Frage der Woche: Wie mache ich mein Smartphone sicherer?

Frage: Immer wieder höre ich davon, dass vermehrt Smartphones im Zentrum von Cyber-Angriffen stehen, im Speziellen solche mit Android-Betriebssystem. Welche Maßnahmen sind erforderlich, um die Sicherheit solcher Smartphones zu verbessern?

Antwort: Android ist für Cyber-Kriminelle tatsächlich ein lukratives Ziel, dementsprechend hoch ist die Anzahl an Viren, Hacks und Malware. Das ist angesichts des hohen Marktanteils keine große Überraschung, dafür aber, wie hoch die Anzahl an Android-Schädlingen tatsächlich ist. Experten schätzen, dass jedes Jahr über drei Millionen neuer Schädlinge auftauchen. Das ist aber kein Grund für Panik. Mit einigen grundlegenden Tipps können Sie die Sicherheit Ihres Android-Smartphones deutlich erhöhen.

6 Tipps für mehr Sicherheit für Android-Smartphones

1. Ein Antivirenprogramm installieren

Zwar haben moderne Androiden mit „Play Protect“ serienmäßig einen Virenscanner an Bord, die Schutzwirkung ist aber tendenziell schlecht, wie Tests belegen. Installieren Sie also besser eine AV-Suite wie Antivirus Security. Diese Lösung hat bei Vergleichen Bestnoten erzielt. Neben der Abwehr von Viren verbessert die App zudem den Schutz der Privatsphäre und ermöglicht das Sperren aus der Ferne sowie das Tracken der aktuellen Position.

2. Bildschirmsperre einrichten

Darüber hinaus gilt es, nicht nur Android selbst zu schützen, sondern auch private Dateien wie Fotos oder Videos und Passwörter. Der erste Schritt zu einem sichereren Smartphone mag zwar offensichtlich erscheinen, wird aber von Vielen noch vernachlässigt: Die Bildschirmsperre. Mit einer wirksamen Bildschirmsperre erschweren Sie unbefugten Dritten auf Ihre Daten zuzugreifen, wenn sie Ihr Gerät in die Finger bekommen. Bei allen Smartphones lässt sich mindestens eine PIN einrichten, optional auch Passwörter oder Muster. Neuere Modelle lassen sich zudem über biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesicht entsperren. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, einen möglichst kurzen Zeitraum für das Ausschalten des Bildschirms einzustellen. Somit sperrt sich Ihr Smartphone schneller von allein, nachdem Sie es benutzt haben. Das kommt nicht nur der Akkulaufzeit zugute, sondern auch der Sicherheit.

3. Wichtige Daten verschlüsseln

Wichtige Dateien wie private Foto oder sensible Dokumente sollten Sie speziell verschlüsseln, so dass weiterhin nur Sie darauf Zugriffe, wenn Ihr Smartphone geklaut oder von Schädlingen gekapert wurde. Einige Hersteller bieten solche Funktionen ab Werk, Samsung bietet dazu zum Beispiel den „Sicheren Ordner“. Ist das nicht der Fall, können Sie so einen Datentresor auch nachrüsten. Beispielsweise mit der App LockMyPix.

4. Nur offizielle Downloadquellen anzapfen

Kürzlich infizierte der Trojaner „Agent Smith“ weltweit mehr als 25 Millionen Android-Smartphones. Ursache war, dass sich Nutzer Programme aus alternativen App-Stores wie 9Apps herunterluden, die von dem Virus befallen waren. Nur ein Beispiel, das zeigt: Laden Sie Apps nur aus dem Google Play Store. Zwar ist auch dieser nicht hundertprozentig sicher, trotzdem stellt er die zuverlässigste App-Quelle für Androiden dar. Um auf Nummer sicher zu gehen, öffnen Sie die „Einstellungen“ und setzen unter „Gerätesicherheit“ den Punkt „Unbekannte Quellen“ (oder ähnlich) auf „Aus“.

5. Datensammler-Apps aussortieren

Wenn Sie eine App auf Ihrem Android-Smartphone installieren, achten Sie genau darauf, welche Berechtigung diese verlangen. Logisch: Eine Chat-App braucht Zugriff auf die Kontakte, die Kamera und das Mikrofon. Aber gilt das auch für ein Spiel oder eine Wetter-App? Definitiv nicht.  Sortieren Sie allzu neugierige Apps rigoros heraus und suchen nach Alternativen. Wichtig: Sie müssen auch bei App-Updates wachsam sein. Einige Apps verlangen nach Aktualisierungen zusätzliche Berechtigungen.

6. Verbindungen schützen

Benötigen Sie Bluetooth, VPN oder WLAN gerade nicht? Dann kappen Sie diese Verbindungen.  Auf diese Weise machen Sie es Angreifern unmöglich, über eine dieser Schnittstellen Ihr Smartphone zu attackieren. Achten Sie außerdem darauf, in öffentlichen Netzwerken einen VPN-Dienst zu nutzen.