Fake Apps: So erkennen und vermeiden Sie gefälschte Anwendungen

Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind Kommunikationsmittel, Zahlungsmethode und Plattform für zahlreiche Anwendungen. Doch mit der steigenden Anzahl an Apps wächst auch die Gefahr durch Fake-Apps, die persönliche Daten stehlen, Schadsoftware verbreiten oder Nutzer in Abo-Fallen locken. Besonders betroffen sind Apps von Finanz- und Zahlungsdiensten wie PayPal, Banken und Cash-Anbietern.

Erfahren Sie, wie Fake-Apps funktionieren, welche Gefahren sie bergen und wie Sie sie erkennen. Mithilfe dieser praxisnahen Tipps schützen Sie Ihr Gerät bestmöglich. Sicherheits-Apps wie Avira Antivirus Security für Android oder Avira Mobile Security für iOS  helfen Ihnen, Fake-Apps frühzeitig zu erkennen und Ihr Smartphone sicher zu halten.

 

Was ist eine Fake-App?

Eine Fake-App ist eine betrügerische Anwendung, die das Erscheinungsbild und die Funktionen populärer Apps imitiert. Ahnungslose Nutzer sollen sie herunterladen und verwenden. Diese Apps haben ein klares Ziel: Sie wollen persönliche Daten stehlen, unerwünschte Werbung anzeigen, Schadsoftware verbreiten oder Nutzer auf betrügerische Webseiten locken. Besonders viele Fake Apps gibt es für PayPal, Banken und Cash Apps. Diese zielen darauf ab, finanzielle Informationen abzugreifen.

Künstliche Intelligenz (KI) und Deepfake-Technologien haben das Potenzial, Fake-Apps noch überzeugender und damit gefährlicher zu machen. Cyberkriminelle setzen KI ein, um realistische Deepfake-Videos und Stimmen zu erzeugen, die zur Identitätsfälschung verwendet werden können. Diese Technologien ermöglichen es Betrügern, gefälschte Kundenbewertungen, täuschend echte Benutzeroberflächen und automatisierte Phishing-Bots zu erstellen, die mit Nutzern interagieren können.

Welche Fake-Apps gibt es?

Fake-Apps lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen:

Counterfeits (imitierte Apps): Diese Apps kopieren Design, Namen und Beschreibung echter Apps, um Nutzer zu täuschen. Oft sind nur minimale Änderungen am Namen oder Logo vorhanden.

Repackaging-Apps: Dabei handelt es sich um legitime Open-Source-Apps, die von Betrügern übernommen und mit schädlichen Inhalten wie Adware oder Malware versehen werden.

Welche Gefahren gehen von Fake-Apps aus?

Obwohl es eine Vielzahl von Fake-Apps gibt, verfolgen sie alle die gleichen Ziele: Nutzerdaten zu stehlen oder finanzielle Schäden zu verursachen. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Fake-Apps am weitesten verbreitet sind und welche Risiken sie bergen.

Fake-Banking-Apps: Diese Apps ahmen offizielle Banking-Apps nach, um Kontodaten abzugreifen. Während echte Apps Daten sicher verschlüsseln, leiten Fake-Apps sie direkt an Betrüger weiter. Oft simulieren sie auch Sicherheitsabfragen, um TAN-Codes zu stehlen. Schützen Sie sich, indem Sie Banking-Apps nur aus offiziellen Quellen herunterladen und Entwicklerangaben sorgfältig prüfen.

Gefälschte Sicherheits-Apps: Einige Fake-Apps geben sich als Antivirus- oder Sicherheitssoftware aus. Sie scannen Ihr Gerät nicht wirklich, sondern täuschen gefälschte Bedrohungen vor, um Sie zum Kauf einer nutzlosen Premium-Version zu bewegen. In einigen Fällen installieren sie sogar Trojaner (Schadsoftware), die unbemerkt Passwörter und persönliche Daten stehlen.

Falsche Gewinnspiele-Apps: Diese Apps versprechen Ihnen Gewinne oder Gutscheine, verlangen aber persönliche Informationen oder Zahlungen, um den „Preis“ zu erhalten. In vielen Fällen werden Opfer dazu gebracht, teure SMS-Abonnements abzuschließen oder Kreditkartendaten einzugeben, ohne dass jemals ein Gewinn ausgezahlt wird.

Fake-Crypto-Wallets: Sie täuschen vor, eine legitime Krypto-Wallet zu sein, stehlen jedoch Ihre Coins nach der Eingabe Ihrer Wallet-Schlüssel.

Shopping- und Verkaufs-Apps: Gefälschte Apps geben sich als bekannte Online-Shops aus und locken mit unschlagbaren Preisen. Kunden zahlen für Produkte, die nie geliefert werden.

Ransomware-Apps: Diese Apps verschlüsseln Ihr Gerät und verlangen eine Zahlung, um den Zugriff wiederherzustellen.

Botnet-Apps: Einige Fake-Apps nutzen Ihr Smartphone für betrügerische Aktionen, etwa das Senden von Spam oder den Einsatz in DDoS-Angriffen.

Fake-Apps und ihre Verbindung zu Fake-Seiten

Fake-Apps sind oft Teil größerer Betrugsmaschen und eng mit Fake-Websites verknüpft. Cyberkriminelle erstellen gefälschte Webseiten, die wie offizielle Seiten von Banken, Online-Shops oder sozialen Netzwerken aussehen. Sie verbreiten Links zu diesen gefälschten Seiten über Phishing-Mails, Social-Media-Anzeigen oder manipulierte Suchmaschinenergebnisse. Dort werden Nutzer dazu verleitet, eine Fake-App herunterzuladen oder ihre persönlichen Daten preiszugeben. Solche Methoden werden auch als Scamming bezeichnet und sind besonders gefährlich, da sie oft sehr überzeugend wirken.

Wie erkennt man Fake-Apps?

Fake-Apps sind oft täuschend echt gestaltet, um Nutzer zu täuschen. Cyberkriminelle kopieren Logos, Entwickler-Namen und nutzen gefälschte Bewertungen, um Vertrauen zu gewinnen. Doch es gibt klare Anzeichen, die auf eine Fälschung hindeuten. Wer aufmerksam bleibt und einige Merkmale überprüft, kann sich vor solchen Apps schützen. Auf diese Anzeichen sollten Sie achten:

Gekaufte Bewertungen und Kommentare: Manche Betrüger kaufen positive Bewertungen, um die App glaubwürdig erscheinen zu lassen. Achten Sie auf ungewöhnlich viele 5-Sterne-Bewertungen mit kurzen, nichtssagenden Kommentaren.

Sinnhaftigkeit der App hinterfragen: Falls eine App als Ergänzung oder Update einer bestehenden App beworben wird, überprüfen Sie, ob das Unternehmen selbst ein solches Update angekündigt hat.

Vergleich von App-Logos und Entwicklernamen: Fake-Apps haben oft Logos, die sich nur minimal von den echten unterscheiden. Zudem weichen die Entwicklernamen leicht von der offiziellen App ab.

Erstellungsdatum und Update-Häufigkeit: Eine beliebte App mit sehr wenigen Downloads oder eine kürzlich erstellte App mit vielen Downloads kann verdächtig sein.

Überprüfen Sie die App-Berechtigungen: Eine einfache Taschenlampen-App sollte keinen Zugriff auf Ihre Kontakte oder SMS verlangen. Falls eine App zu viele oder ungewöhnliche Berechtigungen verlangt, könnte das ein Warnsignal sein.

App-Signaturen: Eine der sichersten Methoden zur Überprüfung der Echtheit einer App ist die App-Signatur. Jede legitime App wird von ihrem Entwickler mit einer digitalen Signatur versehen, die ihre Authentizität garantiert. Diese Signaturen stellen sicher, dass die App seit ihrer Veröffentlichung nicht manipuliert oder verändert wurde.

Was tun, wenn man eine Fake-App heruntergeladen hat?

Falls Sie versehentlich eine Fake-App installiert haben, ist schnelles Handeln erforderlich, um Schäden zu vermeiden. Hier sind die notwendigen Schritte:

  1. App sofort deinstallieren: Falls Sie eine verdächtige oder unerwünschte App entdeckt haben, können Sie diese App auf einem iPhone löschen, indem Sie lange auf das App-Symbol drücken und anschließend auf „App löschen“ Auf Android-Geräten können Sie die App direkt deinstallieren, indem Sie auf „Deinstallieren“ klicken, nachdem Sie das App-Symbol im Startbildschirm oder in den Einstellungen berührt haben.
  2. Passwörter ändern: Falls Sie Ihre Zugangsdaten in die Fake-App eingegeben haben, ändern Sie sofort Ihr Passwort für das betroffene Konto und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  3. Sicherheitssoftware nutzen: Scannen Sie Ihr Gerät mit einer vertrauenswürdigen Sicherheitssoftware wie Avira Antivirus Security für Android oder Avira Mobile Security für iOS, um versteckte Malware oder Spyware zu identifizieren und zu entfernen.
  4. Bankkonto und Kreditkarten prüfen: Überprüfen Sie Ihre Bank- und Kreditkartenabrechnungen auf unautorisierte Transaktionen und kontaktieren Sie Ihre Bank im Verdachtsfall.
  5. Daten sichern und Gerät zurücksetzen: Falls Ihr Gerät weiterhin ungewöhnliches Verhalten zeigt, setzen Sie es auf die Werkseinstellungen zurück.
  6. Fake-App melden: Informieren Sie den Google Play Store oder den Apple App Store, damit andere Nutzer nicht darauf hereinfallen.

 

Wie kann man sich vor Fake-Apps schützen?

Um sich effektiv vor Fake-Apps zu schützen, können Sie verschiedene präventive Maßnahmen ergreifen:

Wie gelangen Fake-Apps in den App Store?

Obwohl App-Stores wie Google Play und der Apple App Store strenge Sicherheitsprüfungen durchführen, gelingt es Cyberkriminellen immer wieder, Fake-Apps in die offiziellen Marktplätze einzuschleusen. Dabei nutzen sie verschiedene Tricks:

Diese Methoden zeigen, dass selbst offizielle App-Stores keine absolute Sicherheit bieten. Sie sollten daher stets vorsichtig sein und Apps sorgfältig prüfen, bevor Sie sie installieren.

Avira Free Security schützt gegen Fake-Apps

Avira Free Security erkennt Fake-Apps in Echtzeit, überprüft riskante Berechtigungen und blockiert schädliche Software. Zudem erkennt es Phishing-Versuche und warnt vor betrügerischen App-Downloads. Durch regelmäßige Updates bleibt Ihr Schutz stets aktuell.

iPhone-User können sich mit Avira Mobile Security für iOS gegen Malware und schädliche Apps absichern, während Avira Antivirus Security für Android maßgeschneiderten Schutz für Android-User bietet.

Laden Sie Avira Free Security noch heute herunter und schützen Sie Ihr Gerät vor Fake-Apps und anderen Bedrohungen im Internet.

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