Der NFC Chip – die neue Waffe der Hacker?

Bei Biohacking oder Wetware-Hacking geht es darum, Biologie mit der Hackerethik zu vereinen. Es umfasst ein breites Spektrum an Verhaltensweisen und Gesinnungsgemeinschaften, von denen eine die „Grinder“ sind, die sich Do-it-yourself Körpererweiterungen wie magnetische Implantate „installieren“.

Das klingt ziemlich weit hergeholt, oder? Aber anscheinend ist es das nicht, wie wir an Wahles Demonstration sehen können. Man braucht lediglich einen guten Magen: Denn um zu zeigen, dass ein NFC-Chip einfach an Scannern am Flughafen und anderen Hochsicherheits-Standorten vorbei geschmuggelt werden kann, musste er nicht nur einen Chip anfordern, der normalerweise in Vieh injiziert wird, sondern auch eine Nadel benutzen, die so groß war, dass er sich am liebsten übergeben hätte.

Der von ihm genutzte Chip verfügt über eine NFC (Near Field Communications) Antenne, über die Android-Smartphones in der unmittelbaren Umgebung angepingt werden können und dann die Aufforderung erhalten, einen Link zu öffnen. Sobald diesem Link gefolgt wird, leitet er auf eine bösartige Datei weiter, die – einmal installiert – eine Verbindung zu einem weit entfernten Computer aufbaut, von dem aus dessen Besitzer weitere Exploits installieren kann. Mit dem richtigen Maß an Social-Engineering könnte dies zu einer echten Gefahr werden.

„In Miami planen Wahle und Soto momentan auszuführen, welche Schritte Hacker durchführen müssen, um Implantate zu ihrem Arsenal hinzuzufügen. Dazu gehört auch, wie sie die Hardware erwerben und den Chip programmieren. Könnten das die Anfänge der Demokratisierung des bösartigen Biohackings sein?“, schreibt das Forbes Magazin in seinem Artikel. Und Sicherheitsberater Rod Soto fügt hinzu: „Dies ist nur die Spitze des Eisberges … jeder kann das tun.“

 

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