CCleaner: Wenn „Schutz der Privatsphäre“ eifriges Datensammeln heißt

Man kennt das Problem: Wenn ein PC neu ist, ist er schnell, glänzt und man liebt ihn über alles. Nachdem man ihn ein Jahr hatte, mag man ihn und hat sich an ihn gewöhnt; von der einstmaligen Liebe ist nicht mehr viel vorhanden. Je älter er dann wird umso genervter ist man von ihm. Immer öfter tauchen Fehler auf, er wird langsamer und es scheint als ob irgendwo einfach der Wurm drinnen ist.

Das ist der Moment, in dem man dann auf Programme wie CCleaner zurückgreift: Sie entfernen Junk-Dateien und säubern die Registry. Aber was, wenn ein Tool, das einem den „Schutz der Privatsphäre“ verspricht anfängt heimlich Daten zu sammeln? Genau das ist jetzt bei CCleaner passiert.

Ausschalten ist nicht

CCleaner ist unglaublich beliebt. Mit mehr als 20 Millionen Nutzern weltweit ist Piriforms Programm eines der am bekanntesten Tools wenn es ums Reinigen der Registry geht. Kein Wunder also, dass es einen massiven Aufschrei gab, als die Community eines der neusten Features der Version 5.45 entdeckte. „Active Monitoring and Heartbeat“ sollte den Entwicklern angeblich dabei helfen herauszufinden, wie Nutzer mit der Software interagieren.

Dabei wurden Daten gesammelt und alle zwölf Stunden anonymisierte Berichte an die Mutterfirma geschickt. Leider gab es keine Möglichkeit diese Funktion auszustellen – nach einem Neustart des Programms war alles wieder beim alten und es wurde fleißig weiter gesammelt und gesendet.

Zusätzlich dazu wurde es auch ungleich schwerer CCleaner zu schließen. Der ursprünglich dafür vorgesehene Button minimierte das Programm lediglich. Richtig beenden konnte man die App nur noch über den Taskmanager.

Version 5.45 muss gehen, Version 5.44 ist zurück

Wer jetzt eins und eins zusammenzählt kann sich sicher denken, warum die Community reichlich unglücklich war. Letzten Endes war der Druck so groß, dass Piriform sich dazu entschloss die Version 5.45 zurückzuziehen und 5.44 zum „neusten“ Release zu machen. Man dankte den Nutzern zudem für ihr Feedback, sagte aber gleichzeitig, dass man momentan daran arbeite besagte Funktionen zu verbessern und mit einer neuen Version wieder einzuführen. Natürlich samt echter Abschaltfunktion für den Anwender.

Es gibt Alternativen

Zum Glück sind Sie nicht darauf angewiesen bei CCleaner zu bleiben. Es gibt jede Menge ähnliche Apps, die Ihren PC sauber halten, die Geschwindigkeit verbessern und sich problemlos schließen lassen. Eins davon ist Avira System Speedup. Übrigens: Mit Speedup können Sie sich absolut sicher sein, dass Ihre Privatsphäre ernst genommen wird.

„Es ist unsere Pflicht, Internetnutzer nicht nur vor Malware sondern auch einem Verlust ihrer Privatsphäre zu schützen“, sagt Travis Witteveen, Chief Executive Officer von Avira. „Es ist an der Zeit, dass Nutzer die Kontrolle über ihr digitales Leben zurückerlangen und so viel Privatsphäre genießen wie sie möchten, ohne dass Apps und Software-Firmen kontinuierlich persönliche Daten abgreifen und diese ohne Erlaubnis nutzen.“

 

Dieser Artikel ist auch verfügbar in: Englisch

PR & Social Media Manager @ Avira |Gamer. Geek. Tech addict.