Die PR-Abteilung von Facebook dürfte gerade nicht so viel Spaß haben, denn hier jagt ein Eklat den anderen. Nach Cambridge Analytica und den vor einigen Tagen publizierten Details zur Datenweitergabe an u.a. chinesische Gerätehersteller, geht es mit nicht-mehr-ganz-so-privaten-Facebook-Posts munter weiter.
Move Fast, Break Things
„Seid schnell, auch wenn dabei etwas kaputtgeht.“ Eigentlich hatte sich das Facebook-Motto bereits 2014 in ein „Move Fast, With Stable Infra“ („Seid schnell, aber behaltet eine stabile Infrastruktur“) gewandelt. Dennoch kam es vom 18. Mai bis zum 27. Mai im System von Facebook zu einem folgenschweren Fehler. Dieser Fehler sorgte dafür, dass Posts, die nicht vollständig öffentlich sein sollten, plötzlich doch genau das waren: Öffentlich verfügbar. Facebook hatte zu diesem Zeitpunkt ein neues Feature veröffentlicht, um Fotos und andere Inhalte aus dem Profil gesondert hervorzuheben. Bei neuen Posts auf Facebook wurden für diesen Abschnitt die vom Nutzer gewählten Einschränkungen aber nicht berücksichtigt. In einem Statement entschuldigte sich Facebook’s Chief Privacy Officer Erin Egan für diesen Fehler.
Wie funktioniert das mit den Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook?
Ein Beitrag auf Facebook ist immer gemäß der eigenen Privatsphäre-Einstellungen entweder öffentlich verfügbar, geht an alle Freunde und Bekannte oder auch nur an bestimmte. Mitunter möchte man zum Beispiel ausschließen, dass bestimmte Leute (z.B. der Vorgesetzte) einen Post zu sehen bekommen. Das lässt sich unter anderem über diese Einstellung für jeden Beitrag einzeln oder generell in den Privatsphäre-Einstellungen regeln:

Laut Facebook waren ca. 14 Millionen Nutzer von diesem Fehler betroffen. Bei mehr als 1,4 Milliarden täglichen Nutzern des sozialen Netzwerks, ist die Wahrscheinlichkeit recht gering, betroffen zu sein. Facebook verschickt jedoch aktuell Benachrichtigungen an alle betroffenen Nutzer, sodass diese die Privatsphäre-Einstellungen der betroffenen Posts überprüfen können.


Ich habe so eine Benachrichtigung erhalten, was muss ich nun tun?
Mit einem Klick auf „Review Posts“ können die Privatsphäre-Einstellungen der eigenen Beiträge überprüft werden. Tatsächlich, laut TechCrunch, wurden die Einstellungen der Beiträge jedoch nicht geändert. Sie wurden einfach nur in der Anzeige nicht berücksichtigt. Es lohnt sich dennoch, nochmal einen Blick auf diese Beiträge zu werfen und sich noch einmal daran zu erinnern, was man im Mai so alles angestellt hat. Es schadet ja nie, seine veröffentlichten Beiträge noch einmal zu überprüfen. ?








