trends gibt es nicht zu vermelden. Am spektakulärsten ist noch die Tatsache, dass auf diesem Pflichttermin ein neues Verständnis der Mobiltelefonie präsentiert wurde. Von essenzieller Bedeutung war die diesjährige Messe jedoch nicht. Ansonsten hielt sich die Spannung in Grenzen: Das Spitzengerät der Samsung Produktpalette war bereits in den Monaten davor durch Indiskretionen enthüllt worden, Huawei hat sich zwar mit einer Reihe von Tablets und Notebooks, jedoch ohne Mobiltelefone zurückgemeldet, und die zweite Reihe hat sich der Konkurrenz angepasst, zumindest im Design.

So standen diesmal die – im Vergleich zu den namhaften Marken – kleinen Hersteller im Mittelpunkt. Hersteller also, die nichts zu verlieren und daher ein bisschen mehr gewagt haben. Sie konnten von dieser Veranstaltung sogar profitieren, obwohl keine großen Innovationen zu erkennen waren. Die Rede ist von Asus und Sony, die nun, nach Jahren in der Bedeutungslosigkeit, ein Comeback erleben könnten. Aber auch zwei fast schon nostalgisch klingende Namen sind wieder da: Nokia und Alcatel, die unter der Dominanz der Troika Samsung-Apple-Huawei schwer zu leiden hatten. Es gibt also einiges, das man in den nächsten Monaten mit sich herumtragen kann. Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass uns mit dem WMC 2019 wahrscheinlich ein echter Höhepunkt bevorsteht. Dann wird sich nämlich alles um 5G-Netzwerke drehen, die schon bald in den großen Städten verfügbar sein werden (Was ihr beim Kauf eines neuen Smartphones beachten solltet). Doch werfen wir erst einmal einen Blick auf die fünf wichtigsten Smartphones, die auf dem Mobile World Congress 2018 präsentiert wurden.

Samsung Galaxy S9+

Wir haben uns für die Plus-Version entschieden, weil sie mehr Funktionen umfasst. Außerdem ist sie die erste Version der S-Reihe mit einer dualen Kamera (Die besten Modelle Fotohandys 2017). Bei seinem neuen Spitzenprodukt hat sich Samsung auf den optischen Sensor – ein Novum – konzentriert. Die zweite Blende ermöglicht die als Bokeh bekannte Tiefenwirkung. Die eigentliche Innovation steckt jedoch im ersten Chip. Hier hat der südkoreanische Hersteller eine automatische variable Blendenöffnung eingebaut. Dabei handelt es sich um ein System, das auf halbprofessionelle Fotokameras zurückgeht und auch unter schlechten Lichtbedingungen mehr Licht einfängt. So lassen sich auch in dunkler Umgebung hochwertige Fotos mit einer bemerkenswerten Auflösung machen. Auch das Bildrauschen, also die störende Überlagerung von Bildpunkten, wurde reduziert. Ebenfalls erwähnenswert sind der doppelte Dolby Atomos Stereo-Lautsprecher und die AR-Emojis, die aus Selfies erstellt werden. Preis: 999 Euro

Asus Zenfone 5Z

Dies ist das erste Android-Telefon eines multinationalen Konzerns, das die Form des iPhone X adaptiert hat. Eigentlich hat Asus von Apple nur den Notch am oberen Rand übernommen, doch das reicht für entsprechende Vergleiche mit dem iPhone bereits aus. In ästhetischer Hinsicht gibt es keine halben Sachen: Das Zenfone 5 gefällt oder es gefällt nicht – Punkt. Genau wie das iPhone X, das von manchen verehrt und von anderen abgelehnt wird. Android scheint auf dem Asus-Modell gut zu funktionieren, auch wenn eine gewisse Optimierung nötig wäre, um den Notch vollständig nutzen zu können. Selbst Zenmojis, also die üblichen animierten Emoticons, fehlen nicht. Gut wäre eine Art Face-ID gewesen, die durch die biometrische Sicherheit des Fingerabdrucks ersetzt wird. Das Telefon wird im Juni mit unterschiedlichen RAM- und Speichergrößen auf den italienischen Markt kommen. Preis: ab 479 Euro

Nokia 8 Sirocco

Allseits erwartet wurde ein Nokia 9, doch stattdessen gab es eine Überraschung. Sirocco ist die Speerspitze des neu erstarkten finnischen Herstellers: ein Gerät mit 5,5-Zoll-OLED-Display und gekrümmten Seiten. Nokias Stärke liegt in der Kooperation mit Carl Zeiss, einem renommierten Anbieter optischer Ausstattung im mobilen Bereich. Carl Zeiss hat sich schon mehrfach mit Nokia zusammengetan. Das deutsche Unternehmen leistete Zuarbeit für die zweifache rückseitige Kamera mit hervorragender Aufnahmequalität. Potenziert wird das Ganze durch den Snapdragon 835. Dieser ist nicht ganz neu, sorgt aber für Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit, ohne Verzögerungen und Probleme welcher Art auch immer. Das Preisniveau entspricht dem der Konkurrenz. Allerdings dürfte es sich lohnen, das Nokia 9 abzuwarten, das bis Ende des Sommers auf den Markt kommen wird. Preis: 749 Euro

Alcatel 5

Heimlich, still und leise bringt das französische Unternehmen Mobiltelefone der Mittelklasse auf den Markt, die beim Publikum auf ein gewisses Interesse stoßen. Dieses Mal krempelt es die Produktformen um: Alle neuen Modelle haben jetzt das Format 18:9. Das 5,7-Zoll-Display des Flaggschiffs 2018 ist wirklich schön anzusehen, und auch die Hardwareausstattung ist nicht zu verachten. Das Modell verfügt zum Beispiel über eine duale Frontalkamera, mit der Panorama-Selfies möglich sind. Sobald der Sensor mehr als zwei Gesichter erfasst, erweitert er den Fokus auf 120 Grad für eine automatische Weitwinkelaufnahme. So verschwindet niemand aus dem Bild. Und selbst eine Face-ID-Variante fehlt nicht: Sie speichert 100 Gesichtszüge, mit denen sich das Mobiltelefon in Sekundenschnelle entsperren lässt.
Preis: 229 Euro

Sony Xperia XZ2

Das Beste zum Schluss: das Dynamic Vibration System. Es handelt sich um ein System, das Sony Mobile bei der Markteinführung des Xperia XZ2 präsentierte. Ein eingebetteter Algorithmus überträgt dabei den Ton von Filmen, Spielen und Apps in kleine Vibrationen, die sich über die Oberfläche des Mobiltelefons verbreiten. Durch die Vibration bekommt der Sound eine besondere Dynamik. Beim Nutzer entsteht so ein noch intensiveres, körperliches Erleben, das in dieser Form bislang nicht gab. Hinzu kommen Multimedia-Features auf hohem Niveau: CPU Snapdragon 845, eine Kamera für Aufnahmen in Slowmotion mit 960 BpS in Full-HD (das Galaxy S9 schafft nur 960 BpS) und ein Design, das endlich mit den Full-Version-Smartphones der Konkurrenz mithalten kann. Alles in allem versucht der japanische Hersteller mit dem Xperia XZ2 einen beachtlichen Relaunch im Mobilsektor. Preis: 799 Euro (noch nicht bestätigt)

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