Frage der Woche: Wie werde ich nervige Toolbars in Firefox los?

Frage: „Der Browser Firefox öffnet sich neuerdings mit einem störenden Suchdienst, obwohl unter den Einstellungen die Firefox-Startseite erscheinen soll. Das weitere Vorgehen wird von Firefox aus Sicherheitsgründen blockiert. Haben Sie eine andere Idee, wie ich das Problem lösen kann? Und wie konnte das passieren?“

Antwort: Dieser Umstand bringt gleich zwei Probleme mit sich: Erstens gelangen Sie nicht auf Ihre gewohnte Startseite und zweitens weist die neu eingestellte Startseite eine Sicherheitslücke auf. Haben Sie die Yahoo-Suchmaschine nicht selbst als Startseite eingestellt, wird Firefox vermutlich von einer Browser-Erweiterung oder einen Browser-Entführer gesteuert. So gehen Sie in diesem Fall vor:

  1. Öffnen Sie in Firefox das Einstellungs-Menü per Klick auf die drei waagerechten Striche oben rechts. Im Aufklappmenü klicken Sie dann auf Add-Ons und anschließend links auf Erweiterungen.

  1. Finden Sie an dieser Stelle Erweiterungen, sie nicht installiert haben oder loswerden wollen? Dann klicken Sie rechts von der Bezeichnung der Erweiterung auf die drei Punkte und wählen Deaktivieren.

  1. Ist das erledigt, richten Sie eine neue Startseite ein. Dazu klicken Sie wieder oben rechts auf die drei waagerechten Striche und wählen dieses Mal Einstellungen und dann Startseite.

  1. Wählen Sie unter dem Punkt „Startseite und neue Fenster“ die Option Benutzerdefinierte Adressen… und tippen ins Feld „Adresse einfügen…“ die gewünschte Adresse ein.

Firefox mit der Brechstange bereinigen

Falls das nicht helfen sollte, setzen Sie am besten Firefox zurück. Dadurch werden die Standardeinstellungen von Firefox wiederhergestellt und Sie können wieder Ihre gewohnte Startseite einrichten. Nachteil: Sie verlieren dadurch auch Ihre Lesezeichen und andere Erweiterungen. Wenn das kein Problem darstellt, gehen Sie so vor:

  1. Öffnen Sie in Firefox das Einstellungs-Menü per Klick auf die drei waagerechten Striche oben rechts. Im Aufklappmenü klicken Sie dann auf Hilfe und Informationen zur Fehlerbehebung.

  1. Im neuen Menü klicken Sie dann zweimal auf Firefox bereinigen.

So kommen Browser-Entführer auf den PC

Zur Frage wie das passieren konnte: Solche Browser-Entführer kommen oft unbemerkt im Schlepptau von anderen Gratis-Programmen auf den PC. Diese Werbeprogramme spionieren oft persönliche Daten aus oder nerven beim Surfen eben durch penetrante Toolsbars. Die Adware gelangt durch die Installation von Gratis-Tools auf den Computer. Warum? Es geht wie so oft ums Geld. Die Entwickler von beliebten Freeware-Programmen wollen sich durch das Hineinschmuggeln von Adware-Programmen ein paar Euro dazuverdienen. Denn sie wissen, dass sich viele Nutzer hastig durch die Installation klicken. Die Entwickler geloben zwar, dass sich die Zusatzprogramme stets abwählen lassen, das ist aber nur die halbe Wahrheit. Denn oft erscheinen die Abwählfenster nur dann, wenn der Nutzer die spezielle „Benutzerdefinierte Installation“ startet. Wer stattdessen einfach brav auf „Weiter“ klickt, tappt blind in die Falle.

Adware: Nervig und gefährlich

Was genau installiert wird, basiert bei ausgeklügelten Adware-Systemen auf einem Computer-Scan, der blitzschnell erkennt, welche Programme bereits installiert sind und in welchem Land das System steht. Im schlimmsten Fall werden Schädlinge wie Spyware, Keylogger und Browser-Hijacker verteilt. Besonders auffällig sind die Symptome bei eingeschmuggelten Browser-Hijackern:

  • Der Internet-Browser öffnet Seiten, die der Nutzer gar nicht aufgerufen hat.
  • Im Browser ist auf einmal eine andere Startseite eingerichtet.
  • In den Lesezeichen sind neue Einträge vorhanden, die etwa zu Erotik- oder Werbeseiten führen.
  • Die favorisierte Suchmaschine lässt sich nicht mehr nutzen.

Das stört nicht nur, sondern stellt eine konkrete Gefahr dar. Denn dahinter agieren oft aggressive Werbenetzwerke, die private Daten sammeln. Und wenn einmal Adware auf dem Computer ist, steigt das Risiko, dass sich weitere Werbeprogramme einnisten.