The top 5 security tips for public hotspots - Wi-Fi, WLAN

Die 5 besten Sicherheitstipps für öffentliche WLANs

Entspannt einen Kaffee schlürfen und dabei gratis über den Hotspot der Gaststätte E-Mails abrufen und Nachrichten lesen: Was in anderen Ländern schon seit Jahren Alltag ist, klappt in Deutschland bislang kaum. Unterwegs, vor allem im Urlaub, sind kostenlose Hotspots deshalb heiß begehrt. Doch auch hierzulande entstehen solche Surfoasen immer öfter. Denn die große Koalition hat sich auf die Abschaffung der sogenannten Störerhaftung geeinigt. Dadurch kann jeder sein WLAN öffentlich machen, ohne Anzeigen durch Rechtsverletzungen Dritter befürchten zu müssen. Bahn frei also, für Gratis-Hotspots im ganzen Land. Alles super? Leider nein. Mit den öffentlichen WLANs ohne Passwort entsteht gleichzeitig eine neue Gefahrenlage.

Gratis aber gefährlich

Denn freie WLAN-Zugänge ohne Passwort sind nicht nur für Surfer, sondern auch für Hacker und andere Cyber-Kriminelle ein gefundenes Fressen. Mal kurz das Wetter und aktuelle News checken oder eine Route planen, ist dabei nicht das Problem. Selbst wenn jemand dabei über die Schulter lugt, ist das halb so schlimm. Heikel wird die Sachlage aber bei Aktionen, bei denen private Daten fließen. Das ist im Prinzip bei allen Diensten der Fall, bei denen Sie sich anmelden müssen, zum Beispiel WhatsApp, Facebook, Cloud-Dienste und vor allem Online-Banking.

Immer öfter bieten Shops und Gaststätten Ihren Kunden freies Internet – das ist aber nicht ungefährlich.
Immer öfter bieten Shops und Gaststätten ihren Kunden freies Internet – das ist aber nicht ungefährlich.

Offen wie ein Scheunentor

Offene, unverschlüsselte WLANs sind für Hacker geradezu eine Einladung, private Infos wie Zugangsdaten auszukundschaften. Denn im Gegensatz zum privaten Heimnetzwerk sind Surfer in öffentlichen WLANs meist nicht alleine unterwegs. Melden sich Hacker aber im gleichen Netzwerk wie Sie an, ist es für diese ein Leichtes, den Datenverkehr mitzulesen oder zu manipulieren. Dazu muss es sich nicht einmal um Spezialisten handeln, der technische Aufwand ist lächerlich gering. Jeder kann sich im Internet Tools herunterladen, die genau dafür programmiert wurden.  Ein anderer Trick: Der Hacker richtet einen eigenen Hotspot ein und wartet, bis sich ein Opfer anmeldet. Dann ist es für ihn noch einfacher den Datenverkehr mitzuschneiden, denn alles läuft über seinen Router.

Gefahr schwer zu erkennen

Das Problem für die Nutzer dabei: Ob ein öffentlicher Hotspot sicher ist und wann man sich besser nicht einwählen sollte, ist auf die Schnelle unmöglich abzuschätzen. Seriös klingende WLAN-Bezeichnungen sind auf jeden Fall kein Garant für Sicherheit, schließlich können auch Gauner ihren Hotspot etwa „Restaurant Chez Louis“ oder „Café Kränzchen“ nennen. Auch eine vermeintliche sichere Anmeldung per E-Mailadresse und Passwort sagt über die Sicherheit des Netzwerks nichts aus. Also doch besser auf freie WLANs verzichten? Ist das Risiko etwa zu groß?

Selbst schützen

Nein. Wenn Sie schon nicht feststellen können, ob ein Hotspot unsicher ist, sorgen Sie am besten auf Ihrem Gerät für die nötige Sicherheit. Dinge wie ein aktuelles Betriebssystem, frische Browser und ein Antivirenprogramm auf dem neusten Stand (Ausnahme iOS) sind dafür Grundvoraussetzung. Das sollte aber generell bei Verbindungen ins Internet gelten. Der beste Schutz besteht vielmehr in der Nutzung einer sogenannten VPN-Verbindung. So ein Dienst baut auf Knopfdruck einen speziell gesicherten Datentunnel zum Server des VPN-Anbieters auf. Der anonymisiert alle Ausflüge ins Internet und macht Ihre Daten immun gegen jegliche Angriffe. Klingt komplex – ist aber ganz einfach. Zum Beispiel mit dem kostenlosen Avira Phantom VPN. Beherzigen Sie darüber hinaus unsere Sicherheitstipps, surfen Sie auch in fremden Netzwerken ganz entspannt und sicher.

Egal ob Notebook, Smartphone oder Tablet: Ein VPN-Dienst wie Avira Phantom schützt Ihre persönlichen Daten in öffentlichen Netzwerken.
Egal ob Notebook, Smartphone oder Tablet: Ein VPN-Dienst wie Avira Phantom VPN schützt Ihre persönlichen Daten in öffentlichen Netzwerken.

Die 5 besten Sicherheitstipps für öffentliche WLANs

  1. Misstrauisch sein: Haben Sie Ihr Smartphone, Tablet oder Notebook mit einem öffentlichen WLAN verbunden, müssen Sie damit rechnen, dass der Datenverkehr von Dritten mitgeschnitten wird. Tippen Sie aus diesem Grund keine privaten Informationen ein, sofern Sie keine speziellen Sicherheitsvorkehrungen wie den Aufbau eines VPN-Tunnels getroffen haben.
  2. Automatische WLAN-Verbindung abschalten: Für Hacker ist es ein Kinderspiel, eigene Hotspots einzurichten. Smartphones verbinden sich aber unter bestimmten Voraussetzungen von alleine mit unverschlüsselten Funknetzwerken in der Umgebung. Stellen Sie das in den Einstellungen Ihres Smartphones daher ab.
  3. Besser nachfragen: Tauchen in der WLAN-Liste mehrere, klingende Namen auf, die zu der Location passen, in der Sie sich gerade aufhalten? Dann fragen Sie am besten einen Angestellten, mit welchem Sie sich verbinden sollten. Hintergrund: Hacker spannen als Falle gerne Hotspots auf, die durch ihren Namen Opfer anlocken sollen.
  4. Achten Sie auf Ihre Umgebung: Nicht nur über Hotspots spionieren Kriminelle gerne Ihre Daten aus. Sind Sie nicht vorsichtig, lassen sich zum Beispiel Ihre Anmeldedaten bei der Eingabe auch aus unmittelbarer Nähe mitlesen. Stellen Sie also sicher, dass Ihnen dabei keiner über die Schulter lugt.
  5. Schließen Sie nicht benötigte Apps: Viele Apps verbinden sich im Hintergrund – falls eine Verbindung besteht – mit dem Internet. Je weniger also laufen, desto geringer die Angriffsfläche für Hacker.

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