Cyber-bullying, teens at risk - cyberbullismo, cybermobbing, Harcèlement sur Internet

Cybermobbing – Risiken für Jugendliche

Sie sind jung, häufig sogar sehr jung, und verbringen einen Großteil ihrer Zeit online in sozialen Netzwerken. Laut der jüngsten Studie von vier italienischen Universitäten verfügen sie kaum über die notwendigen Grundkenntnisse, um sich vor den Gefahren von Cybermobbing oder böswilligen Annäherungsversuchen zu schützen.

Zur Sicherheit im Netz gehört auch die Bekämpfung von Cybermobbing, doch die Zahlen der Studie der Universitäten Federico II in Neapel, La Sapienza und LUMSA in Rom sowie der Università Cattolica in Mailand spiegeln schonungslos ein anderes Bild von einer, gelinde ausgedrückt, besorgniserregenden Situation wider. Die Forscher der vier Hochschulen haben 1.500 Jugendliche aus drei der bevölkerungsreichsten Regionen Italiens befragt (Lombardei, Latium, Kampanien) und festgestellt, dass Cybermobbing stärker verbreitet ist als bisher angenommen.

Etwa 30 Prozent (27,8 Prozent) der befragten Jugendlichen geben an, während des letzten Jahres in irgendeiner Form Online-Mobbing erfahren zu haben, 20 Prozent sagen, Nachrichten mit sexuellen Inhalten erhalten zu haben und fünf Prozent sind auf einen offenkundig illegalen Doppelgänger ihres eigenen Profils in den sozialen Netzwerken gestoßen. In 13,6 Prozent der Fälle haben Jugendliche Fotos online gefunden, deren Veröffentlichung sie nicht gewollt hätten.

Der größte Teil der Missbräuche (39,6 Prozent) hat laut den Befragten auf Facebook stattgefunden, der Rest in WhatsApp-Chats (31,7 Prozent) und 14,3 Prozent direkt über das Mobiltelefon in Form von Anrufen und SMS. Mit nur 8,1 Prozent Cybermobbing-Opfern scheint das Netzwerk Instagram weniger stark von diesem Problem betroffen zu sein.

Die Nutzer sozialer Netzwerke, insbesondere die jungen Nutzer, wissen nicht, was OPSEC (Operations Security) bedeutet: 40,3 Prozent der Jugendlichen besitzen in sozialen Netzwerken ein „öffentliches“ Profil, also ein Profil, auf das jeder Zugriff hat, und nur 57 Prozent haben ihr Profil als privates Profil eingerichtet, das nur für die eigenen Kontakte, nicht aber für Fremde sichtbar ist.

Mobbingversuche oder virtuelle Gewalt, Erpressungen, Diebstahl persönlicher Daten, Identitätsdiebstahl mit falschen Profilen und vieles mehr: Die in der Studie getesteten jungen Italiener setzen sich großen Risiken mit potenziell „lebenslänglichen“ Folgen aus (wie beim Diebstahl sensibler Daten), und es gibt noch viel zu tun, wenn es um Prävention – vor allem jedoch um Erziehung – für diese jungen Netizens geht, die kaum eine Vorstellung davon haben, was es bedeutet, die Kontrolle über die eigene „virtuelle“ Identität zu verlieren.

Doch es tut sich auch etwas: Ein Großteil der Nutzer (60,4 Prozent) hat bereits mit der am häufigsten eingesetzten und direktesten Abhilfe Erfahrungen gesammelt, nämlich dem Löschen unerwünschter oder offenkundig böswilliger „Freunde“ und Kontakte. Einige (36,2 Prozent) haben darauf verzichtet, Informationen zu veröffentlichen, die ihrem eigenen Ansehen schaden könnten, und andere (25,1 Prozent) haben für die eigenen Nachrichten einen Code verwendet, den nur die realen und nicht die virtuellen Freunde verstehen können. Auch Lehrer spielen eine bedeutende Rolle, indem sie den Jugendlichen zum Beispiel empfehlen, wie sie sich ihren Online-Kontakten gegenüber verhalten sollen (was bereits 32 Prozent tun) oder ihnen sagen, was sie tun können, wenn sie sich gestört oder belästigt fühlen (32,7 Prozent).

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