Einheitlicher Sprachgebrauch in den Übersetzungen von Avira

Übersetzungsprozesse beginnen nicht mit der Übertragung des Inhalts von einer Sprache in die andere. Sie fangen bereits bei der Erstellung des Ausgangstextes an. Denn dieser wird entscheidend zum späteren Übersetzungsergebnis beitragen. Selbst ein winzig erscheinender Unterschied wie z. B. zwischen „Real Time Protection“, „Real-Time Protection“ und „real time protection“ kann in der Übersetzung zu verschiedensten Ergebnissen führen.

Nehmen wir ein ganz einfaches Beispiel, das Wort „email“ im Englischen, und in einer unserer Zielsprachen, hier Französisch. Für „email“ gibt es eine offizielle Übersetzung in der Terminologie-Datenbank von Avira, nämlich „e-mail“. Enthält der Ausgangstext eine winzige Variation dieses Wortes, z. B. „e-mail“ oder „mail“, kann die Terminologie-Software die korrekte Entsprechung in der Zielsprache nicht finden. So steht dann im französischen Text vielleicht „e-mail“ oder aber auch „adresse électronique“, „messagerie“ oder „messagerie électronique“. Der Unterschied scheint in diesem Fall nicht ausschlaggebend zu sein. Immerhin sind das alles Synonyme, oder etwa nicht? Aber wenn der Unterschied einen Produkt- oder Funktionsnamen betrifft, ist das Problem schon größer.

Beispiele dafür haben wir auch bei Avira: So bezeichnen „Remote Yell“, „Remote Alarm“, „Trigger Scream“ und „Remote Scream“ alle dieselbe Funktion (den Alarm-Fernauslöser). Dies führt normalerweise zu sogar noch mehr verschiedenen Übersetzungen, die den Benutzer verwirren.

Probleme mit dem einheitlichen Sprachgebrauch hören natürlich beim Ausgangstext nicht auf, sie müssen auch in der Zielsprache gelöst werden. Es ist wichtig, die Begriffe an die Zielkultur anzupassen und eine einheitliche Sprache zu finden. So kann der Benutzer die Botschaft des Textes aufnehmen, als ob dieser in seiner Muttersprache verfasst worden wäre.

Warum sollte man Wert auf einen einheitlichen Sprachgebrauch legen?

Einheitlicher Sprachgebrauch verhindert schlecht geschriebene oder unfreiwillig komische Inhalte.

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Ein uneinheitlicher Sprachgebrauch kann – zum Beispiel auf der Webseite des Unternehmens – den Eindruck erwecken, dass es keinen Wert auf seine Kunden in dem angesprochenen Markt legt. Bei Software-Lokalisierung führt Einheitlichkeit zu einer benutzerfreundlichen Oberfläche, bei der klar ist, auf was sich das Programm bezieht.

Einheitlicher Sprachgebrauch spart uns Zeit. Neue Übersetzungen kosten immer Zeit und Arbeit. Selbst eine Übersetzung von nur drei Wörtern kann einen ganzen Arbeitstag bedeuten. Manchmal existieren bereits ähnliche Sätze im TM (translation memory; Übersetzungsspeicher) des Unternehmens, warum also sollte man diese Treffer nicht benutzen? Einheitlicher Sprachgebrauch spart uns auch Geld, denn wenn eine vorherige Übersetzung verwendet werden kann, muss kein Geld für eine neue ausgegeben werden.

Von der Benutzeroberfläche bis zur Dokumentation, den sozialen Medien, dem Kundenservice und den Marketing-Texten muss ein Unternehmen seine Konzepte auf klare und einheitliche Weise übermitteln. Stellen Sie sich nur mal vor, einer der bekanntesten Internet-Giganten unserer Zeit würde dieses Thema außer Acht lassen. Dann würden wir immer noch versuchen, zwischen „G Earth“, „G Land“, „G Globe“ und „G World“ zu unterscheiden. Der Stoff, aus dem Albträume sind …

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

Avira ist mit rund 100 Millionen Kunden und 500 Mitarbeitern ein weltweit führender Anbieter selbst entwickelter Sicherheitslösungen für den professionellen und privaten Einsatz. Das Unternehmen gehört mit mehr als 25-jähriger Erfahrung zu den Pionieren in diesem Bereich.