Der Privatmodus: Verräterische Surfspuren einfach vermeiden

Beim Surfen im Internet sammelt sich jede Menge Ballast an. Das kostet nicht nur Platz auf der Festplatte, sondern stellt auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Die Lösung liegt zum Glück ganz nahe.

Nahezu alle Internetseiten spionieren Besucher aus und legen Persönlichkeitsprofile an. Mithilfe der gespeicherten Informationen bombardieren sie dann Nutzer mit maßgeschneiderter Werbung. Doch das ist längst nicht alles. Wer sich nicht schützt, lässt sprichwörtlich die Datenhose herunter. Verwischen Sie nicht regelmäßig Ihre Surfspuren, lässt sich einfach nachvollziehen, welche Seiten Sie aufgerufen und was Sie eingekauft haben. Durch den Einsatz weiterer Techniken wie Cookies und speichern der IP-Adresse werden Sie zusätzlich ausgekundschaftet.

Ohne Hosen surfen

Darüber hinaus können Seitenbetreiber von Besuchern im Laufe der Zeit ein genaues Benutzerprofil erstellen. Die erlauben Rückschlüsse auf Ihr Privatleben und enthalten Informationen wie Alter, Hobbys, Krankheiten, politische Meinung und sogar sexuelle Vorlieben. Wenn Sie dann noch persönliche Daten wie Name, Alter und Adresse bei Registrierungen oder Bestellungen preisgeben, ist Ihr Internet-Profil vollständig. Mit den gesammelten Daten können Werbefirmen kräftig Kasse machen, indem sie die erschnüffelten Nutzerprofile teuer weiterverkaufen. Aber wollen Sie wirklich, dass profitorientierte Unternehmen alles über Sie wissen? Wahrscheinlich nicht.

Schotten dicht

Zum Glück haben die Entwickler moderner Browser aufgepasst, und in ihre Produkte einen sogenannten „Privatmodus“ eingebaut. Schalten Sie den ein, löscht der Browser nach jeder Internet-Sitzung nahezu alle über Sie gespeicherten Daten. Gar nichts deutet also mehr auf Ihre Internet-Aktivitäten hin. Selbst die für den Betrieb des Browsers erforderlichen Dateien im Pufferspeicher (Browser-Cache) werden gelöscht. Keine Sorge, diese Pufferdaten werden von Ihrem Browser einfach wieder neu angelegt. Das Löschen ist also völlig ungefährlich, behebt allerdings Browser-Fehler und verbessert die Sicherheit. So sind Sie nicht nur vor raffgierigen Internet-Unternehmen besser geschützt, sondern auch vor neugierigen Familienmitgliedern, die gerne mal schauen, was Sie so im Internet treiben.

Privatmodusoption in Opera
Durch spezielle optische Merkmale, wie hier bei Opera der magentafarbene Rahmen, sehen Sie auf einen Blick, ob der Privatmodus aktiviert ist.

So rufen Sie den Privatmodus bei Ihrem Browser auf

Der Aufruf des Privatmodus ist ganz einfach, aber bei jedem Browser verschieden. Wichtig: Er gilt jeweils nur für ein Fenster beziehungsweise Tab. Passen Sie also auf, nicht aus Versehen weitere Tabs zu öffnen, die nicht „privat“ sind.

  • Google Chrome: Den Privatmodus bezeichnet Google als „Inkognito-Fenster“ bezeichnet. Sie rufen es über das „Drei-Punkte-Symbol“ oben rechts und „Neues Inkognito-Fenster“ auf. Alternativ nutzen Sie die Tastenkombination STRG + SHIFT + N.
  • Firefox: Die Mozilla-Entwickler nennen den Privatmodus „privates Fenster“ bezeichnet. Um es zu öffnen, klicken Sie auf das Hamburger-Menü (drei waagerechte Striche) oben rechts sowie „Neues privates Fenster“. Auch die Tastenkombination STRG + SHIFT + P ist möglich.
  • Microsoft Edge: Microsoft nennt die Funktion „InPrivate-Fenster“. Um sie zu nutzen, klicken Sie auf Klicken Sie auf die „drei Punkte“ oben rechts und wählen „Neues InPrivate-Fenster“. Auch hier tut es alternativ die Tastenkombination STRG + SHIFT + N.
  • Opera: Hier als „privates Fenster“ bekannt. Zum Öffnen klicken Sie oben links aufs „O“ und wählen Neues privates Fenster. Die Tastenkombination ist hier die gleich wie bei Chrome: STRG + SHIFT + N.

Fazit

„Privatmodi“ sind eine einfache Maßnahme für sicheres Surfen. Zwar hinterlassen Sie dadurch nicht vollumfänglich verräterische Internet-Spuren, Ihre Privatsphäre ist aber auf jeden Fall besser „als ohne“ geschützt.