Die 5 besten Umtauschtipps für Ihre Internet-Käufe (Teil 5)

Zwei Paar gleiche Socken zu Weihnachten geschenkt bekommen ist nicht schlimm. Aber etwa zwei identische Pullover? Jeder bekommt mal ein Geschenk, was er nicht gebrauchen kann. Mit etwas Glück lässt sich es noch umtauschen. Aber auch sonst sollten Sie bei Einkaufs-Touren im Internet auf die Rückgabebedingungen achten. Alles was Sie wissen müssen, erfahren Sie hier.

Wer im Internet einkauft, kann die Waren vorab nicht begutachten und überprüfen. Deshalb schützt das Fernabsatzgesetz vor unliebsamen Überraschungen. Das bedeutet: Wenn Ihnen ein Artikel nicht gefallen sollte, können Sie sich darauf berufen und die Ware innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt zurückgeben. Dabei muss die Ware nicht einmal einen Funktionsmangel aufweisen. Viele Shops setzen aber noch einen drauf und bieten ein verlängertes Rückgaberecht an. Beim Klamotten- und Schuhhändler Zalando haben Sie beispielsweise 100 Tage Zeit Artikel zurückzusenden, bei Ikea sogar 365 Tage. Auf was Sie noch am besten schon VOR dem Kauf achten sollten, erfahren Sie in den Tipps.

Tipp 1: Fristen prüfen

Wenn Sie im Internet Waren einkaufen, haben Sie ein gesetzlich festgeschriebenes, zweiwöchiges Widerrufsrecht, beginnend mit dem Empfang der Ware. In der Regel ist das der Moment, in dem Sie das Paket vom Postboten in Empfang nehmen oder in der Postfiliale abholen. Der Shop kann aber auch ein Rückgaberecht anbieten. Meist sind die Fristen dann länger. Diese Angaben finden Sie zum Beispiel in den AGB. Shops mit längeren Fristen werben auch gerne damit. Der Unterschied zwischen Rückgabe- und Widerspruchsrecht: Beim Rückgaberecht muss die Ware innerhalb der Frist zurückgesandt werden. Beim Widerrufsrecht genügt zunächst die schriftliche Ankündigung in Form einer E-Mail oder eines Briefes.

Gerade bei Weihnachtsgeschenken sind lange Rücksendemöglichkeiten – wie hier bei Zalando – ein großer Vorteil

Tipp 2: Was ist mit Weihnachtsgeschenken?

Wer mit einem Weihnachtsgeschenk unglücklich ist, sollte das ruhig zugeben. Das ist besser, als wenn das Geschenk im Keller verstaubt oder bei eBay landet. Problem: Die vierzehntägige Rückgabefrist, die viele Händler einräumen, ist nach den Feiertagen oft abgelaufen. Also besser bei Händlern kaufen (lassen) die 30 Tage oder länger anbieten. Einige Shops wie Amazon, Otto und Apple bieten Kunden überdies speziell verlängerte Fristen für Weihnachtseinkäufe. Bei Amazon.de zwischen dem 1. November und 31. Dezember gekauft Ware, dürfen Sie beispielsweise bis zum 31. Januar zurückgeben.

Tipp 3: Auf „Marktplätzen“ genau hinschauen

Was viele nicht wissen: Auf großen Shopping-Seiten wie Amazon.de, verkauft nicht nur Amazon selbst, sondern tausende andere Händler. Davon pflegt jeder seine eigenen Geschäftsbedingungen. Achten Sie also nicht nur auf den Preis, sondern auch die Rückgabebedingungen. Es ist beispielweise ärgerlich, wenn Sie beim Kauf von Textilien ein Euro im Vergleich zu anderen Angeboten sparen, dafür aber die Rücksendekosten tragen müssen, beispielsweise, wenn die Ware nicht passt.

Gerade bei Amazon.de müssen Sie aufpassen. Hier tummeln sich viele Händler mit unterschiedlichen Geschäftsbedingungen.

Tipp 4: Wer zahlt das Rücksendeporto?

Wenn der Warenwert 40 Euro übersteigt, muss der Händler auf jeden Fall die Rücksendekosten übernehmen – diese verbraucherfreundliche Regel gilt leider nicht mehr. Seit der Einführung der EU-Verbraucherrichtlinie im Juni 2014 steht es Händlern frei, ob sie die Portokosten selbst zahlen oder dem Kunden aufdrücken. Die gute Nachricht: Die meisten  großen Online-Shops weiterhin die Kosten für die Rücksendung.

Tipp 5: Nachweis aufbewahren

In der Regel geht die Ware auf dem Postweg zurück. Als Beleg erhalten Sie vom Paketdienst eine Bescheinigung mit der Sendungsnummer. Bewahren Sie die solange auf, bis der Händler den Wareneingang schriftlich bestätigt oder das Geld wieder auf Ihrem Konto ist. So können Sie belegen, dass Sie das Paket fristgerecht abgeschickt haben. Gut zu wissen: Das Transportrisiko trägt der Online-Shop. Geht die Sendung auf dem Postweg verloren oder wird beschädigt, ist das nicht Ihr Problem.

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