Das werden die größten Cyber-Gefahren in 2020

Die Sicherheits-Experten von Forrester veröffentlichen ihren Report für das nächste Jahr: Die drei größten Cyber-Gefahren in 2020 werden demnach Schutz vor AI, DeepFakes und der zunehmende Datenmissbrauch durch Firmen-Zukäufe.

Wir befinden uns immer noch in einem Wandel hin zur Abhängigkeit von Technologien. Ob bei der Arbeit, beim Lernen oder beim Spielen. Wir vertrauen immer häufiger auf die Auswertung von Daten, wenn wir wichtige Entscheidungen treffen.

Schon allein das macht die Technologien und vor allem die Daten zum größten Ziel von kriminellen Angreifern. Aber auch Konzerne und autoritäre Staaten nutzen ihre Macht zur Kontrolle des Informationsflusses für ihre Zwecke.

AI ist Fluch und Segen für unsere Sicherheit

Die Verbesserungen bei künstlichen Intelligenzen und beim maschinellen Lernen in den letzten Jahren wird uns helfen, diese Herausforderungen zu meistern – gleichzeitig werden sie aber auch den Angreifern helfen.

Diese Trends formen die Basis folgender Voraussagen:

  • Konzerne werden sensible Daten durch den Ankauf anderer Unternehmen sammeln
  • Die Kosten verursacht durch DeepFake-Betrug werden 220 Millionen Euro übersteigen
  • Jeder fünfte Nutzer wird sich aus Privatsphäre-Bedenken vor AI schützen müssen

Datenübernahme durch „Merger & Aquisition“

Durch Fälle wie den Cambridge-Analytica-Skandal und viele weitere ist das Bewusstsein für das Datensammeln im großen Stil stark gewachsen. Facebook und andere Datengiganten müssen deutlich stärker auf den Umgang mit Kundendaten achten.

Allerdings sind diese großen Datentöpfe für Unternehmen und Regierungen viel zu verlockend als  das sie nicht angezapft werden. Einer der bevorzugten Wege für die Datensammler ist das Aufkaufen von anderen Unternehmen, die über große Datenberge verfügen.

Diese als „Merger&Aquisition“ (M&A) bekannten Transaktionen haben Tradition und werden heute fast täglich abgeschlossen. So hat Google eben erst bekannt gegeben, dass sie die zweitgrößte US-Krankenkasse Ascension kaufen und damit Zugriff auf die Patientendaten von Millionen Amerikanern erhalten – ganz ohne Datenskandal.

DeepFakes werden erwachsen

Mit DepFakes bezeichnet man maschinell erstellte Fälschungen von Videos oder Sprachaufnahmen. Im besten Fall werden diese zu Unterhaltungszwecken erstellt, wie in diesem Fall, bei dem Jack Nicholson im Film „The Shining“ durch den Comedian Jim Carrey ersetzt wird.

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Weniger humorvoll war aber der Fall, bei dem Hacker die Stimme eines deutschen Energie-CEOs per Computer nachahmten und damit über 200.000 Euro erbeuteten. Mit dem Erfolg dieses Szenarios werden viele Nachahmer folgen.

Mit der Verbreitung dieser DeepFakes wird unweigerlich auch die Qualität der Fälschungen steigern – auf Mitarbeiter kommt hier eine völlig neue Form von Phishing-Betrug zu. Die verursachten Kosten können dabei auf über 220 Millionen Euro steigen.

Künstliche Intelligenz bedroht immer häufiger Privatsphäre

Maschinelles Lernen wird für Unternehmen immer wichtiger. Datenschutzverordnungen wie die DSVGO und das wachsende Datenschutz-Bewusstsein der Nutzer sorgen allerdings dafür, dass die Nutzer nicht mehr einfach jeder Datenverwendung zustimmen.

Für die Unternehmen ist das einfache Weitergeben von Daten an Dritte nicht mehr so einfach möglich. Darunter leiden auch angeschaffte KI-Systeme, die nicht mehr mit den notwendigen Datensätzen gefüttert werden können. Ein mögliches Szenario ist hier die Abkehr von KI-Systemen.