Frage der Woche: Wie kann ich die Installation des Oktober 2018-Updates verhindern?

Frage: „Bei der Installation des Frühlings-Updates im April ist einiges schiefgelaufen und ich musste Windows 10 komplett neu installieren. Ich möchte deshalb auf Nummer sicher gehen und das „Windows 10 Oktober 2018 Update“ erst dann installieren, wenn es wirklich ausgereift ist. Was kann ich tun?“

Antwort:  Das Windows 10 Oktober 2018-Update stellt Microsoft ab sofort als manuellen Download und voraussichtlich ab dem 9. Oktober über Windows-Update für sämtliche Nutzer bereit. In der Regel dauert es einige Wochen, bis es automatisch auf den Computer kommt. So ein großes Windows-Update bedeutet aber in der Tat auch ein (kleines) Risiko, schließlich wird dabei Windows 10 im Prinzip neu installiert: Solange die Kompatibilität nicht zu 100 Prozent sichergestellt ist, kann es zu Komplikationen kommen. Wenn Sie die erste Welle erst einmal abwarten möchten, bis alles reibungslos funktioniert, können Sie das Update allerdings ganz einfach vorübergehend abwehren.

Möglichkeit 1: Updates pausieren

Wenn Sie Updates „pausieren“ wird Ihr Windows 10 frühestens nach 35 Tagen mit dem neuen Oktober 2018-Update versorgt. Genug Zeit für Microsoft also, die gröbsten Fehler auszubügeln. Schalten Sie die „Pausieren“-Funktion deswegen idealer Weise am 9.Oktober scharf. Das geht so:

Öffnen Sie mit der Tastenkombination Windows + i die „Einstellungen“. Hier finden Sie die Abschalt-Option unter „Updates und Sicherheit“, „Windows-Update“ und „Erweiterte Optionen“. Um den Update-Prozess für 35 Tage zu stoppen, setzen Sie den Schieberegler unten auf „Ein“.  Ausgenommen von der Update-Sperre sind lediglich Datenbank-Aktualisierungen des Antiviren-Programms Windows-Defender (falls genutzt).

Möglichkeit 2 (nur für Windows 10 pro): Update um bis zu 16 Monate verschieben

Wenn Sie Microsoft nicht zutrauen, alle Fehler innerhalb von 35 Tagen zu beseitigen, haben Sie als Windows 10 Pro-Nutzer eine weitere Möglichkeit, Updates um bis zu 16 Monate hinauszuzögern. Dazu gehen Sie wie folgt vor:

In den „Einstellungen“ von Windows 10 klicken Sie auf „Update & Sicherheit“ und dann auf „Erweiterte Optionen“. Klicken Sie unter „Installationszeitpunkt für Updates auswählen“ auf die Option „Semi Annual Channel (Targeted)“ und wählen stattdessen „Semi Annual Channel“.

Dazu müssen Sie wissen: Standardmäßig ist die Funktion „Semi Annual Channel (Targeted)“ voreingestellt. Das bedeutet, dass Ihr PC das Update in der Regel in den ersten Wochen nach Veröffentlichung erhält. Wenn Sie auf „Semi Annual Channel“ umstellen bekommen Sie dagegen das Update erst dann, wenn Microsoft es für gut genug befindet auch auf Firmen-PCs zum Einsatz zu kommen. Das geschieht in der Regel rund vier Monate nach der Einführung. Sie würden also das Windows 10 Oktober 2018-Update voraussichtlich im Februar 2018 erhalten.

Um das Update noch weiter zu verzögern, klicken Sie auf das Dropdown-Menü unter „Ein Funktionsupdate enthält neue Funktionen und Verbesserungen …“ und wählen eine Zahl. Diese steht für Tage. Sprich: Auf diese Weise können Sie das Update um bis zu 365 Tage verzögern. Sie können auch beide Funktionen miteinander kombinieren. Wenn Sie zum Beispiel „Semi Annual Channel“ plus „365“ wählen, können Sie das Update bis zu 16 Monate hinauszögern (was allerdings nicht empfehlenswert ist).  Sicherheits- und Wartungsupdates, um Fehler und Sicherheitsschwachstellen zu beheben, erhalten Sie allerdings weiterhin.

Möglichkeit 3 (für Window 10 Home): Getaktete Verbindung

Wenn Sie als Windows 10 Home-Nutzer das Oktober-Update länger als 35 Tage hinauszögern möchten, setzen Sie am besten auf folgenden Trick.

In den „Einstellungen“ von Windows 10 klicken Sie auf „Netzwerk und Internet“. Nach einem Klick auf „Status“ wählen Sie „Verbindungseigenschäften ändern“. Unter „Getaktete Verbindung“ setzen Sie dann den Schalter „Als getaktete Verbindung festlegen“ auf „Ein“. Damit bewirken Sie, dass Microsoft ausschließlich Sicherheitsupdates installiert. Zudem müssen Sie einigen Anwendungen, etwa Outlook, erlauben weiter Daten zu übertragen. Diese Option sollten Sie also nur im Ausnahmefall nutzen. Vergessen Sie zudem nicht, die „getaktete Verbindung“ nach geraumer Zeit wieder abzuschalten.