Check 8: Ist Ihr Internet kindersicher?

Wenn Kinder das Internet für sich entdecken, ist das an für sich eine prima Sache. Allerdings sollen die Kleinen noch nicht unbedingt „alles“ ausprobieren können. Ob Ihre Fritz-Box kindgerecht eingerichtet ist, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Gewalt, Abzocke, Sex, Betrügereien: Kinder und Jugendliche sind im Web immer nur wenige Klicks von den Abgründen der digitalen Welt entfernt. Dabei sind selbst Teenager von 10 bis 12 Jahren regelmäßig am Computer und im Web. Und sogar schon jeder fünfte Sechsjährige ist inzwischen online. Zwar überwiegen die positiven Erfahrungen, allerdings hat schon jeder dritte Jugendliche (34 Prozent) auch schon Unschönes erlebet. Laut einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom wurde zum Beispiel jedes sechste Mädchen (16 Prozent) im Web schon einmal sexuell belästigt.

So können Sie Ihre Kinder schützen

Verbote allein sind keine gute Idee. Denn das Internet ist ein wichtiger Teil im Leben von Kindern und Jugendlichen. Andere Hobbys und Schule dürfen aber nicht zu kurz kommen. Deshalb sollten Eltern auf einen gesunden Freizeit-Mix achten – und bei Bedarf Grenzen setzen, wie intensiv der Computer, Tablet und Smartphone genutzt werden dürfen. Wie Sie das mit der Fritz-Box regeln, erfahren Sie hier.

So geht’s: Kindersicherung in der FritzBox einrichten

Soll Ihr Nachwuchs nicht zu lange vorm Computer sitzen? Und beim Surfen nicht auf jugendgefährdende Seiten stoßen? Per Fritz-Box können sie Ihren Kindern im Internet Grenzen setzen – nicht nur am PC, sondern auch an iPad oder Spielekonsole. Möglich ist die Begrenzung der Surfdauer und Surfzeiten sowie die Sperrung bestimmter Internetseiten.

  1. Melden Sie sich bei Ihrer FritzBox an. Wenn Sie für den Zugriff aufs Menü noch kein Passwort vergeben haben, holen Sie das jetzt nach (siehe Check 3).
  2. Klicken Sie auf „Internet“, „Filter“, „Zugangsprofile“ und „Neues Zugangsprofil“. Tippen Sie ins Feld „Name“ den Namen Ihres Kindes ein, zum Beispiel „Fred“. Anschließend legen im Wochenplan die Zeiten fest, in denen Ihr Kind ins Internet darf. Markieren Sie dazu „eingeschränkt“ und stellen die erlaubte Surf-Zeit für die gesamte Woche ein. In der blau markierten Zeit ist das Surfen erlaubt, ansonsten nicht.
  3. Außerdem legen Sie die tägliche Maximaldauer fest. Obendrein markieren Sie unter „Budget“ die Einstellung „eingeschränkt“ und tippen die Stunden- und Minutenzahl nach und nach in die entsprechenden Felder rechts neben den Wochentagen ein. Aktivieren Sie zudem die „gemeinsames Budget“, wenn sich verschiedene Netzwerkgeräte mit dem Zugangsprofil „Kind“ die maximale Nutzungsdauer teilen sollen.
  4. Nicht zuletzt haben Sie die Möglichkeit jugendgefährdende Internetseiten auszusieben. Markieren Sie dazu „Internetseiten filtern“ und (falls nicht schon geschehen) „Internetseite sperren (Blacklist)“. Dadurch sperrt die FritzBox alle Internetseiten, die die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert hat. Für kleine Kinder ist auch der umgekehrte Weg empfehlenswert, nur bestimmte Internetseiten zuzulassen. Dazu markieren Sie „Internetseiten erlauben (Whitelist)“ und tippen die erlaubten Adressen in die entsprechende Liste ein.
  5. Unter „Gesperrte Netzwerkanwendungen“ können Sie bestimmte Dienste wie Tauschbörsen sperren. Klicken Sie dazu auf Bitte wählen…, und wählen Sie in der Liste die verbotenen Dienst aus. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, klicken Sie hier auf alles außer Surfen und Mailen. Klicken auf Sie auf OK um das Profil zu speichern.
  6. Im Reiter „Kindersicherung“ suchen Sie nun in der Liste den/die Namen des Computers oder von anderen internetfähigen-Geräten Ihres Kindes. Klicken Sie rechts daneben auf das Bearbeiten-Symbol. Im neuen Menü markieren Sie dann „Kind“ und klicken auf OK. Die Kindersicherung ist nun aktiv.